taz, der rechte rand

Ein paar Suchkriterien beim Online-Immobilienmarkt eingeben. Einige wenige Mausklicks weiter, schon ist ein Immobiliendeal mit rechtsextremen Inserenten möglich: Neonazianwalt Jürgen Rieger bietet auf ImmobilienScout24 zwei Doppelhäuser an. In nobler Lage, im Hamburger Treppenviertel in Blankenese.
"Bevor ein Inserat online gestellt wird, machen wir keine Überprüfung", sagt eine Sprecherin von ImmobilienScout24. Sie erklärt: Der Anbieter schaltet auf der Website alles selbst. Eine Vorabkontrolle sei auch wegen der mehr als 25.000 gewerblichen und etwa 70.000 privaten Immobilienanbieter auf der Website kaum möglich.

Das Mehrfamilienhaus liegt nahe Riegers Kanzlei im feinen Stadtteil. Der Kaufpreis ist für die Gegend auffallend günstig: "Mindestgebot 300.000 Euro". Der äußere Zustand - Fenster kaputt, Balkon funktionsunfähig - erklären den Preis für das renovierungsbedürftige Haus und lassen erahnen, welche Kosten für die Instandsetzung der zwölf Zimmer entstehen könnten.

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