Andreas Dey, Hamburger Abendblatt
Der designierte Bürgermeister steht einer schlagenden Studentenverbindung nahe. Das ist den Grünen "suspekt".
Christoph Ahlhaus soll Ole von Beust nachfolgen. Bis dato war er Innensenator.
Die Tatsache, dass Christoph Ahlhaus aus Heidelberg stammt, hat seiner Karriere in Hamburg bislang nicht geschadet. Wenn er am 25. August in der Bürgerschaft von der schwarz-grünen Koalition zum Nachfolger von Ole von Beust gewählt wird, ist der CDU-Politiker am Ziel: Erster Bürgermeister, mehr geht in Hamburg nicht.
Allerdings holt den Noch-Innensenator jetzt eine Episode seiner Heidelberger Zeit ein, die die Wahl gefährdet. Als Kommunalpolitiker hatte Ahlhaus vor zehn Jahren Kontakt zu der schlagenden Studentenverbindung "Turnerschaft Ghibellinia" und wird seitdem dort als "Conkneipant" geführt. Mit Kneipe ist in Verbindungen ein Fest oder eine Veranstaltung gemeint, ein Conkneipant darf daran teilnehmen, ohne "Aktiver" (Student) oder "Alter Herr" (ehemaliger Aktiver) zu sein.

Weiterlesen