Am 1. Mai werden in Hamburg-Barmbek tausende AntifaschistInnen mit einer Demonstration und mehreren Kundgebungen gegen den Aufmarsch von NPD und den so genannten „Freien Nationalisten“ protestieren. Das kündigte das Hamburger Bündnis gegen Rechts (HBgR) und der Zusammenschluss Autonomer Antifaschistischer Gruppen aus Hamburg an. “Wir wollen möglichst viele Nazigegner nach Barmbek  mobilisieren: Ziel ist und bleibt die Verhinderung des faschistischen Aufmarsches“, so der Sprecher des Hamburger Bündnis gegen Rechts, Wolfram Siede.

Welches menschenverachtende Weltbild die Nazis auszeichnet, ist bekannt. Vorgestern wurde ein 18-jähriger Neonazi aus dem Kreis Rothenburg/ Wümme unter dringendem Tatverdacht festgenommen, in der Nacht zum Ostersamstag einen Brandanschlag auf ein muslimisches Gebetsraum in Sittensen verübt zu haben. Der Tatverdächtige kommt aus dem Spektrum der „Freien Kameradschaften“. Führende Kader aus diesem Spektrum wie Christan Worch sind wesentlich an der Organisation des Naziaufmarsches beteiligt.

Gegen den NPD-Vorsitzenden Udo Voigt und zwei weitere Funktionäre der neonazistischen Partei läuft ein Verfahren wegen Volksverhetzung. Im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 haben sie mit einer rassistischen Kampagne versucht, dem Fußballspieler Patrick Owomoyela aufgrund seiner Hautfarbe die Zugehörigkeit zur deutschen Nationalmannschaft abzusprechen.

Zudem habe man den den 1. Mai 1933 nicht vergessen, sagt Bündnissprecher Wolfram Siede. „Erst erklärte die NSDAP den ,internationalen Tag der Arbeit’ zum ,Feiertag der nationalen Arbeit’. Am darauf folgenden Tag stürmten dann SA- und SS-Trupps die Gewerkschaftshäuser und zerschlugen die Organisationen der Arbeiterbewegung. Vor diesem Hintergrund begreifen wir den geplanten Nazi-Aufmarsch am 1. Mai eine gezielte Provokation und rufen alle Hamburgerinnen und Hamburger auf, sich den Nazis friedlich und entschlossen in den Weg zu stellen.“

Wolfram Siede für das Hamburger Bündnis gegen Rechts

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