Soldaten der Waffen-SS ermordeten vor 75 Jahren Hunderte Zivilisten – Kinder, Jugendliche, Frauen. Einer der Täter lebt in Hamburg.
Hamburg. Zum 75. Mal jährt sich in diesen Tagen das Massaker von Sant‘Anna di Stazzema, einem kleinen Bergdorf in der nördlichen Toskana. Es gehört zu den besonders grausamen Vergehen an der Zivilbevölkerung, das jahrzehntelang verborgen war und bis heute strafrechtlich in Deutschland ungesühnt geblieben ist. Nur einer der Täter lebt noch: 97-jährig und schwer dement wohnt er in einem Hamburger Seniorenheim.
Im Roman „Vor der Wand“ (Auszüge in diesem Text in kursiv) wird das Geschehen geschildert. Georg Mertens, die Hauptfigur des Romans, findet die Aufzeichnungen seines Vaters und erfährt so, was Walter Mertens 1944 in Italien getan und worüber er nie mit dem Sohn gesprochen hat:

 

https://www.abendblatt.de/hamburg/article226715047/Das-ungesuehnte-Massaker.html