Völkische Orientierungen, kulturrassistische Konzepte, unter anderem anti-islamisch: Dafür steht die deutsche „Identitäre Bewegung“ (IB). Kaum zu glauben, dass eine solche Gruppierung jetzt die Vormundschaft für minderjährige Flüchtlingen übernehmen will. Die Idee kam vom Hamburger Ableger der Organisation. Zuerst hatte das Onlineportal „Vice“ berichtet.
Die Identitären gehören zu den „Neuen Rechten“ und werden vom Verfassungsschutz als „rechtsextrem“ bewertet. Die Rechtsradikalen machten sowohl als Internetphänomen als auch mit ihren Aktionen auf sich aufmerksam, gelten heute als eine der aktivsten rechtsextremen Jugendbewegungen Deutschlands.
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Zehn Menschen sollen vom NSU getötet worden sein. Auf Einladung der Uni kommt nun der Bruder eines der Opfer nach Bremen. Im Interview erzählt er vorab, wie er den Umgang mit dem Mord erlebt hat.
Gedenken an Süleyman Tașköprü im Jahr 2012: Der 31-jährige Obst- und Gemüsehändler wurde in seinem Laden in Altona erschossen.

Herr Tașköprü, 2001 wurde ihr Bruder ermordet. Noch immer läuft der Prozess, ein Mammutverfahren mit bisher mehr als 400 Tagen. Wie nehmen Sie den Prozess wahr – und waren Sie bei Gerichtsterminen in München?
Osman Tașköprü: Das meiste verfolge ich über Nachrichten und im Fernsehen. Es zieht mich zu sehr runter, vor Gericht dabei zu sein. Ich würde wütend werden und das möchte ich nicht. Aber ich war im Gericht, als mein Vater dort als Zeuge seine Aussage gemacht hat. Er war ja derjenige, der meinen Bruder in unserem Obst- und Gemüseladen gefunden hat. Mein Vater war unterwegs, um Oliven zu kaufen, und als er zurückkam, fand er meinen Bruder in einer Blutlache. Er hat erst gedacht, das ist nicht Blut, das ist vielleicht Wein. Im ersten Moment hat er gar nicht verstanden, was los war.
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AfD-Bürgerschaftsvizepräsident könnte auch in Bezirksversammlung einziehen. Er knüpft bestimmte Erwartungen an ein mögliches Mandat.Hamburg.  Ein Doppelmandat als Abgeordneter der Bürgerschaft und der Bezirksversammlung hat aktuell kein Hamburger Politiker inne. Doch das könnte sich jetzt ändern. Der Vizepräsident der Bürgerschaft, Detlef Ehlebracht (AfD), wird künftig wahrscheinlich auch in der Bezirksversammlung Mitte sitzen. "Ich prüfe zurzeit, inwiefern ich diese beiden Mandate miteinander zeitlich vereinbaren kann. In Kürze werde ich eine Entscheidung treffen", sagte Ehlebracht dem Abendblatt. Ein Doppelmandat sei aber generell kein Problem für ihn, zudem hätten das Mitglieder anderer Parteien in der Vergangenheit auch schon gehabt.

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Nie wieder Presseball am 27. Januar: Das hat die Stiftung der Hamburger Presse entschieden. Karsten Lüchow, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, sagte: "Wir haben unterschätzt, dass die Sensibilität für dieses Thema gestiegen ist". Der 27. Januar ist seit 1996 der offizielle Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.

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Es ist wieder diese Zeit im Jahr - die Zeit der Jahresrückblicke. Wir blicken auf Rechtsextremismus und Rechtpopulismus in allen Bundesländern – und heute auf Hamburg. Hier geht die AfD aus 2017 geschwächt hervor, nach viel zivilgesellschaftlicher Gegenwehr und internen Machtkämpfen. "Thor Steinar“ eröffnet im März einen Laden in Hamburg – und verliert ihn zum Januar 2018 wieder.

Für den Belltower.News-Jahresrückblick sprechen wir mit zivilgesellschaftlichen Initiativen und Akteur_innen über die Situation in ihrem Bundesland. Das Interview mit Felix Krebs vom „Hamburger Bündnis gegen rechts“ führte Simone Rafael.

Was waren die wichtigsten Ereignisse und Akteure in Hamburg im Rechtspopulismus?
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