WDR 1

Laut Polizei werden die Neonazis jedenfalls nicht in der Nordstadt oder in der City demonstrieren. Zum Protest dagegen wollen Kirchen und Gewerkschaften nach einer Kundgebung am Dortmunder U nach Dorstfeld ziehen, dem Stadtteil, den die Neonazis für sich reklamieren. Ansonsten rechnet die Polizei nicht nur mit bis zu eintausend Rechtsextremen, sondern auch mit ähnlich vielen linksautonomen Gewalttätern etwa aus Hamburg oder Berlin. 

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Hamburger Abendblatt, Thomas Sulzyc

Die Initiative "Gedenken in Harburg" erinnert mit neun zusätzlichen sogenannten Stolpersteinen an die Opfer des Nationalsozialismus. Der Kölner Aktionskünstler und Stolperstein-Erfinder Gunter Demnig wird die messingfarbenden Gedenksteine am Sonntag, 5. Juni, im Harburger Zentrum im Beisein von Angehörigen und Anwohnern verlegen.

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Mopo
Messerattacke im Stadtpark: Ein 27 Jahre alter Iraner ist am Mittwochabend von drei Unbekannten niedergestochen worden. Die Angreifer sollen ihn zuvor ausländerfeindlich beschimpft und mit einem Elektroschocker gequält haben.
Wie die Polizei mitteilte, entdeckten Passanten am Mittwoch gegen 21.30 Uhr einen blutenden Mann auf einer Parkbank. Offensichtlich hatte er eine Stichwunde am Bauch. Als die sofort alarmierten Beamten eintrafen, berichtete der 27-Jährige, er sei von drei Männern angehalten und ausländerfeindlich beschimpft worden.

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taz-nord, Gernot Knödler

Der Flüchtlingsrat hat eine Musterklage gegen die Stadt eingereicht. Denn Geflüchtete dürfen oft nicht entscheiden, wer sie besucht.
Der Hamburger Flüchtlingsrat kämpft dafür, dass auch nichtamtliche Berater ungehindert Flüchtlingsunterkünfte betreten dürfen. Eine entsprechende Musterklage hat er am Mittwoch mit Unterstützung des Vereins Pro Asyl beim Hamburgischen Verwaltungsgericht eingereicht. Die Klage richtet sich gegen die jeweiligen Verantwortlichen in den Innenressorts in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Denn Hamburg bringt Geflüchtete bereits seit Jahren auch in einer Einrichtung im mecklenburgischen Nostorf/Horst unter.
Mit Blick auf diese im staatlichen Auftrag betriebenen Einrichtungen kritisieren Pro Asyl und der Flüchtlingsrat, dass „der Zugang für Ehrenamtliche und nichtamtliche BeraterInnen wird zu Beratungszwecken in aller Regel komplett verwehrt“ wird. Eine einheitliche Regel, er rein dürfe und wer nicht, sei nicht erkennbar und Vorgaben des Hamburger Senats, die öffentliches Recht und Europarecht berücksichtigten, seien „nach klägerischer Kenntnis“ nicht vorhanden, hieß es.

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Pressemitteilung des rabatz bündnisses


Nicht zu überhöhrende Forderung nach Ende der Kreta-Feier in Reichenhall



Mit Fotos siehe https://badreichenhall.tk/2016/05/nicht-zu-ueberhoehrende-forderung-nach-ende-der-kreta-feier-in-reichenhall/

»Es sollte klar geworden sein, dass die Kreta-Feier eine unverhohlene Verherrlichung des nationalsozialistischen Vernichtungskrieges gegen die Bevölkerung ist. Wir können uns nach diesem Wochenende nicht vorstellen, dass in Bad Reichenhall außer dem Kameradenkreis der Gebirgstruppe noch jemand daran festhalten möchte.« Anna Jade, Pressesprecherin des rabatz bündnisses

Ein eindrucksvolles Hearing und eine gelungene Demonstration in Bad Reichenhall am Samstag setzen ein nicht zu übersehendes Zeichen für ein Ende der Kreta-Feierlichkeiten. Das rabatz bündnis zieht trotz Polizeiprovokationen ein positives Fazit und erhofft sich neuen Schwung für die Debatte um Entschädigung für die Kriegsverbrechen der Wehrmacht.

Das Hearing begann mit einem historischen Vortrag, der Kriegsverbrechen der Reichenhaller Gebirgsjäger auf Kreta sowie an anderen Orten darlegte und sich kritisch mit der jährlichen Kreta-Feier auseinandersetzte. Der 92-jährige Zeitzeuge Nikolaos Marinakis schilderte grausame Details von der Ermordung von 148 Einwohner*innen Skines am 1.August 1941, die nachweislich durch das Gebirgsjägerregiment 100 aus Reichenhall erfolgte. Angesichts der Zerstörungen, die die Wehrmacht in Kreta und Griechenland anrichtete, stellte er unter großem Applaus hinsichtlich der von Deutschland verordneten Austeritätspolitik die Frage: Wer schuldet hier eigentlich wem?