Hamburg – Was fördert die Schlammschlacht in Hamburgs AfD noch zu Tage? Jetzt klagt Schatzmeisterin Nicole Jordan (43) gegen Fraktions-Chef Jörn Kruse (69) auf Unterlassung. Es geht um üble Nachrede und die Weitergabe persönlicher Daten.

Jordan ist zeitgleich Büro-Assistentin der Fraktion. Und dort steht es um das Arbeitsklima offenbar schlecht! BILD liegt ein interner Schriftsatz vor, der Fraktions-Geschäftsführer Thorsten Prenzler (46) belastet. Die Vorwürfe: Prenzler sei cholerisch, extrem reizbar und „verlasse dabei die sachliche Kommunikationsebene“. Regelmäßig würden AfD-Abgeordnete Opfer seiner verbalen Ausfälle.

Weiterhin wird ein Vorfall aus dem November 2016 geschildert.

Prenzler sei Jordan im Streit in die Teeküche der Geschäftsstelle gefolgt. Er habe die Tür geschlossen und Jordan so laut angebrüllt, dass es bis zum Empfang zu hören gewesen sei. Zudem habe er sich vor die geschlossene Tür gestellt und Jordan daran gehindert, die Küche zu verlassen.

Die schwangere Jordan schweigt ob des schwebenden Verfahrens gegen Kruse. Sie ist krankgeschrieben – um durch das für sie zermürbende Arbeitsklima ihr ungeborenes Kind nicht zu gefährden. Nach eigenen Angaben hatte Sie bereits im April stressbedingt eine Fehlgeburt erlitten.

Weiter

Fraktions-Sekretärin von Anwalt verhöhnt. Partei-Schatzmeisterin und Fraktions-Sekretärin Nicole Jordan (43) hat die Bürgerschafts-Fraktion sowie den Vorsitzenden Jörn Kruse (69) auf Unterlassung verklagt. Jordan wirft den Beklagten üble Nachrede und die Herausgabe persönlicher Daten vor.

Auch der dritte Gütetermin vor dem Arbeitsgericht endete ohne Einigung. Einziger Fortschritt: Die Beklagten räumten ein, Jordan zukünftig keine grobe Pflichtverletzung mehr vorzuwerfen. Dafür lieferten sich die Anwälte der Beteiligten einen Schlagabtausch! Jordans Rechtsbeistand Dr. Florian Schiefer: „Das sind gezielte Mobbing-Aktionen gegen meine Mandantin. Sie wird diskreditiert und seelisch fertig gemacht.“

AfD- und Kruse-Jurist Dr. Heiko Granzin: „Das ist hier keine Wahlkampf-Veranstaltung.“

Und: BILD liegt ein Schreiben Granzins an Jordans Anwalt vor, in dem er triefend die politischen Ambitionen Jordans verhöhnt. Jordan „buhle“ in der Partei um Ämter („ggf. aus einer gewissen Selbstverkennung heraus“), halte sich darüber hinaus „ernsthaft für geeignet, innerhalb des politischen Meinungsbildungsprozesses der Partei eine tragende Rolle zu spielen“.

Weiter

Eckhard Stengel

Die „Sozialistische Gleichheitspartei“ (SGP) wirft dem aus Talkshows bekannten Professor der Berliner Humboldt-Universität schon länger vor, dass er Nazi-Verbrechen verharmlose. Im September veröffentlichte sie online einen Artikel, in dem ein Student mit den Worten zitiert wurde: „Jörg Baberowski nennt sich Historiker, aber er betreibt eigentlich Propaganda und Geschichtsfälschung.“ Der 56-Jährige beantragte daraufhin beim Landgericht Hamburg eine Einstweilige Verfügung gegen die trotzkistische Partei, um ihr das Wort „Geschichtsfälschung“ verbieten zu lassen.
weiterlesen

Die rechte Szene der sogenannten Reichsbürger ist in Hamburg größer als bislang angenommen. Rund 120 Menschen stuft der Hamburger Verfassungsschutz zurzeit als "Reichsbürger" oder sogenannte Selbstverwalter ein, wie ein Sprecher sagte. Bei rund zehn Prozent von ihnen lägen zudem Anhaltspunkte für rechtsextremistische Bestrebungen vor.
weiterlesen

Barmbek – Trotz ihres Erfolgs bei der Bundestagswahl zerlegt sich die rechtspopulistische AfD in vielen Landtagen selbst. Riesen-Zoff in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern, Parteiaustritte, Querelen.  In Hamburg blieb es bisher ruhig – bis jetzt! Denn hinter den Kulissen brodelt es auch hier in Partei und Fraktion.
JETZT GIBT‘S SOGAR EINEN PROZESS: AFD GEGEN AFD!
Gestern der erste Gütetermin am Arbeitsgericht. BILD erfuhr: Schatzmeisterin Nicole Jordan (43) geht juristisch gegen die Bürgerschafts-Fraktion und Fraktionschef Jörn Kruse (69, bildet mit Alexander Wolf eine Doppelspitze) vor.
Klage auf Unterlassung!
Jordan auf Nachfrage: „Es geht hier um die Weitergabe persönlicher Daten und um üble Nachrede innerhalb der Fraktion. Damit muss Schluss sein. Ich bin seit einiger Zeit für die Fraktionsarbeit krankgeschrieben.“ Jordan ist nicht nur Landesschatzmeisterin der Partei, sondern auch als Büro-Assistentin bei der Fraktion angestellt. Und genau in diesem Job fühlt sie sich schlecht behandelt. Sie sagt sogar: „Ich bin im 7. Monat schwanger. Im Frühjahr habe ich stressbedingt eine Fehlgeburt erlitten. Ich möchte nicht, dass sich das wiederholt.“ Der Gütetermin gestern war schnell vorbei: Der Anwalt der Beklagten tauchte nicht auf, der Prozess wurde vertagt.
Was sagt Kruse zu den Mobbing-Vorwürfen? Nichts! Auf Nachfrage gab die Fraktion an, er weile im Urlaub. Und Chef-Kollege Wolf sagt nur: „Zu einem schwebenden Verfahren möchten wir uns nicht äußern.“

Quelle