Mopo, Kristian Meyer 


Seit fast fünf Jahren steht das Lampedusa-Zelt auf dem Steintorplatz – genehmigt als Dauerkundgebung. Jetzt hat die Versammlungsbehörde neue Auflagen beschlossen. Die Geflüchteten aus Afrika sollen in den Wintermonaten drei der vier Wände immer offen lassen. Für sie ein „weiterer Angriff auf das Zelt“.
In der offiziellen Begründung heißt es, dass das Zelt einsehbar sein muss, auch damit niemand darin schlafen könne – denn dann wäre es keine Versammlung mehr.   
Ali Ahmed, der Sprecher der Gruppe, dagegen hält das nach all den Jahren für Schikane: „Der rot-grüne Senat spielt schmutzige Spiele mit uns.“ Im Jahr 2013 kamen die meisten von ihnen nach Hamburg. Der überwiegende Teil sei 2011 vor dem Bürgerkrieg in Libyen geflohen, so der Sprecher. Nach dem Zwischenstopp Italien, wo es keine Jobs gab, sind sie in Hamburg gestrandet.

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