Rote Fahne News

Anfang der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts: Altona – damals noch nicht zu Hamburg gehörend – ist eine Hochburg der KPD. Die Faschisten provozieren durch einen Aufmarsch am 17. Juli 1932. Geschützt wurden sie durch ein riesiges Polizeiaufgebot. Der massive Widerstand aus dem Arbeiterviertel wurde im Blut ertränkt: 80 zum Teil Schwerverletzte und 18 Tote. Die Geschehnisse gehen als „Altonaer Blutsonntag“ in die Geschichte ein. Nach Errichtung des Terrorregimes der Hitler-Faschisten 1933 kam es sofort zu einem Prozess. Am 1. August 1933 wurden die Kommunisten Karl Wolff, August Lütgens, Walter Möller und Bruno Tesch im Hof des Altonaer Gerichtsgefängnisses auf staatliche Anordnung brutal ermordet.

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Sehr geehrte Damen und Herren,

am Mittwoch, dem 27.7.2016 ab 13.30 Uhr wird die Kriegerehrenallee auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Ida-Ehre-Allee umbenannt. Sie sind herzlich eingeladen, an der Feierstunde teilzunehmen.

Die Umbenennung wird vollzogen im Rahmen des Ohlsdorfer Friedensfestes 2016. Ein Vertreter des Friedensfestes, der Initiative „Umgang mit Weltkriegsgräbern" sowie dem Staatsrat der Behörde für Umwelt und Energie, Michael Pollmann, werden das neue Straßenschild symbolisch enthüllen.

junge Welt, Rocko Allwerth

Am Mittwoch war die AfD-Vorsitzende Frauke Petry zu Gast in der »Frontstadt« Rostock, wie sie von den Neofaschisten der NPD, die im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns sitzen, genannt wird. Anlass war eine Großkundgebung im Rahmen des Wahlkampfs vor dem Hauptbahnhof. Zwar wirkte der Konrad-Adenauer-Platz auch mit 350 Leuten relativ leer, aber dies soll nicht über die tatsächlichen Kräfteverhältnisse im Bundesland hinwegtäuschen. Bei der Landtagswahl am 4. September könnte die neue Partei mit einem Fünftel der Stimmen in den Landtag einziehen und so Die Linke vom dritten Platz stoßen. Petry verkündete den Anwesenden, dass Mecklenburg-Vorpommern das Bundesland sei, in dem die AfD erstmals stärkste Kraft werden könne. Die NPD ist bereit, ihr dabei zu helfen. Bei der Wahl wolle sie auf die Aufstellung von Direktkandidaten verzichten, hatten die Neofaschisten Ende Juni mitgeteilt.

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neues deutschland, Ellen Wesemüller

Die Journalistin Dunja Hayali hat es getan, die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt hat es getan: Immer mehr Prominente setzen sich gegen Hasskommentare im Netz zur Wehr, indem sie diese veröffentlichen, erwidern oder die Urheber anzeigen. Doch was kann der Einzelne tun, wenn er verletzende Posts bekommt oder liest, zumal, wenn er nicht prominent ist?

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Antifa Herzogtum Lauenburg, Antifaschistische Koordination Lübeck via Indymedia Linksunten


Am Donnerstag, den 14. Juli 2016, musste sich der Hamburger Polizist Sven S. aus der lauenburgischen Gemeinde Kuddewörde vor dem Amtsgericht Schwarzenbek wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten. Bei einer vorausgegangenen Hausdurchsuchung fanden Zollbeamte neben mehreren hundert Waffen und Waffenteilen auch diverse Nazi-Devotionalien. Unter den gefundenen Waffen befanden sich eine Repetierflinte „Maverick by Mossberg M88“, ein Schlagring, ein Wurfstern, ein Butterfly-Messer, zwei Nunchakus, sowie weitere Schusswaffen und insgesamt 276 Patronen, darunter Munition für ein Sturmgewehr und Nato-Munition.
Das Aufsehen der Behörden erregte S. durch die Bestellung einer Laserzielvorrichtung über das Internet. Diese unterliegt in Deutschland einem Verbot. In einem Ermittlungsverfahren konnte die Identität des Käufers nicht zweifelsfrei geklärt werden, weshalb sein Haus durchsucht wurde. Vor Gericht räumte S. den Kauf der Zielvorrichtung sowie den Besitz der Waffen ein. Das Laserzielvisier sei ein Geschenk für den Sohn eines Freundes gewesen, die Waffen hätten seiner Mutter gehört. Obwohl S. und seine Mutter ein distanziertes Verhältnis hatten, bat sie ihn seiner Aussage nach kurz vor ihrem Tod ein paar Dinge aus ihrem Haus abzuholen, um ihr Ansehen zu wahren. Zu den Dingen zählten Propaganda der verbotenen rechten «Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei» (FAP) sowie diverse Schusswaffen. 

S. Mutter sei in den 80er Jahren Mitglied der FAP gewesen, er selbst habe sich an der extrem rechten Einstellung gestört und später den Kontakt abgebrochen.