taz, von Andreas Speit

Der AfD-Bürgerschaftskandidat Alexander Wolf ist Alter Herr der Burschenschaft „Danubia“. In Bayern gilt die Verbindung als rechtsextrem.

HAMBURG taz | Der Listenplatz von Alexader Wolf ist nicht ganz aussichtslos. Der Rechtsanwalt ist auf Platz Neun der Landesliste der AfD zur Hamburger Bürgerschaftswahl 2015 aufgestellt. Kommt die Partei am kommenden Sonntag über sechs Prozent, so könnte er Bürgerschaftsabgeordneter werden. Im Hamburger Rathaus säße dann ein Alter Herr einer rechtsextremen Burschenschaft. „Ja, ich bin Alter Herr der Burschenschaft Danubia“, bestätigte Wolf der taz. Für ihn sei das „kein Skandal, keine Geschichte“.

In seiner Vita auf der Webseite seiner Kanzlei gibt Wolf diese Verbindung nicht an. Auf einer älteren Terminliste der „Vereinigung Alter Burschenschafter zu Berlin“ (VAB) ist aber ein „Vortrag von Vbr. Dr. Alexander Wolf (Münchner B! Danubia)“ aufgeführt. Das Thema des Vortages vom 13. Juni 2005 klingt wenig einschlägig: „Erfahrungen im Auslandsstudium“. Die Burschenschaft „Danubia“ aus München, wo Wolf einst studierte, ist aber seit Jahren eindeutig politisch verortet – und zwar weit rechts von der Union, sehr weit rechts.

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