„Wir setzen uns durch!“ lautete die Botschaft des wenig beachteten, diesjährigen Bundesparteitages der NPD im sächsischen Riesa. Die Frage ist: Gegen wen? Denn die Worte des NPD-Bundesvorsitzenden Frank Franz in seiner knappen, aufgezeichneten Eingangsrede am letzten Wochenende klangen wie eine Warnung. Der Saarländer erinnerte an den 55. Geburtstag der 1964 gegründeten rechtsextremen Partei und betonte: „Schwere Zeiten liegen vor uns!“ Damit meinte er nicht nur die Konkurrenz durch die „Alternative für Deutschland“ (AfD), sondern vor allem die eigenen Kameraden. „Wir haben weder Zeit noch haben wir das Menschenmaterial, auch nur auf einen Mitstreiter zu verzichten“, beschwörte er die Delegierten des Parteitags. Denn in Riesa ging es diesmal um nicht weniger als die geplante „Abschaffung“ der NPD. Öffentlich wurde bisher nur, dass ein Entschließungsantrag des Parteivorstandes um einen „Neustart“ sowie ein „Konzept für die Zukunft“ von 80 der 120 Delegierten angenommen worden war.

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