Hamburger Abendblatt, von Christian Unger

Alexander Wolf will für die Alternative für Deutschland in die Bürgerschaft einziehen. Jetzt wurde bekannt, dass er Mitglied einer rechten Burschenschaft ist, die im Fokus des Verfassungsschutzes steht.

Hamburg. Vieles erzählt Alexander Wolf auf seiner Internetseite von seinem Leben. Zum Beispiel, dass er sich in der Oxford-University-Society engagiert, im Elternrat einer Hamburger Schule und beim Bund der Steuerzahler. Dass Wolf seit vielen Jahren Mitglied in der äußerst rechten Burschenschaft Danubia in München ist, schreibt er nicht. Denn Wolf ist auch Politiker in der "Alternative für Deutschland". Von Listenplatz 9 will er am Sonntag in die Bürgerschaft einziehen. Mehrfach sorgten AfD-Mitglieder für Aufsehen, da sie Kontakte zum rechten Rand unterhalten. Auch in Hamburg.

Seit 2001 beobachtet der bayerische Verfassungsschutz die Burschenschaft, stuft die aktiven Studenten als rechtsextremistische Gruppe ein. Im aktuellen Bericht heißt es, dass sich in der Burschenschaft "einzelne Personen" engagieren, "die Beziehungen zur rechtsextremistischen Szene unterhalten oder in der Vergangenheit unterhalten haben. Bei Veranstaltungen der Aktivitas treten seit Jahren auch Referenten aus dem rechtsextremistischen Bereich auf." Die Gruppe der Studenten agiert laut Behörde "revisionistisch" und nationalistisch im "völkischen Sinne".

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