Der neue AfD-Pressesprecher Robert Offermann wirbt 2017 für ein Standardwerk der militanten Rechten
Die Hamburger AfD behauptet in ihren letzten Pressemitteilungen zu dem antisemitischen und rechtsterroristischen Anschlag in Halle, sie sei in „Gedanken bei den Angehörigen der Opfer und den Verletzten“. Keine andere Fraktion in Hamburg setze sich so für jüdisches Leben ein wie die AfD. Die Partei weist jegliche politische Verantwortung für das Entstehen eines Klimas von Hass und Hetze als Grundlage für rechtsterroristische Taten weit von sich. Als Kontakt ist der Pressesprecher Robert Offermann angegeben. Ein Hohn: denn der hatte vor wenigen Jahren nicht nur die Diskussionswürdigkeit von Holocaustleugnung propagiert, sondern auf seinem Twitter-Account einen Text beworben, der rechten Terror ideologisch rechtfertigt. In dieser Schrift heißt es, zur Stärkung von Nation und Volksgemeinschaft „zielt der Terrorismus darauf ab, die Menschen zur Beteiligung am Kampf zu ermuntern.“

https://afd-watch-hamburg.org/pressekontakt-brandstifter/

Dass in der AfD auch fundamentale Christ*innen ihren Platz finden, ist allgemein bekannt. So sorgen sich Partei wie auch reaktionäre Gläubige um die Erhaltung der traditionellen Ehe, die angeblich natürlichen Rollen von Mann und Frau. Viele fürchten wie der Teufel das Weihwasser frühkindliche Sexualerziehung, vorehelichen Geschlechtsverkehr sowie homosexuelle und queere Lebensweisen. Wie weit religiös verbrämte Ideologie allerdings gehen kann, offenbart das Beispiel des Abgeordneten Harald Feineis, der aus dem evangelikalen Spektrum kommt und bis vor Kurzem eine Homepage mitverantwortete, welche den Namen „doktorjesus.eu“ trug und Wunderheilungen durch Gebete versprach.
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„Gegen Klimaabzocke und Flüchtlingswahn“ wollten sie demonstrieren.  Am Sonntag versammelten sich etwa 60 Rechtsextreme am Rödingsmarkt – wegen des Regens stand der trostlose Haufen unter der U-Bahn-Brücke. Begleitet wurde die Demo der Gruppe „Deutscher Michael, wach endlich auf“ von Gegenprotest.
Sie wollen das Volk sein, doch in Hamburg bekommen sie keinen Fuß auf den Boden: 60 Rechtsextreme sind am Sonntag gegen „Diesel und CO2“, „Zuwanderergewalt“ und „Islamisten in Hamburg“ auf die Straße gegangen. Aus dem Plan, durch die Stadt zu laufen, wurde nichts. Wie die Polizei mitteilte, verzichteten die Anmelder der Demo angesichts der geringen Teilnehmerzahl auf einen Marsch.
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Anders als zu lesen war, gab Hamburgs Schulbehörde der Max-Brauer-Schule keine Anweisung, Aufkleber zu entfernen. Antifa-Diskussion gehen also klar.
Und ewig grüßt das Murmeltier, könnte man denken. In dieser Woche trumpfte die AfD-Fraktion schon wieder mit einer Anfrage zu Schul-Pinnwänden auf, mit Fotos vom umstrittenen Meldeportal „Neutrale Schule“. Schon wieder geht es um das Stichwort „Antifa“, schon wieder in einem Oberstufenhaus, diesmal bei Max Brauer in Altona.
Doch anders als bei der Ida-Ehre-Schule, wo die Schulaufsicht in den Märzferien ohne Rücksprache mit den Lehrkräften eine Begehung durchführte und Aufkleber entfernen ließ, reagierte Schulsenator Ties Rabe (SPD) diesmal cooler.
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„Ich habe alles für die AfD gegeben – und nichts dafür zurückbekommen.“ Zwei Jahre hat Sven Lohse der Partei in Hamburg die Treue gehalten, seine Existenz für die AfD aufs Spiel gesetzt. Doch jetzt tritt der 58-Jährige aus der AfD aus – und rechnet knallhart mit der Partei ab.

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