Olivier David

Wilhelmsburg - Kein Erfolg für die Alternative für Deutschland (AfD): Weil ihnen das Bürgerhaus Wilhelmsburg ihre Räume für Veranstaltungen verwehrte, zog die Partei vor Gericht. Am Freitagmittag dann die – vorläufige – Entscheidung: Die Stadt darf nicht über die Benutzung der Räume entscheiden und von der AfD somit nicht dafür in Anspruch genommen werden.

Seit Monaten versucht die Partei in Hamburgs Bürgersäle zu kommen, bislang ohne Erfolg. Und das stinkt der AfD-Fraktion um Chef Alexander Wolf gewaltig. Weil sie sich als Opfer sehen, machte die Fraktion das Thema bereits in der Bürgerschaft publik – ohne Erfolg. Die anderen Parteien zeigten sich unbeeindruckt von den Versuchen der Fraktion.

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Pressemitteilung

AfD-Mitgründer Bernd Lucke kann sich nach seiner Rückkehr an die
Universität Hamburg auf lautstarke Proteste einstellen. Die kritische
Studierendenschaft der Uni Hamburg wird nicht zulassen, dass der Mann,
der eine Mitverantwortung für die heutigen gesellschaftlichen
Verwerfungen in Deutschland trägt, ohne weiteres in den
wissenschaftlichen Elfenbeinturm zurückkehren kann.

Karim Kuropka, Erster Vorsitzender des AStA der Universität Hamburg:
„Bernd Lucke vertritt als Wirtschaftswissenschaftler ein Modell, welches
einen schlanken Staat, den weiteren Abbau der Sozialsysteme und noch
freiere Märkte fordert. In den letzten zehn Jahren und mit der
weltweiten Finanzkrise hat sich jedoch gezeigt, dass die Ideologie
freier Märkte gescheitert ist: So hat zum Beispiel der Mindestlohn in
Deutschland nicht zu mehr Arbeitslosigkeit geführt und dagegen das
Sparen und Zurückhalten der südeuropäischen Staaten nichts an der
dortigen drastischen Jugendarbeitslosigkeit verbessert. Bernd Lucke
gründete für diese Ideologie eine Partei und nahm für deren Erfolg
skrupellos rechte bis rechtsextreme Positionen in Kauf. Letztendlich hat
er mit dieser Toleranz und seiner bürgerlichen Fassade den Weg der AfD
zur menschenverachtenden und rassistischen Partei geebnet. So ein Mensch
gehört an keine Universität und speziell die Universität Hamburg kann
auf seine Rückkehr getrost verzichten.“

„DASS AUSCHWITZ NIE WIEDER SEI.“ Und warum die Antifa, warum Antifaschismus heute wichtig ist und warum es abwertend und geringschätzend ist, von einer „so genannten Antifa“ zu sprechen. Unser Gespräch mit dem Senator für Kultur und Medien. Wir haben geredet ... um zu verändern.
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Über 1.700 Jüdinnen und Juden wurden am 15. und Juli 1942 von der Sternschanze nach Theresienstadt verschleppt
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Das Künstlerinnenduo „missing icons“ hat den Wettbewerb zur Gestaltung des Außenbereichs der ehemaligen Hamburger Gestapo-Zentrale gewonnen.
 Noch ist der Gedenk­ort „Stadthaus“ in der Hamburger Innenstadt ein provisorischer. Noch ist der Streit darüber, ob die bisher veranschlagten rund 70 Quadratmeter Ausstellungsfläche in dem modernisierten 100.000 Quadratmeter großen Bau die vielfältige Verfolgungsgeschichte der ehemaligen NS-Gestapo- und Polizeizentrale ausreichend darstellen kann, alles andere als beigelegt.
Immerhin ist jetzt etwas auf den Weg gebracht, das für Aufmerksamkeit wie Konfrontation vor Ort sorgen könnte: eine Art „dreidimensionaler Stolperstein“, der als ein „Denkzeichen“ für Passanten wie für Besucher agieren könnte, wie es in der Ausschreibung zu einem Kunstwettbewerb der Hamburger Kulturbehörde umschreibend hieß. Initiiert auf Empfehlung des nachträglich eingerichteten Fachbeirats ist sie wohl auch ein Versuch der Behörde, den offenkundigen Unmut, der unter den Hinterbliebenen-Organisationen der NS-Opfer, aber auch in der Historiker-Szene nach Bekanntgabe erster Konzept­ideen ausbrach, wenigstens abzumildern. Nach dem Motto: Okay, wir tun etwas. Beziehungsweise: Wir versuchen es mal. Und wozu gibt es Kunst im öffentlichen Raum?

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