Hamburger Abendblatt

Pinneberg - In Pinneberger droht am Sonnabend, 6. Juni, der Ausnahmezustand. Unter dem Motto "Gemeinsam für eine deutsche Zukunft" haben Neonazis für diesen Tag einen Marsch quer durch die Stadt angemeldet. Gegendemonstrationen sowie ein großes Polizeiaufgebot dürften die Konsequenz sein.

Bisher liegt dem Kreis Pinneberg laut Sprecher Marc Trampe nur die Anmeldung der rechten Kräfte vor. Die Versammlungsbehörde muss nun entschieden, ob die Kundgebung wie angemeldet erlaubt werden kann, ob eine Genehmigung nur unter strengen Auflagen erfolgt oder ob ein Verbot ausgesprochen werden muss. Trampe: "Wir halten engen Kontakt mit der Polizei, warten auf eine entsprechende Gefährdungsanalyse."

Anmelder der Demo soll nach Informationen der Pinneberger Zeitung der Neonazi Thomas Wulff sein, Gründer des sogenannten Aktionsbüros Norddeutschland und inzwischen NPD-Mitglied. Er wirbt in einschlägigen Internet-Foren damit, dass die Veranstaltung "ein Signal gegen Überfremdung" setzen soll. Angeblich werden am 6. Juni in Pinneberg 250 Gesinnungsgenossen erwartet, die um 12 Uhr vom Bahnhof aus mit Fahnen, Transparenten und Megaphonen über Verbindungsstraße, Damm, Hindenburgdamm, Elmshorner Straße und Friedrich-Ebert-Straße einmal quer durch die gesamte Stadt ziehen wollen. weiter lesen