Neues Deutschland, Gaston Kirsche

Ein breites Bündnis will den »Tag der deutschen Patrioten« blockieren und kritisiert Untätigkeit des Senats
Für den 12. September planen Hooligans und Neonazis einen bundesweiten Aufmarsch in Hamburg. Es könnte die größte rechtsradikale Versammlung seit dem Hooligan-Krawall 2014 in Köln werden.
Für die Hamburger Innenstadt wurde bereits im Mai eine Demonstration angemeldet, in Internetnetzwerken wird seitdem von bekannten Kadern der Hamburger NPD, Kameradschaftern und Hooligan-Kreisen unter dem Motto »Gemeinsam sind wir stark« die Werbetrommel gerührt. Unter dem selben Motto fand im vergangenen Jahr der von Angriffen auf vermeintlich Undeutsche geprägte Aufmarsch in Köln statt, bei dem sich Hooligans zudem heftige Straßenschlachten mit der Polizei lieferten. »Der HoGeSa-Aufmarsch der Nazi-Hooligans im Oktober war ein großer Erfolg für die Rechten«, sagt Felix Krebs vom »Hamburger Bündnis gegen Rechts« (HBgR). »Erstmals seit langem waren wieder Tausende auf der Straße und das Spektrum reichte von organisierten Neonazis über rechte Hooligans bis hin zu AfD- und Pegida-AktivistInnen.«
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