Focus online, Ulf Lüdeke

FOCUS Online: Herr Kailitz, die AfD hat in ihrem Konzept für den Bundestagswahlkampf laut FAZ festgelegt, sich zwar „deutlicher gegen Rechtsaußen“ abzugrenzen, aber „nicht jedes Mitwirken individueller AfD-Mitglieder“ in rechtsextremen Gruppierungen zu „thematisieren“ oder „ahnden“. Was bedeutet das für die Partei?

Steffen Kailitz: Die AfD rückt ohne Zweifel seit längere Zeit immer weiter nach rechts und ist nun im Bereich des Rechtsextremismus angekommen. ...Frauke Petry hat sich bereits zum wiederholten Mal mit Marine Le Pen getroffen.

FOCUS Online: Glauben Sie, die Wähler werden das der AfD dauerhaft abnehmen?

Kailitz: Im Augenblick sprechen die Erfolge jedenfalls dafür. Zudem hätte eine konsequente Abgrenzung zum Rechtsextremismus für die AfD im Osten durchaus negative Folgen. In Ostdeutschland würde die Partei nämlich einen großen Teil ihrer Wählerschaft verlieren, der rechtsextrem ist.

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