Die BewohnerInnen der Flüchtlingseinrichtung in Nostorf/Horst protestieren: Sie seien fast komplett vom Verkehr abgeschnitten.
HAMBURG taz | Fast zwei Stunden ist man unterwegs, wenn man von der Hamburger Innenstadt zur Erstaufnahmeeinrichtung Nostorf/Horst fahren möchte. Für Freitag rufen die BewohnerInnen des Flüchtlingslagers zum Protest auf. „Solidarität statt Isolation“, fordern sie, und „Lager Horst abschaffen!“
Die isolierte Lage der Unterkunft wird am heutigen Mittwoch auch die Bürgerschaft beschäftigen. Die Linksfraktion will einen Antrag zum Thema stellen, in dem sie fordert, den BewohnerInnen „erweiterte Mobilitätskarten“, also Fahrkarten für den Hamburger Verkehrsverbund (HVV) und darüber hinaus, zur Verfügung zu stellen. Im Gegensatz zu allen anderen BewohnerInnen Hamburger Erstaufnahmen bekommen die Menschen in Horst keine vergünstigten Fahrkarten für den HVV-Großbereich.

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