Das Bündnis Ohlsdorfer Friedensfest bittet nun um Spenden, um den Schaden beim Zeltverleih begleichen zu können. 
Unbekannte haben das Zelt des Friedensfestes mit einem Messer zerschnitten. Der Schaden beläuft sich auf etwa 2000 Euro.
Hamburg. Angriff auf das sogenannte Friedensfest auf dem Ohlsdorfer Friedhof: Unbekannte haben offenbar in der Nacht zu Sonnabend ein Veranstaltungszelt an dem Bombenopfer-Mahnmal nahe der Kapelle 13 an sieben Stellen mit einem Messer zerschnitten. Auch ein Banner wurde zerstört. Der Pressesprecher des Friedhofes und Mitorganisator des Friedensfestes, Lutz Rehkopf, vermutet Rechtsextreme hinter der Tat. Die Polizei ist eingeschaltet.
Die Schäden an dem Zelt seien am Sonnabend zu Beginn der Veranstaltung in dem Fest bemerkt worden, sagte Rehkopf. "Der Schaden beläuft sich auf etwa 2000 Euro". Bereits im Vorjahr habe es eine ähnliche Sachbeschädigung gegeben.

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Bernd Lucke will als Professor an die Universität Hamburg zurückkehren.
Der ehemalige AfD-Vorsitzende Bernd Lucke soll nach seinem Ausscheiden aus dem Europaparlament als Professor an die Universität Hamburg zurückkehren. Dagegen regt sich Widerstand. Um seine unsoziale Wirtschaftspolitik voranzutreiben, habe Lucke Rechtsextremen eine Plattform geboten, kritisiert der AStA-Vorsitzende Karim Kuropka.

Bernd Lucke soll an die Uni Hamburg zurückkehren. Wie ist Ihre Position dazu?

Wir kritisieren das scharf. Bernd Lucke hat als Gründer und Vorsitzender der AfD den Aufstieg dieser Partei mitgetragen, die sich nun in weiten Teilen zu einer rechtsradikalen und menschenverachtenden Partei entwickelt hat. Gleichzeitig beanstanden wir seine wirtschaftswissenschaftliche Ausrichtung. Viele seiner Thesen sind vollkommen unsozial und werden mittlerweile auch als überholt angesehen, sei es, dass die Senkung der Löhne zu weniger Arbeitslosigkeit führt, oder die rigide Sparpolitik im Sinne einer schwarzen Null. Wie man in Deutschland die Wirtschaft stark halten will, wenn wir unsere Infrastruktur kaputt sparen, sagt er dabei nicht. Der Kern unserer Kritik liegt in der Verbindung der beiden Punkte. Um seine unsoziale Wirtschaftspolitik durchsetzen zu können, hat er Nationalisten und Rechtsextreme toleriert und ihnen eine Plattform geboten.

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Olivier David

Wilhelmsburg - Kein Erfolg für die Alternative für Deutschland (AfD): Weil ihnen das Bürgerhaus Wilhelmsburg ihre Räume für Veranstaltungen verwehrte, zog die Partei vor Gericht. Am Freitagmittag dann die – vorläufige – Entscheidung: Die Stadt darf nicht über die Benutzung der Räume entscheiden und von der AfD somit nicht dafür in Anspruch genommen werden.

Seit Monaten versucht die Partei in Hamburgs Bürgersäle zu kommen, bislang ohne Erfolg. Und das stinkt der AfD-Fraktion um Chef Alexander Wolf gewaltig. Weil sie sich als Opfer sehen, machte die Fraktion das Thema bereits in der Bürgerschaft publik – ohne Erfolg. Die anderen Parteien zeigten sich unbeeindruckt von den Versuchen der Fraktion.

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Pressemitteilung

AfD-Mitgründer Bernd Lucke kann sich nach seiner Rückkehr an die
Universität Hamburg auf lautstarke Proteste einstellen. Die kritische
Studierendenschaft der Uni Hamburg wird nicht zulassen, dass der Mann,
der eine Mitverantwortung für die heutigen gesellschaftlichen
Verwerfungen in Deutschland trägt, ohne weiteres in den
wissenschaftlichen Elfenbeinturm zurückkehren kann.

Karim Kuropka, Erster Vorsitzender des AStA der Universität Hamburg:
„Bernd Lucke vertritt als Wirtschaftswissenschaftler ein Modell, welches
einen schlanken Staat, den weiteren Abbau der Sozialsysteme und noch
freiere Märkte fordert. In den letzten zehn Jahren und mit der
weltweiten Finanzkrise hat sich jedoch gezeigt, dass die Ideologie
freier Märkte gescheitert ist: So hat zum Beispiel der Mindestlohn in
Deutschland nicht zu mehr Arbeitslosigkeit geführt und dagegen das
Sparen und Zurückhalten der südeuropäischen Staaten nichts an der
dortigen drastischen Jugendarbeitslosigkeit verbessert. Bernd Lucke
gründete für diese Ideologie eine Partei und nahm für deren Erfolg
skrupellos rechte bis rechtsextreme Positionen in Kauf. Letztendlich hat
er mit dieser Toleranz und seiner bürgerlichen Fassade den Weg der AfD
zur menschenverachtenden und rassistischen Partei geebnet. So ein Mensch
gehört an keine Universität und speziell die Universität Hamburg kann
auf seine Rückkehr getrost verzichten.“

„DASS AUSCHWITZ NIE WIEDER SEI.“ Und warum die Antifa, warum Antifaschismus heute wichtig ist und warum es abwertend und geringschätzend ist, von einer „so genannten Antifa“ zu sprechen. Unser Gespräch mit dem Senator für Kultur und Medien. Wir haben geredet ... um zu verändern.
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