Pressemitteiung der Initiative für ein soziales Wilhelmsburg e.V.

Bewaffneter Angriff durch NPD-Mitglieder im Rahmen einer Wahlkampfveranstaltung in Hamburg-Wilhelmsburg
Am vergangenen Sonntagnachmittag, den 01.09.2013, versuchte die NPD im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg im Hotel "Zur Linde" eine interne Wahlkampfveranstaltung abzuhalten. Angereist waren unter anderen der ehemalige Bundesvorsitzende Udo Voigt, der stellvertretende Vorsitzende und als Schnittstelle zwischen der NPD und militanten Kameradschaften bekannte Thomas ,"Steiner" Wulff, sowie der mehrfach vorbestrafte Landesvorsitzende Torben Klebe und der Landesgeschäftsführer der NPD-Hamburg Jan-Steffen Holthusen.
Nachdem die geheimgehaltene Veranstaltung aufgedeckt wurde, brachen die bis dahin ca. 20 angereisten Mitglieder_innen der NPD die Veranstaltung vorzeitig ab. Während ein Teil der Anwesenden abreiste,koordinierten weitere Neonazis per Telefon gezielte und bewaffnete Angriffe auf eintreffende Antifaschist_innen und Passant_innen in den umliegendenStraßen. So wurden zum Beispiel noch in ca. 500m Entfernung zum Veranstaltungsort Anreisende von fünf Neonazis aus einem Hinterhof mit Eisenstangen attackiert. Von einer weiteren Gruppe Antifaschist_innen wurde von Spähern telefonisch der Aufenthaltsort an zwei Schlägertrupps der NPD durchgegeben. Aus eintreffenden Autos heraus griffen die Neonazis die Gruppe mit Baseballschlägern, Eisenstangen und mindestens einem Messer an. Im Vorbeilaufen zerstachen sie einem Auto von Antifaschist_innen einen Reifen und jagten mehrere hundert Meter hinter den Insassen her. Anderen Antifaschist_innen lauerten Neonazis in einem Gebüsch auf, wieder kam es zu massiven Bedrohungen und Verfolgungen. Nur durch viel Glück und solidarisches Verhalten wurde bei den zahlreichen Übergriffen niemand körperlich verletzt.

Solche Vorkommnisse im Rahmen von NPD-Veranstaltungen sind zwar keine Seltenheit, zeigen aber wieder ein Mal den gefährlichen und menschenverachtenden Charakter neonazistischer Ideologie. Zwar ist der erzwungene Abbruch der Veranstaltung als Erfolg zu werten, dass sich die NPD-Parteispitze samt Schlägertrupps jedoch in Wilhelmsburg trifft und Nazigegner_innen angreift, ist inakzeptabel.Wir rufen daher dazu auf, gerade aufgrund  weiterer zu erwartenden "Wahlkampf"-Aktivitäten der NPD, ebenfalls hinzuschauen und sich einzumischen, wenn Neonazis in Hamburg aktiv sind.

Kein Platz für Neonazis in Wilhelmsburg und sonstwo! Denn: Faschismus ist
keine Meinung sondern ein Verbrechen!
Für eventuelle Rückfragen und Anmerkungen stehen wir per Mail zur
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Initiative für ein soziales Wilhelmsburg e.V.