Auch in diesem Jahr prämiert der Jugendwettbewerb "Zivilcourage vereint" kreative Ideen gegen Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rechtsextremismus. Norman Paech hat erneut die Schirmherrschaft für Hamburg übernommen.

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Teilnehmen können junge Leute von ca. 16 bis 26 Jahren, die wir bis zum 3. April um Einsendung ihrer Projekte bitten. Das Spektrum der Möglichkeiten  - von künstlerischen Beiträgen über selbstgestaltete Websites bis hin zu Handbüchern für die politische Praxis -- ist nahezu unbegrenzt. Einen Einblick in die Beiträge der vergangenen Jahre gibt die Website http://www.zivilcourage-vereint.de/. Für Hamburg wurde zuletzt David Schultz a.k.a. Holger Burner ausgezeichnet.

Die besten Einsendungen werden von einer Fachjury ausgewählt, die Gewinnerinnen und Gewinner zu einer einwöchigen Reise nach Österreich im Sommer 2009 eingeladen. Dort werden sie u. a. Orte des Widerstands gegen den Nationalsozialismus besuchen und Gespräche mit Zeitzeugen führen.

Norman Paech über seine Motivation, den Wettbewerb erneut auszurichten: "Immer wieder versuchen Neonazis, sich als Teil gesellschaftlicher Normalität in unserer Stadt zu präsentieren - sei es mit Aufmärschen, mit rechten Devotionalien-Shops, mit dem Verteilen von CDs mit Nazi-Musik auf Schulhöfen. Mobile Beratungsteams, die in Schulen und Stadtteilen bei Konflikten mit Rechtsextremen helfen, sind richtig und notwendig. Doch sie reichen nicht aus, um Jugendliche gegen die braune Krankheit zu immunisieren. Das kann nur die eigenständige, aktive Auseinandersetzung mit den historischen Hintergründen, mit den Ursachen und Dimensionen von Fremden- und Minderheitenhass. Ich hoffe, der Wettbewerb regt noch mehr junge Leute - ob einzeln, im Freundeskreis oder in der Schule - zu dieser Auseinandersetzung an."