taz.de

Der Schock in der türkischen Community über den Mord an Ramazan Avcı saß tief. Er wurde nur 27 Jahre alt. Am 21. Dezember 1985 trieben Nazi-Skinheads ihn am S-Bahnhof Landwehr vor ein Auto und erschlugen ihn – nur weil er Türke war. Ein halbes Jahr zuvor war der 29-jährige türkische Bauarbeiter Mehmet Kaymakcı ebenfalls Opfer von drei Skinheads geworden, die ihn nach einem Kneipenstreit auf offener Straße angegriffen und mit einer Gehwegplatte erschlagen hatten.

In der Folge verlangten auch gemäßigte Vertreter türkischer Einwanderer radikale politische Konsequenzen. Es war die Geburtsstunde der Türkischen Gemeinde Hamburg (TGH), die heute in der Handelskammer ihren 30. Jahrestag feiert.

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Huffington Post, Christoph Asche
   
    •    AfD-Landesverbände können einen massiven Mitgliederzuwachs verzeichnen
    •    Die Partei hat sich gut von der Abspaltung des Flügels um Bernd Lucke erholt
    •    Experten machen die Unzufriedenheit vieler Bürger für den Mitglieder-Gewinn der AfD verantwortlich
Öffentlich ausgetragene Machtkämpfe, antisemitische Äußerungen, Stimmungsmache gegen Fußballer Jérôme Boateng - die AfD hat in den vergangenen Monaten heftige Kritik einstecken müssen.
Geschadet hat das den Rechtspopulisten aber offenbar nicht - im Gegenteil: Die AfD hat in der ersten Hälfte dieses Jahres massiv Mitglieder gewonnen. Das ergab eine Anfrage der Huffington Post bei den 16 Landesverbänden der Partei.
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Mopo, Olaf Wunder

Es ist erschreckend, was sich da auf dem platten Land rund um Hamburg zusammenbraut – und die Öffentlichkeit hat davon bisher kaum Notiz genommen: Seit Jahren schon lassen sich „völkische Siedler“ in der Lüneburger Heide, dem Wendland, vor allem aber in Mecklenburg nieder. Es sind Anhänger der faschistischen Blut-und-Boden-Ideologie. Harmlose Spinner könnte man meinen, gäbe es da nicht eine Strategie: Das Ziel ist die Herrschaft über die Dörfer. Die MOPO erklärt, wie gefährlich diese Menschen wirklich sind.
Wie viele Nazi-Siedler gibt es eigentlich?
Von rund 1.000 Personen bundesweit geht die Berliner Amadeu-Antonio-Stiftung aus (ist nach einem Angolaner benannt, der 1990 von Rassisten ermordet wurde). Viele völkische Siedler sind Bauern, andere arbeiten als Kunsthandwerker, Erzieher, Hebammen oder Gärtner.
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Deutschlandfunk, Ursula Storost

Pegida läuft durchs Land. Und auch sonst läuft derzeit einiges gründlich schief, sagt Dr. Peter Felixberger. Der Publizist, Philosoph und Mitherausgeber der Kulturzeitschrift "Kursbuch" sieht die Grundfesten des Sozialstaats in Gefahr. Zum Beispiel wenn Vizekanzler Sigmar Gabriel sich mit folgender Botschaft ans Volk wendet.

"'Für die macht ihr alles, für uns macht ihr nichts.' Der Satz ist supergefährlich."

"Die", damit sind die Flüchtlinge gemeint, für die angeblich mehr getan wird als für die Einheimischen. So ein Satz, sagt Peter Felixberger, sei nichts anderes, als wenn Vertreter einer Rechtsaußenpartei betonen, man sei nicht ausländerfeindlich, sondern nur inländerfreundlich.

"Dieser Satz suggeriert natürlich, dass es im Grunde genommen ein Innen und Außen gibt. Es gibt also Deutsche, die einen Anspruch haben auf Sozialstaat, auf soziale Leistungen. Und es gibt offenbar Menschen, die das weniger haben. Hier also die Deutschen und dort jene, die müssen sich erst würdig erweisen dieser Inklusion."

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bnr.de, Gabriele Nandlinger

Einen „exorbitanten Anstieg“ rechtsextremer Gewalt und eine „zunehmende Anschlussfähigkeit des Rechtsextremismus“ bilanziert der Bundesverfassungsschutz in seinem aktuellen Bericht, der am Dienstag von Innenminister Thomas de Maizière und Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen in Berlin vorgestellt wurde. Für Bundesinnenminister de Maiziere ist es besorgniserregend, dass „fremdenfeindliche Agitation die Mitte unserer Gesellschaft“ erreicht habe. Den Verfassungsschützern zufolge ist die Anti-Asyl-Agitation „von einer schwindenden Abgrenzung zum Rechtsextremismus und einer Akzeptanz von Gewalt und Militanz in Teilen der Bevölkerung geprägt“.

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