Die Familie von Semra Ertan war in den 1960er Jahren nach Hamburg gekommen. Bei der Gedenkveranstaltung im letzten Jahr hatte ihre Schwester Zuhal berichtet, dass Semra Ertan angesichts der Ausgrenzung und des Rassismus verzweifelt gewesen sei. Sie wollte ein Licht, einer Fackel sein, gegen blinden Hass und Pogromstimmung. Semra Ertan habe bis zum letzten Moment ihres Lebens Gedichte geschrieben. Vor ihrem Freitod hatte sie gegenüber dem NDR und dem ZDF ein Statement abgegeben:

„Ich möchte, dass Ausländer nicht nur das Recht haben, wie Menschen zu leben, sondern auch das Recht haben, wie Menschen behandelt zu werden. Das ist alles.“

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