Endstation rechts, Oliver Cruzcampo

Thor Steinar will auf Kundschaft aus Hamburg nicht verzichten. Der Laden in Glinde soll zum Jahresende geschlossen werden, derweil wurde eine Neueröffnung in Norderstedt großspurig angekündigt. Doch offenbar fehlen benötigte Unterlagen: Die Filiale musste nach weniger als zwei Stunden wieder schließen.
Schon seit Längerem stand eine Neueröffnung in Hamburg im Raum, nun verkündete es Thor Steinar auf deren Facebook-Seite am Donnerstagabend: „Wir laden Dich recht herzlich zur großen Neueröffnung unserer Filiale in Hamburg/Norderstedt ein.“ Heute sollte eigentlich die neue Filiale in der Segeberger Chaussee die Pforten öffnen. Doch offenbar gab es Probleme mit benötigten Unterlagen. „Der Laden ist gewerbe- und nutzungsrechtlich nicht korrekt angemeldet. Der Laden wurde jetzt geschlossen", so ein Sprecher der Polizei. Vor dem Geschäft hatten sich in den Morgenstunden etliche Polizisten und Gegendemonstranten eingefunden.

bnr.de, Paul Starzmann

Fast 2000 Delikte gegen Flüchtlinge und Asylbewerber hat die Bundesregierung seit Anfang des Jahres registriert – eine Welle rechter Gewalt rollt durchs Land. In dieser aufgeheizten Atmosphäre bieten findige Geschäftsleute unter der Domain „Migrantenschreck.ru“ Schusswaffen zum Kauf an – und empfehlen, diese gegen Asylbewerber und politische Gegner einzusetzen. Einer der angebotenen Revolver etwa wird mit den Worten beworben: „Machen Sie Ihrem Ärger Luft und nutzen Sie den Antifaschreck AS125 als Meinungsverstärker“. In einem Produktvideo schießt ein Vermummter mit dem Revolver auf Fotos von Spitzenpolitikern wie Heiko Maas oder Claudia Roth – sozusagen als Gebrauchsanweisung für den Einsatz der Schusswaffen.

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Handelblatt, Dietmar Neuerer

BerlinDie Wählerschaft der Hamburger AfD stimmt tendenziell häufiger Aussagen zu, mit denen rechtsextreme Einstellungen identifiziert werden. Das ist ein Teil-Ergebnis einer Umfrage der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität Hamburg. Nach der Erhebung, bei der zwischen 8. September und 17. November 1004 repräsentativ ausgewählte Hamburger telefonisch befragt wurden, neigen AfD-Wähler häufiger als die Wähler der anderen Parteien zu antisemitischen Ansichten. Zugleich hätten die Befürworter der AfD häufiger den „Wunsch nach einer starken Führungsfigur“ geäußert und neigten demnach zu einer „positiveren Bewertung“ der NS-Diktatur.
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Welt 24

Das Phänomen Olaf Scholz - SPD liegt bei 48 Prozent
Das sind sagenhafte Werte für die Sozialdemokraten in Hamburg: Die SPD kommt in einer Umfrage auf 48 Prozent. Damit könnte die Partei von Olaf Scholz allein regieren. Die AfD liegt bei 4 Prozent.
Die Hamburger SPD und ihr Bürgermeister Olaf Scholz können sich nach einer neuen Umfrage freuen – für Liberale und AfD sieht es dagegen schlechter aus.
Die SPD käme auf 48 Prozent der Stimmen und würde nur knapp die absolute Mehrheit verfehlen, wie eine repräsentative Umfrage der Universität Hamburg ergab, die dem „Hamburger Abendblatt“ nach eigenen Angaben vorliegt. Bei der letzten Bürgerschaftswahl 2015 hatte die SPD 45,6 Prozent erreicht.
Würden die Hamburger am kommenden Sonntag zur Bürgerschaftswahl gerufen, könnte demnach auch der grüne Koalitionspartner von 12,3 Prozent auf 16 Prozent zulegen. Auch die oppositionelle CDU kann laut Umfrage punkten. Sie käme auf 18 Prozent (2015: 15,9 Prozent).
Bangen müssten demnach die FDP, die nur noch auf fünf Prozent käme (2015: 7,4 Prozent), und die AfD, für die sich in der Umfrage nur vier Prozent (2015: 6,1 Prozent) aussprachen und die damit nicht mehr ins Parlament käme. Die Linke würde leicht von 8,5 Prozent auf acht Prozent absinken.
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NDR.de, Andrej Reisin

In der Studie "Gespaltene Mitte" der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung haben Wissenschaftler die Verbreitung von Ressentiments in Deutschland untersucht und dabei unter anderem die Rolle der Medien kritisiert. Auch seriöse Medien forcieren demzufolge "nicht selten eine unkritische, unreflektierte Übernahme und Weitergabe von Bedrohungsrhetorik durch die Verwendung von dramatischen Bildern und Begrifflichkeiten". Den Zuschauer erreichten "zur besten Sendezeit menschenfeindliche und antidemokratische Botschaften, die ihm geadelt und abgesegnet durch die seriös erscheinende politische Debattenrunde, als offenkundig denk-, sag- und durchführbar erscheinen".

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