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Punktsieg für liberale Burschenschafter: Laut Richterspruch darf ein umstrittener Chefredakteur der Szene als "Kopf der rechtsextremistischen Bewegung" bezeichnet werden.
Das Landgericht Bonn hat liberale Kräfte innerhalb der Burschenschaften gestärkt. Die Richter sahen es als zulässig an, den Chefredakteur der Verbandszeitschrift Burschenschaftliche Blätter, Norbert Weidner, als "höchstwahrscheinlich einer der Köpfe der rechtsextremistischen Bewegung" zu bezeichnen, "die aus Burschenschaften, NPD und Kameradschaften besteht".
Die Äußerung sei im Sinne der grundgesetzlich geschützten Meinungsfreiheit zulässig und sei keine unzulässige Schmähkritik, urteilten die Richter. 

Im Gerichtssaal standen sich der Wirtschaftsjurist Weidner und der Hamburger Ernährungswissenschaftler Christian Becker gegenüber – beide Mitglieder der Bonner Burschenschaft Raczeks. Erstmals trugen zwei Mitglieder derselben Verbindung einen solchen Streit außerhalb der burschenschaftseigenen Gerichtsbarkeit aus.

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Anmerkung: Norbert Weidner lebt bei Hamburg und ist einer der wichtigsten Drahtzieher bei extrem rechten Burschenschaften in der Stadt