Die Vertreter der Nebenkläger im Prozess gegen einen ehemaligen Wachmann im KZ Stutthof haben eine Verurteilung des Angeklagten wegen Beihilfe zum Mord gefordert. Sie verlangten am Freitag in ihren Plädoyers aber keine höhere Strafe als die bereits vom Staatsanwalt beantragten drei Jahre Haft.

Rechtsanwalt Markus Goldbach sagte, sein in Israel lebender Mandant wünsche keine Strafe für den 93-Jährigen. “Man sollte ihm vergeben”, habe der zurzeit im Sterben liegende ehemalige Stutthof-Gefangene erklärt. Nebenklage-Vertreter Mehmet Daimagüler sagte, auch seine Mandanten wollten ausdrücklich nicht, dass der 93-Jährige ins Gefängnis komme. Der Anwalt sprach sich dafür aus, den ehemaligen Wachmann zu einer Bewährungsstrafe zu verurteilen.

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