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Noch nicht einmal Aufklärung, Gedenken an Süleyman Taşköprü

Erklärung an das Bezirksamt HH-Mitte / Ausländerbehörde und Behörde für Inneres und Sport

Wir, das Hamburger Bündnis gegen Rechts, erklären uns solidarisch mit unserem langjährigen politischen Weggefährten Ertugrul (Adil) Yigit und fordern das Bezirksamt Hamburg-Mitte auf, die Aufenthaltsgenehmigung, die nur bis Ende Februar 2018 erteilt wurde, umgehend zu verlängern.

Wir kennen Adil Yigit seit Jahrzehnten und schätzen sein Eintreten für eine solidarische, multikulturelle Gesellschaft, sein Engagement gegen Rassismus und Faschismus, seine journalistische Arbeit und sein Kampf für Menschenrechte hier und in der Türkei. Wir können die behaupteten Abschiebegründe in keiner Weise nachvollziehen. Adil Yigit lebt seit über 35 Jahren in Hamburg. Hier ist sein Lebensmittelpunkt, hier arbeitet er seit Jahrzehnten, hier hat er ein familiäres und soziales Umfeld.

Eine Abschiebung in die Türkei bedeutet für Herrn Yigit mit hoher Wahrscheinlichkeit Repression seitens der türkischen Sicherheitsbehörden, möglicherweise auch Gefängnis. Der Umgang mit kritischen Journalisten und Oppositionellen in der Türkei ist hinreichend bekannt. Informationen können Sie z.B. bei Amnesty International finden, die eine Kampagne für die Meinungsfreiheit in der Türkei führen.

Selbst der Bürgermeister der Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz, äußerte sich anlässlich des umstrittenen Besuchs des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu im Frühjahr 2017 dahingehend, dass die Türkei immer mehr zur Autokratie werde, dass Journalisten und Oppositionelle in der Türkei verhaftet und rechtsstaatliche Prinzipien missachtet würden.

Wir bitten Sie, Ihre Entscheidung zu ändern und für eine dauerhafte Lebensperspektive in Hamburg von Herrn Yigit einzutreten.

Mit freundlichen Grüßen
Hamburger Bündnis gegen Rechts

Auschwitz darf niemals in Vergessenheit geraten     woche des gedenkens bild

im Bezirk Hamburg-Nord vom 16.01. - 27.03.2018

Die Wiederkehr des Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar ist Anlass für die Veranstaltungsreihe ‚Woche des Gedenkens‘ im Bezirk Hamburg-Nord gegen das Vergessen und für ein gemeinsames Gedenken an die Opfer des Holocaust und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Mit Ausstellungen, Vorträgen, Lesungen, Gesprächen und Diskussionen bis hin zu Inszenierungen, Filmvorführungen und Stadtteilrundgängen beteiligen sich zahlreiche Kultureinrichtungen, Schulen, Bücherhallen, Initiativen und engagierte Bürger.

Die zentrale Feierstunde der Bezirksversammlung findet im Großen Sitzungssaal des Bezirksamtes Hamburg-Nord, Robert-Koch-Straße 17, statt.

Veranstaltungen      Flyer

 Wir wünschen Euch schöne Tage und einen guten Rutsch!

Gruesse 2018 HBgR

 

 

Kundgebung und Demo: 22.12.2017, 16:30 Uhr, S-Bahnhof Veddel

Am 17. Dezember 2017 wurde auf der S-Bahn-Station Veddel ein Sprengsatz, vermutlich mit Nägeln und Schrauben versehen, abgestellt und gezündet. Mindestens eine Person erlitt ein Knalltrauma und ein gläserner Windfang wurde zerstört. Glücklicherweise kamen - soweit bekannt - keine weiteren Personen körperlich zu Schaden. Als mutmaßlicher Täter wurde ein 51-jährige Mann aus Harburg festgenommen. Bei diesem handelt es sich Stephan K. Er ist einer der  beiden verurteilten Neonazis, die  Gustav Schneeclaus umbrachten. Dieser wurde am 18. März 1992 am Buxtehuder Busbahnhof  ermordet, da er Hitler als größten Verbrecher bezeichnete.

Wir verstehen diesen Anschlag als rechten Terror. Die Hamburger Polizei hingegen hat zunächst ein mögliches rassistisches und rechtes Tatmotiv nicht benannt und einen terroristischem Hintergrund bereits am Sonntag ausgeschlossen. Die Veddel und Wilhelmsburg sind migrantisch und alternativ geprägte Stadtteile. Einen Sprengsatz an einem zentralen Verkehrsknotenpunkt zwischen diesen Stadtteilen hat nicht nur das Ziel, die hier lebenden Menschen zu verletzen, sondern darüber hinaus ein Bedrohungsszenario und Angst zu schaffen. Dieser Anschlag an diesem Ort ist daher als rassistisch motiviert zu verstehen. Die neonazistische Geschichte des mutmaßlichen Täters bestätigt uns darin. Angst und Verunsicherung zu verbreiten kennzeichnet rechten Terror und reiht sich ein in die zahlreichen und zunehmenden rechten Angriffe und Anschläge der vergangenen Jahre.

  • Wir fordern rechten Terror als solchen unmissverständlich zu benennen!
  • Keine Verharmlosung des rechten Terrors!
  • Wir fordern eine lückenlose Aufklärung des Tathergangs und der Motivation.
  • Gemeinsam & solidarisch rechten Terror und Rassismus bekämpfen!

    Kundgebung und Demo
    Freitag 22. Dezember 2017 16:30 Uhr
    S-Bahnhof Veddel (Wilhelmsburger Platz)

    Antifaschistische und Antirassistische Gruppen Hamburg

Das Hamburger Bündnis gegen Rechts unterstützt die
Kundgebung zum Gedenken an Ramazan Avci

Donnerstag, 21.12.2017 indexum 18.00 Uhr,
Ramazan-Avcı-Platz
(S-Bahnhof Landwehr)

Am 21.12.1985 wurde Ramazan Avcı zusammen mit seinem Bruder und einem Freund am Bahnhof Landwehr aus einer bekannten Skinheadkneipe heraus angegriffen. Sein Bruder und der Freund konnten in letzter Sekunde in einen Linienbus fliehen, der ebenfalls von den Nazis angegriffen wurde. Ramazan Avcı rannte auf die Fahrbahn und wurde von einem Auto erfasst und meterweit durch die Luft geschleudert. Nach dem er auf der Straße aufschlug, liefen mindestens drei Skins auf ihn zu. Ramazan Avcı wurde auf dem Boden liegend mit Baseballschlägern, Axtknüppeln und Fußtritten brutal malträtiert und verstarb am 24.12.1985 an den Folgen dieser Schläge im Krankenhaus. Wenige Tage später wurde sein Sohn geboren, der nach ihm benannt wurde.

...

Wir wollen an diesem Tag Ramazan Avcı gedenken und an andere Opfer von rassistischen Übergriffen erinnern. Die Familie Avcı wünscht sich, dass bei der Kundgebung vornehmlich Familienangehörige von Opfern rassistischer Gewalt zu Wort kommen. Ein Beitrag in Form von Blumen (Rosen) ist erwünscht.

Initiative zu Gedenken an Ramazan Avcı, vollständiger Aufruf hier

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Unsere früheren Aktivitäten findet Ihr im Archiv