Ab 05.09. jeden 1. Mittwoch in Hamburg - rechter Hetze entgegentreten! Kein Platz für Nazis und Rassist*innen
Demo Mi., 07. Nov 2018 um 17:30 Uhr Hachmannplatz
+++ Mahnwache am Stadthaus +++ jeden Freitag +++ 17:00 - 18:00 Uhr +++
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Misch Dich ein! AGR Aktiventreff
Treffen jede gerade Kalenderwoche Dienstag, 19 Uhr, Raum Kubus, Centro Sociale, Sternstr. 2, 20357 HH
Noch nicht einmal Aufklärung, Gedenken an Süleyman Taşköprü

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Der Aufruf kann hier unterzeichnet werden!


Unter dem Motto „Merkel muss weg!“ gibt es seit Anfang Februar 2018 rechte Montagsdemonstrationen in der Hamburger Innenstadt. Obwohl die Beteiligung von Neonazis und extrem Rechten an der Organisation der Demos zahlreich belegt ist, wird versucht, sich selbst mit der uneindeutigen Forderung „Merkel muss weg!“, als bürgerliche Demokrat*innen auszugeben und das politische Anliegen als legitim darzustellen.

Die rechten Anti-Merkel-Demos kritisieren jedoch Merkel von rechts Außen, indem sie sie als Bundeskanzlerin stellvertretend für eine vermeintliche Überfremdung verantwortlich machen und fordern, die Grenzen dicht zu machen und geflüchtete Menschen abzuschieben. Diese personalisierte Kritik ist nicht neu, sondern bekannt und wird von Rassist*innen immer häufiger als Strategie genutzt, um ein rechts-konservatives Milieu politisch auf die Straße zu bringen. Unter dem Vorwand für Presse und Meinungsfreiheit einzutreten, werden rassistische und menschenverachtende Positionen in die Öffentlichkeit getragen. Gleichzeitig berichten Medienvertreter*innen von Behinderungen ihrer Arbeit sowie persönlicher Bedrohung. Dass sich auf den Hamburger Montagsdemos Menschen versammeln, die sich selbst nicht als rechts begreifen, kann nicht darüber hinwegtäuschen, was für ein Weltbild hier propagiert und was für eine aggressive Stimmung geschürt wird. Die seit 2006 durchgeführten Erhebungen der Mitte-Studien belegen, dass 10% - 20% der deutschen Bevölkerung rechte und menschenverachtende Einstellungen teilt, die hier zum Ausdruck kommen. Das Format dieser Demos und das Chiffre „Merkel muss weg!“ (Mmw) ist nicht neu. Das Phänomen heißt Pegida. Neu ist, dass diese nun in der Hamburger Innenstadt stattfinden. Aus anderen Städten, wie z.B. Dresden, wissen wir, dass eine solche regelmäßige rechte Demo, die ohne größeren gesellschaftlichen Widerspruch durchgeführt werden kann, ein Klima der Angst für all diejenigen, die nicht in das rechte Weltbild passen, schafft.

Pegida ist auf Hamburgs Straßen angekommen – Zeit zu handeln!

Hamburg ist in den vergangenen Jahren von größeren rechten Demonstrationen wie Pegida verschont geblieben. In der Vergangenheit konnten rechte Aufmarschversuche durch eine breite antifaschistische Zivilgesellschaft be- und verhindert werden. Mit den Mmw-Demos erhoffen Rechte aller Couleur, diesen zivilgesellschaftlichen Widerstand zu brechen und ihre Positionen als legitim darzustellen. Alle Menschen, die das nicht hinnehmen wollen sind nun in der Verantwortung, diesen Demonstrationen und den damit einhergehenden Einschränkungen für Teile der Bevölkerung ein möglichst schnelles Ende zu bereiten. Dafür halten wir folgende Schritte für bedeutend:

1. Es muss klar benannt werden, worum es bei diesen Demos geht: Rassismus und rechte Hetze müssen als solches benannt werden, ebenso wie die Akteur*innen, die diese organisieren. Das bedeutet Widersprüche und die Strategien der Rechten offen zu legen. Aus der Anerkennung von Rassismus als legitime "Meinung" folgt eine Stärkung rassistischer Positionen. Wer schweigt stimmt zu!

2. Es ist längst Zeit zu handeln. Alle, die für eine demokratische, offene und solidarische Gesellschaft eintreten, sind aufgefordert, diesen Demonstrationen und ihrem Inhalt zu widersprechen. Gemeinsam müssen wir eine breite antifaschistische Zivilgesellschaft schaffen mit dem Ziel, diese Veranstaltungen zu beenden. Alle sind aufgefordert, im Rahmen ihrer Möglichkeiten dazu beizutragen und sich dem rechten Treiben zu widersetzen.

Wir sehen uns am Montag – Alle auf die Straße – kein Fußbreit den Rassist*innen!
Gemeinsam gegen rechte Hetze – Für eine solidarische Gesellschaft!


Hamburger Bündnis gegen Rechts
März 2018

Auch für die kommenden Montage ist mit erneuten Demonstrationen der Rechten in der Hamburger Innenstadt zu rechnen.

Unter der gemeinsamen Klammer, die Politik Angela Merkels abzulehnen, versammeln sich verschiedene rechte Gruppen und Einzelpersonen. Bereits im Vorfeld wurde überregional auf rechten Internetportalen für diese Kundgebung mobilisiert. Die Ablehnung gegenüber Merkel steht in rechten Internet-Foren und Kreisen seit einigen Jahren als Chiffre/stellvertretend für die Ablehnung von Geflüchteten und gegen eine offene und solidarische Gesellschaft. So verwundert es kaum, dass Mitglieder der Identitären Bewegung, bekannte Neonazis, rechte Hooligans und Sympathisant_innen der AfD an der Kundgebung teilnahmen, wie antifaschistische Recherchen belegen. Wie auch in den vergangenen Wochen, werden auch am kommenden Montag wieder hunderte Menschen ihre Ablehnung gegenüber diesen rechten und rassistischen Treiben deutlich machen!

Für Solidarität gegen rechte Hetze!" Montags gemeinsam nach den Rechten sehen!
Ab 18 Uhr: facebook.com/Hamburger-Bündnis-gegen-Rechts, #nonazishh, #HH1902

Antifa

Stadthaus Flyer 2

hier geht es zum Flyer

Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.

Wir fordern die Einrichtung einer würdige Dokumentations- und Erinnerungsstätte an den antifaschistischen Widerstand in Hamburg.
Dazu gehört die Kennzeichnung des Ortes nach innen und außen als zentralen Ort des Nazi-Terrors in Hamburg

Offener Brief

Stadthaus Mahnwache

 

agr facebook cover

Gerne möchten wir hier auf die nächsten Termine für die Stammtischkämpfer*innen Ausbildung von „Aufstehen gegen Rassismus Hamburg“ hinweisen:

Einige Plätze sind noch frei am
11. März von 10.00 - 16.30 Uhr

NEU: Folgende Termine stehen im 2. Quartal 2018 zur Auswahl:

07. April 2018 von 10.00 - 16.30 Uhr
03. Juni 2018 von 10.00 - 16.30 Uhr
30. Juni 2018 von 10.00 - 16.30 Uhr

Die Erfolge der Alternative für Deutschland gehen einher mit einem gesamtgesellschaftlichen Rechtsruck in vielen Bereichen.
Wir alle kennen das: In der Diskussion mit dem Arbeitskollegen, dem Gespräch mit der Tante oder beim Grillen mit dem Sportverein fallen Sprüche, die uns die Sprache verschlagen. Später ärgern wir uns, denken, da hätten wir gerne den Mund aufgemacht, widersprochen, die rechten Parolen nicht einfach so stehen lassen.

Hier wollen wir ansetzen und Menschen in die Lage versetzen, die Schrecksekunde zu überwinden, Position zu beziehen und deutlich zu machen: Das nehmen wir nicht länger hin! Denn der Stammtisch ist überall: An der Kasse des Bio-Supermarktes, auf dem Spielplatz, in der Bahn oder in der Uni-Lerngruppe. Aber: Wir sind auch überall und wir können durch Widerspruch, deutliches Positionieren und engagierte Diskussionen ein Zeichen setzen, die Stimmung in unserem Umfeld beeinflussen und unentschlossenen Menschen ein Beispiel geben.

Dazu wollen wir uns in Trainings mit Strategien beschäftigen, die uns ermöglichen, den Parolen der AfD und ihrer Anhänger Paroli zu bieten. Wir wollen gängige rechte Positionen untersuchen und wir wollen gemeinsam üben, das Wort zu ergreifen und für solidarische Alternativen zu streiten statt für Ausgrenzung und Rassismus.

Bitte meldet euch für einen der Termine an unter:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Flyer zum Download

Für alle Treffen und Veranstaltungen von Aufstehen gegen Rassismus Hamburg gilt: Als Veranstalter*innen behalten wir uns vor, Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu den Veranstaltungen zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

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