Deutschlandradio Kultu, Volker Ullrich

Swing-Jugend – unter dieser Bezeichnung fasste die Gestapo die jungen Leute zusammen, die sich im Zweiten Weltkrieg für angloamerikanische Musik, Jazz und Swing, begeisterten. Schon in ihrem Äußeren grenzten sie sich von den gesellschaftlichen Leitbildern des Nationalsozialismus ab. Die Jungen ließen sich die Haare lang wachsen, trugen lange, weitgeschnittene Sakkos mit Karomuster und Schuhe mit Kreppsohlen – dazu den bei jedem Wetter mitgeführten Regenschirm. Die Mädchen trugen modische Faltenröcke und Seidenstrümpfe, lackierten ihre Fingernägel und schminkten ihre Lippen.

Swing-Jugendliche gab es in fast allen deutschen Großstädten. Eine Hochburg der Bewegung war Hamburg, wo die Kaufmannsfamilien traditionell enge Beziehungen zu England unterhielten. Vor allem an den humanistischen Gymnasien, Christianeum, Johanneum und Wilhelm-Gymnasium, aber auch an anderen höheren Schulen fasste die anglophile jugendliche Subkultur Fuß.

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Die Welt

Die Botschaft war überaus plakativ und dennoch eindeutig. "Wann ist es euch bunt genug?", hieß es auf einem Plakat, das drei Männer und eine junge Frau, alle vier wohl nicht älter als 30, an den Landungsbrücken hochhielten, die Elbe in ihrem Rücken. Unter die Frage hatten sie einen Zeitstrahl gemalt, auf dem die moderne Hamburger Silhouette samt Fernsehturm und Köhlbrandbrücke in ein von Moscheen und Minaretten geprägtes Stadtbild als Zukunftsvision wechselte. Daneben zeichneten drei junge Frauen ein düsteres Bild von der Rolle der Frau in Deutschland, die 2016 Opfer von Übergriffen werde und in zehn Jahren nur noch vollverschleiert im Nikab auf die Straße dürfe, so die unverhüllte Botschaft.

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Endstation Rechts, Oliver Cruzcampo

Feine Sahne Fischfilet werde im aktuellen Verfassungsschutzbericht nicht aufgeführt, so Lorenz Caffier bei der Vorstellung der aktuellen Publikation am Dienstag in Schwerin. Weiter wollte sich der Innenminister dazu nicht äußern.

Ist das Kapitel Feine Sahne Fischfilet versus Verfassungsschutz nun offiziell beendet? Eine klare Beantwortung der Frage fällt schwer. „Die Nichterwähnung einer Gruppierung im Verfassungsschutzbericht lässt nicht den Schluss zu, dass diese nicht beobachtet wird“, erklärt eine Sprecherin der Innenministeriums.

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Netz-gegen-Nazis.de, Simone Rafael

Im Moment werden der Amadeu Antonio Stiftung, zu der auch netz-gegen-nazis.de gehört, in den Sozialen Netzwerken, in rechtsextremen und neurechten Medien und nun auch in konservativen Medien die bodenlosesten Dinge unterstellt. Vielleicht fragen Sie sich inmitten des Shitstorms langsam selbst, was wir alles so kontrollieren, fordern und verantworten? Hier kann Ihnen geholfen werden. 

Auch wenn wir unsere Arbeitszeit lieber auf andere Dinge verwenden als auf die Richtigstellung kurioser Dinge, die über die Amadeu Antonio Stiftung im Netz verbreitet werden, brauchen manche Erzählungen im Netz doch eine Antwort, um nicht als scheinbar unwidersprochen dazustehen.

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Die Welt

Die Aktion ist noch keine Woche alt und das jüngste Beispiel für eine in den vergangenen Wochen angelaufene Kampagne, mit der die rechtsradikale Gruppe Identitäre Bewegung, die in Hamburg mit einer eigenen Ortsgruppe Fuß gefasst haben soll, auf sich aufmerksam machen will. "Multikulti tötet" und "Genug ist Genug! Remigration!" sind die Losungen dieser islam- und fremdenfeindlichen Vereinigung, die ab sofort unter der Beobachtung des Verfassungsschutzamtes stehen wird, wie das Landesamt gestern bekannt gab.

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