Von F. Hanauer und O. Dittmann 10. September 2009, Welt online

Die Fronten vor dem zweiten Schanzenfest sind verhärtet. Jetzt verfassen 40 Gewerbetreibende im Schanzenviertel eine Erklärung, die sich für das Fest ausspricht. Die Polizei rechnet aber wieder mit Ausschreitungen in der Nacht. Unterdessen klagt die NPD, die am Freitagabend eine Kundgebung plant, gegen das Verbot von Springerstiefeln

Die Fronten vor dem zweiten Schanzenfest des Jahres sind verhärtet. Zwar kündigte Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) an, am Sonnabend im Schanzenviertel noch mehr Einsatzkräfte als am 4.?Juli aufzubieten. Dennoch scheint dies vor Ort auch auf Widerstand zu stoßen. Jetzt sprechen sich zahlreiche Gastronomen und Einzelhändler gegen eine „Einmischung“ aus. Knapp 40 Restaurants, Cafés, Läden, Vereine und Initiativen unterschrieben eine Erklärung, in der es heißt: „Wir fordern den Bezirk Altona, die Innenbehörde und die Polizei auf, uns unser Stadtteilfest ohne Einmischung feiern zu lassen.“

Unter den Erklärenden, die überwiegend im Schulterblatt und in der Schanzenstraße ansässig sind, finden sich etwa das 3001 Kino, das „Café Stenzel“ und die Buchhandlung im Schanzenviertel. Sie fordern eine „Politik mit Augenmaß“ und werfen der Polizei vor, dass sich bereits drei Stunden vor Beendigung des ersten Schanzenfestes große Polizistengruppen durch die feiernden Menschen gedrängelt hätten. Es sei nachher „wahllos auf Menschen eingeprügelt“ worden.

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