taz, von Marco Carini
Immer wieder stören Rechtsausleger in den eigenen Reihen den Seelenfrieden der Jungen Union. Der neueste Fall: ein Bürgerschafts-Kandidat der rechtsextremen DVU, der in der Schüler-Union zu Amt und Würden kam.

"Ganz unterschiedlich", findet die Landeschefin der Jungen Union (JU), Ina Diepold, seien "die Einzelfälle gelagert". Eine Unterwanderung der Hamburger JU durch "rechte Mitglieder" kann die 28-Jährige deshalb nicht erkennen. Doch die Einzelfälle mehren sich: Zum dritten Mal innerhalb eines halben Jahres geriet die Jugendorganisation des zukünftigen GAL-Koalitionspartners jetzt durch Rechtsausleger in den eigenen Reihen in die Schlagzeilen.


Neuester Fall: Der 18-jährige Schüler Patrick Schlemmer, der gleichzeitig als Altonaer Vize-Kreisvorsitzender der Hamburger Schüler Union (SU) und Bürgerschaftskandidat der rechtsextremen DVU in Hamburg Politik machte. Das politische Doppelleben des Schülers, dessen Vater der Hamburger DVU-Chef Günter Schlemmer ist, bemerkte in der CDU monatelang niemand. Hier weiterlesen