Hamburger Abendblatt, Daniel Herder

Die "Identitäre Bewegung" will auch in Hamburg Fuß fassen – Verfassungsschutz ist alarmiert. Anhänger sind in der Regel unter 30 Jahre.
Hamburg.  Die "Identitäre Bewegung" rückt in den Fokus des Hamburger Verfassungsschutzes. Der 2012 in Deutschland gegründete Zusammenschluss von Einwanderungsgegnern wird in anderen Bundesländern, etwa in Niedersachsen, bereits vom Verfassungsschutz beobachtet und als rechtsextremistisch eingestuft. Nun gibt es Hinweise, dass die "Identitären" auch in Hamburg Fuß fassen wollen. Das Landesamt für Verfassungsschutz ist alarmiert.
Dem Abendblatt bestätigte die "Identitäre Bewegung Deutschland" (IBD) auf Anfrage, dass eine "aktive Ortsgruppe" in Hamburg bereits besteht. Offenbar haben ihre Aktivitäten und ihr Organisationsgrad aber noch längst nicht das Niveau der großen IB-Gruppe im Nachbarland Niedersachsen erreicht. Dort werden ihr 50 Mitglieder zugerechnet. "Längerfristige festgefügte lokale Strukturen wie in anderen Ländern gibt es bisher nicht, aber nach einigen Aktionen haben wir da natürlich ein Auge drauf – auch wenn die hiesigen Aktivisten bisher mit unter der niedersächsischen Flagge laufen", sagte Marco Haase, Sprecher des Hamburger Verfassungsschutzes.
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Blick nach rechts

Gegen kaum einen Thor Steinar-Laden gab es so beharrliche Proteste wie bei dem Geschäft in Glinde bei Hamburg. Nachdem eine Klage scheiterte, ist nun der Mietvertrag ausgelaufen, der Laden muss ausziehen.
Der Tønsberg wird bald Geschichte sein. Das Thor Steinar-Geschäft in der Möllner Landstraße 37c in Glinde muss seine Pforten schließen, der Mietvertrag läuft nach fünf Jahren Ende Juli aus. Christian Verstege, Anwalt der Vermieterin, bestätigte gegenüber der Bergedorfer Zeitung, dass keine Seite den Mietvertrag verlängert habe.
„Ich versuche seit Längerem, einen Rückgabetermin zu vereinbaren, bislang ist der noch nicht zustande gekommen“, so der Anwalt. In der Tat hat der Laden weiterhin geöffnet, bis spätestens Ende der Woche müsste die Lokalität jedoch geräumt werden. Solle dies nicht geschehen, droht der Anwalt mit einer Räumungsklage.
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Rote Fahne News

Anfang der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts: Altona – damals noch nicht zu Hamburg gehörend – ist eine Hochburg der KPD. Die Faschisten provozieren durch einen Aufmarsch am 17. Juli 1932. Geschützt wurden sie durch ein riesiges Polizeiaufgebot. Der massive Widerstand aus dem Arbeiterviertel wurde im Blut ertränkt: 80 zum Teil Schwerverletzte und 18 Tote. Die Geschehnisse gehen als „Altonaer Blutsonntag“ in die Geschichte ein. Nach Errichtung des Terrorregimes der Hitler-Faschisten 1933 kam es sofort zu einem Prozess. Am 1. August 1933 wurden die Kommunisten Karl Wolff, August Lütgens, Walter Möller und Bruno Tesch im Hof des Altonaer Gerichtsgefängnisses auf staatliche Anordnung brutal ermordet.

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Sehr geehrte Damen und Herren,

am Mittwoch, dem 27.7.2016 ab 13.30 Uhr wird die Kriegerehrenallee auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Ida-Ehre-Allee umbenannt. Sie sind herzlich eingeladen, an der Feierstunde teilzunehmen.

Die Umbenennung wird vollzogen im Rahmen des Ohlsdorfer Friedensfestes 2016. Ein Vertreter des Friedensfestes, der Initiative „Umgang mit Weltkriegsgräbern" sowie dem Staatsrat der Behörde für Umwelt und Energie, Michael Pollmann, werden das neue Straßenschild symbolisch enthüllen.

junge Welt, Rocko Allwerth

Am Mittwoch war die AfD-Vorsitzende Frauke Petry zu Gast in der »Frontstadt« Rostock, wie sie von den Neofaschisten der NPD, die im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns sitzen, genannt wird. Anlass war eine Großkundgebung im Rahmen des Wahlkampfs vor dem Hauptbahnhof. Zwar wirkte der Konrad-Adenauer-Platz auch mit 350 Leuten relativ leer, aber dies soll nicht über die tatsächlichen Kräfteverhältnisse im Bundesland hinwegtäuschen. Bei der Landtagswahl am 4. September könnte die neue Partei mit einem Fünftel der Stimmen in den Landtag einziehen und so Die Linke vom dritten Platz stoßen. Petry verkündete den Anwesenden, dass Mecklenburg-Vorpommern das Bundesland sei, in dem die AfD erstmals stärkste Kraft werden könne. Die NPD ist bereit, ihr dabei zu helfen. Bei der Wahl wolle sie auf die Aufstellung von Direktkandidaten verzichten, hatten die Neofaschisten Ende Juni mitgeteilt.

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