Sie kamen mit bunten Fahnen und Transparenten: Rund 1500 Menschen haben am Sonnabend in Bad Segeberg gegen Neonazis und rechte Gewalt demonstriert. Die Kleinstadt in Schleswig-Holstein ist neue Wirkungsstätte eines vorbestraften Rechtsextremen, der versucht, hier einen „Arischen Zirkel“ aufzubauen.

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Der Sportverein TuS Appen musste lange vor Gericht kämpfen, um einen NPD-Kader ausschließen zu können. Anfang der Woche hat das Landgericht Itzehoe entschieden, dass der Ausschluss des Hamburger Landesvorsitzenden Lennart Schwarzbach zulässig war. Eine Klage gegen den Rauswurf wies das Gericht ab.

Der Vorsitzende des Sportvereins im Kreis Pinneberg, Wilfried Diekert, ist mehr als erleichtert. 2014 war Schwarzbach Mitglied des Vereins nahe Hamburg geworden, um Fußball zu spielen.

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Unter dem Motto "Grindel leuchtet" erinnern Anwohner des Hamburger Grindelviertels am Sonnabend an die ermordeten Juden in ihrem Stadtteil. Von 16.30 Uhr an wollen sie Kerzen neben die Stolpersteine stellen, die vor den Häusern auf die ehemaligen jüdischen Bewohner hinweisen. Seit 1995 erinnert der Künstler Gunter Demnig mit seinem Projekt durch kleine Gedenksteine an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Bis jetzt wurden in Hamburg 5684 Stolpersteine verlegt.

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Neuengamme - Jüdische Nachbarn, Kollegen, Mitschüler werden abgeholt und verschwinden. All das geschieht mitten in der Nachbarschaft, zum Teil vor den Augen der Anwohner. Doch nicht jeder hatte den Mut, sich aufzulehnen. Eine neue Ausstellung aus Amerika in der Hamburger KZ-Gedenkstätte Neuengamme zeigt, wie gewöhnliche Menschen sich während der Judenverfolgung unter der Hitler-Diktatur verhielten.

Warum nahmen einige mit größtem Eifer an der Verfolgung von Juden teil, während andere Mitläufer waren? Warum haben so wenige den Menschen, die zu Opfern gemacht wurden, geholfen? Diesen Fragen geht die Ausstellung „Einige waren Nachbarn“ des Washingtoner Holocaust-Museums nach, die ab Dienstag, 5. November in der Gedenkstätte in Hamburg-Bergedorf zu sehen ist.

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Der Ausschluss des Hamburg NPD-Landesvorsitzende Lennart Schwarzbach aus dem Sportverein TuS Appen (Kreis Pinneberg) war rechtlich in Ordnung. Das hat das Landgericht Itzehoe entschieden. Der TuS Appen hatte Schwarzbach ausgeschlossen. Er hatte gegen den Ausschluss geklagt. Das Itzehoer Landgericht hat die Klage nun abgewiesen.

Der Vereinsvorsitzende, Wilfred Diekert, setzte sich für den Ausschluss Schwarzbachs ein.
Das war nicht die erste Klage Schwarzbachs gegen den Ausschluss. Zwei Mal hatte der Verein bereits seine Satzung geändert, vor Gericht einen Prozess gewonnen und einen verloren. Denn für den Verein steht fest, ein Rassist passt nicht zu ihnen. 2015 war Schwarzbach Vereinsmitglied geworden, weil er in Appen Fußball spielen wollte. Doch nachdem seine Mannschaftskollegen von seinem politischen Engagement erfuhren, forderten sie seinen Ausschluss.
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