Endstation Rechts (21.07.08)

Wolfram Schiedewitz, selbständiger Landschaftsarchitekt aus Seevetal bei Hamburg mit einer Außenstelle in Schwerin, firmiert laut der Homepage des „Verein Gedächtnisstätte e.V.“ als dessen Vorsitzender. Nach Angaben der Internetpräsentation seines Architekturbüros bezieht er als Landschaftsarchitekt außerdem eine Vielzahl an öffentlichen Aufträgen. So war er nach eigenen Angaben auch für etliche Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern tätig, u.a. auch für die Landeshauptstadt Schwerin sowie die Städte Wismar und Waren.

Neben seiner offensichtlich erfolgreichen unternehmerischen Tätigkeit engagiert sich Schiedewitz offenbar auch im rechten Milieu. So finden sich beim „Verein Gedächtnisstätte e.V.“ zahlreiche Verbindungen zu exponierten Persönlichkeiten der rechtsextremen Szene. Beispielweise war Ursula Haverbeck-Wetzel Gründungsmitglied und Vorsitzende des Vereins Gedächtnisstätte e.V.

Haverbeck-Wetzel ist Vorsitzende des Collegium-Humanum, einer antisemitischen Organisation. Sie fiel mehrfach wegen der Leugnung des Holocaust auf. Am 07. Mai diesen Jahres wurde das Collegium-Humanum durch das Bundesinnenministerium verboten.

Das Ziel des „Verein Gedächtnisstätte e.V.“ ist es gemäß §1 seiner Satzung „eine würdige Gedächtnisstätte für die Opfer des zweiten Weltkrieges durch Bomben, Verschleppung, Vertreibung und in Gefangenenlagern“ einzurichten. Dazu soll ein „angemessenes Denkmal mit angeschlossener Dokumentation“ errichtet werden. Hier weiterlesen