scharf-links, Frank Behrmann

Die ist ein Auszug eines längeren Arikels, welcher hier zu finden ist

Der dritte erfolgversprechende Versuch, eine rechtsextreme Partei zu etablieren, ist die AfD. Ihre Stärke ist ihr Image als zwar rechte, aber eben doch bürgerliche und gerade noch demokratische Partei. Dadurch vermag sie, Unzufriedene aus den etablierten Parteien - besonders aus dem rechten Flügel der Union - zu gewinnen und sie mit den verschiedenen Strömungen der extremen Rechten zusammenzubinden.
So gesehen ist sie eine typische Sammlungsbewegung, die sich zu innerparteilichen kontroversen Themen nur schwammig äußert, um das fragile Miteinander nicht zu gefährden. Für oder gegen die NATO? Für oder gegen die EU? Innerhalb und unter Akzeptanz der vorgegebenen Strukturen, die dieser Staat für den politischen Meinungsaustrag vorsieht – oder außerhalb? Opposition innerhalb des politischen Systems oder Systemopposition? Jede klare Positionierung in einer dieser Fragen würde die AfD denjenigen Teil ihrer AnhängerInnen kosten, der in der Minderheit gelandet ist.
Die AfD wurde natürlich nicht zu diesem Zweck gegründet. Bernd Lucke und Konsorten sind keine Rechtsextremen, sondern neoliberale ReaktionärInnen, die sich des Rechtspopulismus zwar bedienten, aber ihn nie „lebten“. Und auch in der jetzigen AfD sind bei Weitem nicht alle Mitglieder RechtsextremistInnen oder gar Nazis.
Die Zeit

Wie Hamburg sich nach dem Krieg mit Nazivermögen bereicherte: Ein Gespräch mit dem Historiker Marc-Simon Lengowski.
Jahrelang hat Marc-Simon Lengowski recherchiert: Was passierte nach dem Krieg mit dem Vermögen der Nazis? Lengowskis Forschungen zeigen erstmals, wie die Stadt Hamburg noch Jahre nach Kriegsende den Opfern eine Entschädigung vorenthielt. Die entsprechenden Verfahren wurden teilweise von denselben Leuten geleitet, die für die Enteignungen verantwortlich gewesen waren.

DIE ZEIT: Herr Lengowski, im Mai 1945 lag Hamburg in Trümmern. Der Krieg war vorbei, die Briten hatten die Stadt übernommen, suchten nach Naziverbrechern und dem Vermögen der NSDAP. Was wurde aus dem Geld?

Marc-Simon Lengowski: Die Alliierten haben überall nach Bankkonten und Besitz der NSDAP gefahndet, in Hamburg und dem Rest des Landes. Soldaten und zivile Mitarbeiter sind zu Bürgermeistern gegangen und haben Auskunft über Immobilienbesitz verlangt, sie haben die Konten der NS-Organisationen sperren lassen. Wichtig ist: Die Alliierten wollten den Besitz der Nationalsozialisten nicht für sich. Sie wollten vor allem verhindern, dass Faschisten an das Geld kommen, um damit einen Partisanenkampf zu finanzieren oder rechtsradikale politische Arbeit.

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Zeit online,

Julius Hirsch wurde 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet. Er war siebenmaliger Nationalspieler. Seit 2005 vergibt der DFB einen Preis, benannt nach dem Spieler, für herausragendes Engagement gegen Diskriminierung. Am Montag erhielt ihn der Fanladen des FC St. Pauli für eine Trikotaktion beim Heimspiel gegen RB Leipzig. Das Profiteam vom Kiez hatte anstatt des Hauptsponsor-Logos den Schriftzug "Kein Fußball den Faschisten" anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages auf der Brust getragen. 

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Gegenüber den Medien hatte die Hamburger AfD Anfang April behauptet auch
ein Parteiausschlussverfahren gegen den Rechtsaußen Dr. Ludwig Flocken
anzustrengen, nachdem er wegen rassistischer Äußerungen dem Image der
Fraktion zu sehr geschadet hatte und diese verließ. Inzwischen zeigt
sich, dass diese Ankündigung wohl nur taktischer Natur war. Flocken
nimmt weiterhin am Parteileben teil.
Zuletzt feierte der Bergedorfer Arzt am 3. Oktober zusammen mit der
Partei, darunter viele Funktionäre, in Wilhelmburg eine Party auf dem
Gelände ihrer Geschäftsstelle. Wie Bilder zeigen unterhielt sich Flocken
dort angeregt mit seinen Kameraden, darunter dem Vorstandsmitglied Jens
Eckleben. Auch ehemalige Fraktionskollegen von Flocken wie Fraktions-
und Parteichef Bernd Baumann, Dirk Nockemann und Joachim Krömer sowie
Nicole Jordan aus dem Landesvorstand sind auf den Bildern zu sehen.
Abgrenzung sieht anders aus.

Märkische Online Zeitung

Eberswalde (maw) Neonazis legen im November 1992 in der schleswig-holsteinischen Kleinstadt Mölln im Haus der türkischen Familie Arslan einen verheerenden Brand. Drei Familienmitglieder kommen dabei ums Leben. Fast 20 Jahre später erscheint der Dokumentarfilm "Nach dem Brand" der Berliner Filmemacherin und Autorin Malou Berlin, die die Familie Arslan zuvor vier Jahre lang in ihrer Trauerbewältigung begleitet hatte.

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