via FB / Stephan Jersch, Die Linke

Hamburgs Kleingartenfreundinnen und Kleingartenfreunde schlagen Alarm: Im Kleingartenverein Am Buller 620 e. V. im Bergedorfer Stadtteil Tatenberg rotten sich offenbar Rechtsextreme zusammen, wie die Kleingartenfreundinnen und –freunde in einem fünfseitigen Hilferuf an ihren Dachverband, den Landesbund der Gartenfreunde Hamburg (LGH) aufzeigen.
So träfen sich seit geraumer Zeit bis zu 20 Personen mit offenkundig rechter Gesinnung. Sie trügen Thor-Stei¬ner-Kleidung, hissten Reichskriegsflaggen, auch das Zeigen des Hitlergrußes sei beobachtet worden. Vereins¬mitglieder seien auch schon als Ausländer beschimpft worden. Anhand zahlreicher Fotos und Kommentare aus den sozialen Netzwerken benennen die Gartenfreundinnen und Gartenfreunde mehrere dieser Personen namentlich und zeigen die¬se mit einschlägig rechten Tattoos, mit Hitlergruß, wie sie mit Waffen posieren, sich als Ku Klux Klan-Leute verkleiden und ausländerfeindliche Witze und Kommentare veröffentlichen.
Nun wird befürchtet, dass bei den Vorstandswahlen am kommenden Sonntag rechtsextreme Strukturen die Führung im Verein übernehmen werden.

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Stefan Schölermann

Gleich zweimal müssen die Hamburger im September mit rechtsextremen Veranstaltungen im Herzen der Stadt rechnen. Wie die Polizei dem NDR auf Nachfrage bestätigte, sind sowohl für den 21. als auch für den 29. September Kundgebungen geplant. Die größere von beiden dürfte die Veranstaltung am Monatsende werden. Sie soll am Rödingsmarkt starten.

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Jörn Kruse war von 2013 bis 2015 der Landesvorsitzende der AfD in Hamburg und führte bis zum Herbst 2018 die Fraktion der Partei in der Bürgerschaft.Ex-AfD-Fraktionschef attackiert Nachfolger Wolf sowie dessen Stellvertreter Nockemann wegen ihrer Haltung zu rechtsextremen Tendenzen.
Hamburg.. Man sei „nicht nach rechts gewandert“, wenngleich die „eine oder andere Äußerung überspitzt“ gewesen sei – so äußerte sich der Hamburger AfD-Fraktionsvorsitzende Alexander Wolf im Abendblatt-Sommerinterview zum bundesweiten Auftreten seiner Partei in der jüngeren Vergangenheit. Diese Sätze rufen jedoch eine scharfe Replik des ehemaligen Parteimitglieds und Fraktionschefs Jörn Kruse hervor. Er wirft Wolf und seinem Co-Vorsitzenden Dirk Nockemann vor, die rechtsextremen Tendenzen in der AfD bewusst zu ignorieren und zu verharmlosen.
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Die Hamburger Patriotische Gesellschaft von 1765 hat zum Schutz ihres Ehrenmitglieds Esther Bejarano vor rechter Gewalt aufgerufen. Die 94‐jährige Auschwitz‐Überlebende stehe auf der antisemitischen Internetseite »judas.watch«.

Diese sammle Namen angeblicher »Verräter an weißen Personen« und wolle »jüdischen Einfluss« dokumentieren, teilte die Gesellschaft am Donnerstag in Hamburg mit. Ihr Name sei auf der Liste mit einem gelben Stern markiert, wie ihn Juden in Nazi‐Deutschland tragen mussten.

bundeskriminalamt Laut einem ARD‐Bericht von Mittwoch sehe das Bundeskriminalamt keinen Anlass zum Eingreifen, da keine unmittelbare Gefahr bestehe, so die Patriotische Gesellschaft. Angesichts der Tötung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke sei das »eine bemerkenswert unsensible Wahrnehmung«. Die Liste stehe für jedermann zugänglich im Internet und sei »in diesen Zeiten rechtsradikaler Mordlust eine indirekte Aufforderung, sich Opfer zu suchen«.

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Bettina Mittelacher

Unter all den entsetzlichen Dingen, die sich Menschen jemals angetan haben, markiert der Holocaust – wörtlich „Brandopfer“ – einen grausamen Tiefpunkt der Zivilisationsgeschichte. Nicht nur durch die unvorstellbare Zahl von sechs Millionen Ermordeten, sondern auch durch die unmenschliche Kälte, mit der das NS-Regime Europa mit einer fabrikartigen Logistik des Todes überzog. Die Namen der vielen NS-Vernichtungs- und Konzentrationslager stehen für unfassbares Grauen.

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