Ein Schreiben, eine Seite lang: Am Freitag lag der Brief vom Landeskriminalamt (LKA) in meinem privaten Briefkasten. Kein üblicher Absender für einen Kolumnisten und Autor der taz. Im Betreff heißt es kurz und knapp: „Listen / Datensammlung von Personen des rechten Spektrums“. Wie bitte? Bin ich ein Beschuldigter? Darf ich als Journalist mit dem Schwerpunkt „rechtes Spektrum“ kein Archiv führen?

Erst im fünften Absatz klärt sich der Sachverhalt auf: Das LKA Berlin hat meinen Namen zusammen mit mehreren Bildern in einer Datensammlung von Rechten gefunden. Im Zuge der Beschlagnahmung von „Datenträgern in einer Ordnerstruktur“ sei der Datenbestand festgestellt worden, heißt es im Schreiben.

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