Mit einer Banneraktion in Hamburg haben mehrere antifaschistische Jugendorganisationen auf den weltweit erstarkenden Faschismus und den internationalistischen Widerstand dagegen aufmerksam gemacht.

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Die Marke „Rapunzel“ war bis vor wenigen Wochen vor allem als Produzent von Bioprodukten bekannt. Dann sorgte Gründer und Geschäftsführer Joseph Wilhelm mit irritierenden Verschwörungstheorien über Corona für Aufruhr. Jetzt kommen noch mehr merkwürdige Details ans Licht: Der Hamburger Professor Ralf Otterpohl, ebenfalls bekannt für seine Verschwörungstheorien, soll bei einem „Rapunzel“-Gastvortrag für eine rechte Bewegung geworben haben. Gegenüber der MOPO hat sich Otterpohl jetzt zu den Vorwürfen geäußert.
Das Naturkostunternehmen „Rapunzel“ veranstaltet auf seinem Firmengelände im bayerischen Legau regelmäßig Vorträge, Workshops und Filmvorführungen. Diese tragen Namen wie „Sternenstaub und Eulenrufe“ oder „Der Zauber von Kaffee“. Im Zuge dieser Veranstaltungen stellte der Hamburger Professor Ralf Otterpohl im Sommer 2018 sein Buch „Das neue Dorf“ vor. Otterpohl ist Leiter des Instituts für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz an der Technischen Universität Hamburg. Die „taz“ berichtete zuerst.

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Erinnerungspolitische Bagatellisierung wird zum Programm
 
Die spärlichen Aussagen des neuen Koalitionsvertrags zur Erinnerungskultur in Hamburg dokumentieren den fortgesetzten Unwillen, sich mit der NS-Geschichte dort zu konfrontieren, wo sich das Zentrum des Nazi-Terrors in Hamburg befand: im und am Stadthaus. Weiterhin soll es dabei bleiben, dass eine privat betriebene Buchhandlung mit Café und einer kleinen, kompakten Info-Ecke von 50 qm als Geschichtsort fungiert, kaum sichtbar und eingequetscht zwischen großen Luxus-Geschäften. So bleiben „die dunklen Seiten unserer Stadtgeschichte“, wie sie von der Koalition genannt werden, auch weiterhin im Dunkeln. Und Schulklassen, die sich mit der Bedeutung der Nazi-Terror-Zentrale auseinandersetzen wollen, haben keine Chance auf dieser kleinen Fläche. Der nach wie vor wichtige Bildungsauftrag wird hier ad absurdum geführt.

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Am Samstag, den 20.06. findet von 15-17h eine angemeldete Kundgebung am Fahnenplatz an der Alster anlässlich des Weltflüchtlingstags statt, zu der das Bündnis „Coasts in Solidarity“ aufruft. Zusätzlich zu der Kundgebung sollen in ganz Hamburg an öffentlichen Plätzen schwarz-gelb gestreifte Papierboote auftauchen. Flucht ist kein Verbrechen: In großen Lettern ist der Schriftzug darauf zu lesen. Durch Botschaften auf den Papierbooten werden die Stimmen derjenigen sichtbar, die oft nicht gehört werden: Von Menschen auf der Flucht.
„Die Bedingungen für Menschen auf der Flucht sind in den meisten Teilen Europas und der Welt eine Schande“, sagt Günter Knichel von der Seebrücke Hamburg, die Teil des Bündnisses ist. „Die Lager an Europas Außengrenzen sind überfüllt, die im Innern europäischer Länder bestehen weiterhin. Viele Migranten und Migrantinnen haben nach wie vor keine Papiere und leben auf der Straße. Immer noch ertrinken Menschen im Mittelmeer oder sterben an innereuropäischen Grenzen wie dem Ärmelkanal. Diese Zustände sind völlig untragbar.“

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Nicht allzu häufig passiert so etwas: Dass Gedenkorte zweimal eingeweiht werden. In Langenhorn ist das soeben geschehen. Jahrelang war eine Stele, die an das Schicksal Tausender NS-Zwangsarbeiter erinnert, an einem völlig versteckten Ort aufgestellt – mutmaßlich mit der Absicht, sie vor der Öffentlichkeit zu verbergen. Sie verfiel, wurde beschädigt, beschmutzt und geschändet. Nun ist diese Farce beendet: In einer Gedenkfeier wurde das Mahnmal direkt an der Langenhorner Chaussee erneut enthüllt. Wo jeder es sehen kann.

Dem Kulturverein Grüner Saal aus Hamburg-Nord und der Geschichtswerkstatt Willi-Bredel-Gesellschaft gebührt Dank, vor allem aber René Senenko (63), Mitglied beider Vereine, der sich jahrelang ins Zeug gelegt hat. Die örtliche Kirchengemeinde gab Geld dazu.

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