von Sebastian Hennenberger, zu finden auf: der Freitag

Essay: Wie ein destruktiver Konservatismus als Gewalttäter vor Gewalt warnt und einen Kampf der Kulturen beschwört, um seinen Kampf gegen die Schwachen zu verdecken. 

Nun zerfällt Pegida wieder und so schnell wie die Bilder aus Dresden die mediale Öffentlichkeit eroberten, sind sie auch schon wieder verschwunden. Das wird viele Menschen in diesem Land freuen. Überall haben Politiker und Bürger „für ein buntes Deutschland“ demonstriert. Die AfD hingegen hat gemahnt, man müsse die berechtigten Sorgen der normalen Menschen ernst nehmen. Mit ihnen haben sie vor der Gewalt und Andersartigkeit der Muslime gewarnt und den vermeintlich unvermeidbaren Kampf der Kulturen beschworen. Pegida verdanken wir jedoch die Offenlegung einer ganz anderen Wahrheit. Und vor der Notwendigkeit uns mit dieser auseinanderzusetzen, befreit uns auch nicht das erneute mediale Desinteresse an den wirren Parolen.

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