Waren es jetzt 1,3 Millionen oder doch nur 20 000? Viel wurde gestritten über die Zahl der Teilnehmer*innen an den verschwörungsideologischen Protesten mit extrem rechter Schlagseite am vergangenen Wochenende. Dass Quantität auch in Qualität umschlagen kann, haben andere bereits entdeckt. Doch muss man sich bei den Veranstaltungen nur die Qualität der Aussagen ansehen, um zu erschrecken: »Statt Distanzierung und einer Absage an Antisemitismus und Rechtsextremismus boten die Versammlungen für ebensolche Artikulation den öffentlichen Raum«, schreibt die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus, kurz: RIAS, in einem Bericht, den sie am Donnerstag veröffentlicht hat. Insgesamt zählt sie elf konkrete Fälle von Antisemitismus bei der Demonstration durch den Berliner Bezirk Mitte mit anschließender Kundgebung vor der Siegessäule.

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