taz-nord, Hannes Stepputat

In der Gegend um die Asklepios-Klinik in Langenhorn sind noch zahlreiche Straßen nach NS-Medizinern benannt. Ein Verein will aktuell drei umbenennen lassen.
Es geht um den Oehleckerring, die Heynemannstraße und die Theodor-Fahr-Straße, alle tragen die Namen von Ärzten, die sich im Nationalsozialismus an menschenverachtenden Praktiken beteiligt haben oder von ihnen profitierten. Die Straßen sind Teil einer ganzen Reihe von Wegen im Umfeld der Asklepios Klinik Nord, die Namen von NS-belasteten Medizinern tragen. Umbenannt ist erst ein Teil von ihnen.
Die erste Umbenennung erfolgte 1996, erzählt René Senenko vom Verein Willi-Bredel-Gesellschaft. Die Geschichtswerkstatt will zur Entwicklung eines kritischen Geschichtsbewusstseins beitragen. Damals sei auch vereinbart worden, die Namen 13 weiterer Straßen zu prüfen. Doch passiert sei nicht überall etwas. Zuletzt wurden 2016 in dem Quartier die Namen zweier Straßen geändert.
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