Spätestens seit dem Mob von Chemnitz ist klar: Wir müssen damit aufhören, die AfD so zu behandeln wie jede andere Partei.
Seit am Sonntag und Montag Neonazis in Chemnitz marodierten, ohne dass die Polizei ihre Ausschreitungen eindämmen konnte, wird mit dem Finger auf Sachsen gezeigt – nicht zu Unrecht, schon weil bereits am Donnerstag der nächste Aufmarsch droht. Doch Rechtsradikale zum sächsischen Problem zu erklären, hieße, die nationale Dimension zu verkennen. Die AfD sitzt in 14 von 16 Landesparlamenten und als Oppositionsführer im Bundestag.
Es ist an der Zeit, sich von der Vorstellung zu verabschieden, man habe es bei dieser selbst ernannten Alternative nur mit einer neuen Oppositionspartei zu tun: Wenn der Bundestagsabgeordnete und Sprecher von Alice Weidel, Markus Frohnmaier, bei Twitter zur Menschenjagd aufruft, kann er kaum deutlicher machen, was die AfD von unserem Staat, unserem Grundgesetz, unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung hält.

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