Die Hamburger Gedenkkultur hat mehrere große Baustellen. Kritik gibt es immer noch am Erinnerungsort im ehemaligen Gestapo-Hauptquartier, der sich in einer Buchhandlung befindet. Auch der „Kriegsklotz“ aus der Nazi-Zeit am Stephansplatz wirft Fragen auf. Fachleute haben jetzt in der Sendung „Treffpunkt Hamburg“ bei NDR 90,3 diese Problemfälle diskutiert und einen Gedenkort für die Kolonialzeit vorgeschlagen.
Hamburg entdeckt gerade ein altes Kapitel seiner Geschichte ganz neu - dass sich nämlich der Reichtum der Stadt auch auf Ausbeutung der Kolonien gründete. "Das mit einem sichtbaren Zeichen im Stadtzentrum und nicht nur am Stadtrand zum Ausdruck zu bringen, finde ich eine gute Idee", sagt Detlef Garbe, der Leiter der KZ Gedenkstätte Neuengamme. Ulrich Hentschel schlägt ein Mahnmal zwischen dem Woermannhaus (Afrikahaus), der Hauptkirche St. Petri und dem Rathaus vor. "Im Zentrum dieser Stadt ist der Kolonialismus betrieben und forciert worden. Dahin gehört auch ein solcher Ort", sagt der Pastor im Ruhestand, der die Hamburger Gedenkkultur seit Jahrzehnten begleitet und aktiv mitgestaltet. Wie Hentschel erinnert er auch an belastete Hamburger Straßennamen wie die Walderseestraße in Othmarschen. "Waldersee war ein deutscher General, der in China Massaker an der Zivilbevölkerung angerichtet hat." Dieses Erbe der Kolonialzeit zu diskutieren, sei eine Aufgabe, die noch vor den Hamburgern liege.
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Die AfD kritisiert den ASB nach der Absage eines Erste-Hilfe-Kurses. Der ASB argumentiert aber mit seiner Geschichte unter den Nazis.
Berlin/Köln.  Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) hat einen Erste-Hilfe-Kurs bei der AfD-Fraktion abgelehnt und auf die eigene Geschichte verwiesen. „Der Arbeiter-Samariter-Bund war selbst Opfer von Rechtsextremismus und wurde 1933 von den Nationalsozialisten enteignet und zerschlagen“, heißt es in einer Mitteilung des Wohlfahrtsverbandes.
Zuvor hatte die AfD in einer Pressemitteilung die Absage des Erste-Hilfe-Kurses verkündet und die Grundsätze des ASB infrage gestellt. Die AfD-Fraktion verwies darauf, dass der ASB selbst den Anspruch habe, allen Menschen zu helfen und politisch unabhängig zu sein.

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Flüchtlinge sind „Messermänner“ – mit dieser Aussage stellte AfD-Chefin Alice Weidel im Sommer Zuwanderer unter Generalverdacht. Jetzt fliegt dieses Wort den Rechtspopulisten in Hamburg um die Ohren! Ein AfD-Mitglied hat hier wohl auch zum Messer gegriffen – und einen Mann verletzt.

Der Vorfall ereignete sich bereits Anfang September. Damals kam es zu Tumulten an einem AfD-Werbestand in Groß Flottbek. Der 40-jährige Kai Kamps (Name geändert) fühlte sich nach eigener Aussage von dem Infostand provoziert, wischte Flyer vom Tresen, woraufhin sich mehrere AfD-Anhänger auf ihn stürzten – einer offenbar bewaffnet.

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Rund 500 Demonstranten haben am Donnerstagabend gegen einen Auftritt des AfD-Rechtsaußen André Poggenburg in Hamburg-Wilhelmsburg demonstriert. Die Veranstaltung im Privathaus der AfD-Bezirkschefin von Hamburg-Mitte, Nicole Jordan, hatte auch parteiintern für Unmut gesorgt. AfD-Fraktionschef Alexander Wolf äußerte seine Kritik im Interview mit NDR 90,3 und dem Hamburg Journal.
Ein Teil der Demonstranten war am Donnerstagabend mit einem Floß auf einem Kanal bis ganz in die Nähe des Hauses zu einem Anleger gefahren. Auf einem Banner stand "Solidarity will win - Rassismus ist keine Option". Die Polizei sprach von einem friedlichen Verlauf der Protestkundgebung.
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André Poggenburg, Ex-AfD-Chef in Sachsen-Anhalt, wurde von der Parteispitze abgemahnt und musste von Ämtern zurücktreten.
Hamburg. Nach dem Rücktritt von Ex-Fraktionschef Jörn Kruse wegen des wachsenden Extremismus in der AfD scheint der Richtungsstreit in der Hamburger Partei nicht ausgefochten. Für Diskussionen sorgt jetzt ein für Donnerstag geplanter Auftritt des früheren AfD-Chefs von Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, auf Einladung des AfD-Bezirks Hamburg-Mitte. Poggenburg gilt als Gefolgsmann des thüringischen Landeschefs Björn Höcke und wurde mehrfach aufgrund extremistischer Äußerungen vom AfD-Bundesvorstand abgemahnt. Parteichef Alexander Gauland warf ihm vor, die Partei in die Nähe des Rechtsextremismus zu rücken.

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