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30 Jahre nach dem Pogrom in Rostock-Lichtenhagen

 

Im August jährt sich zum 30. Mal das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen. Aus diesem Anlass ruft ein großes und vielfältiges Rostocker Bündnis für den 27. August zu einer bundesweiten Demonstration in Rostock-Lichtenhagen auf. In Hamburg hat sich auf Einladung des Hamburger Bündnis gegen Rechts ein Bündnis gebildet, um zu dieser Demonstration zu mobilisieren und eine gemeinsame Busanreise zu organisieren.

Die furchtbaren Ereignisse in Rostock-Lichtenhagen waren geprägt durch eine stillschweigende Kumpanei von Rechtskonservativen, Sicherheitsbehörden, organisierten Neonazis und einem entfesselten Mob aus biederen
Bürger*innen. Die Polizei war tagelang nur mit geringen Kräften vor Ort und zog sich auf dem Höhepunkt sogar teilweise zurück.In zynischer Umkehr von Opfern und Tätern diente Monate später u.a. das Pogrom von Rostock als Rechtfertigung das Asylrecht fast vollständig zu demontieren. Unter den bekannten Nazikadern aus der ganzen Republik, die spätestens am
zweiten Tag nach Lichtenhagen kamen, war auch der Hamburger Christian Worch, der aus seinem Auto heraus per Funkgerät die Angriffe auf das „Sonnenblumenhaus“ steuerte.

Aber auch aus Hamburg gab es damals Widerstand gegen die rassistische Mobilisierung, Menschen fuhren nach Rostock und beteiligten sich an der „Verteidigung“ des Sonnenblumenhauses. Hieran wollen wir anknüpfen und fahren gemeinsam zur Demo in Rostock-Lichtenhagen, denn: Erinnern heißt verändern!

Timeline Hamburg:

 

Filmveranstaltung der VVN 31. 07. 2022, 17.00 bis 19.00
METROPOLIS Kino Kleine Theaterstraße 10, Hamburg
ein Film von Mark Saunders, Siobhan Cleary, Deutschland 1993.


Über drei Tage hinweg wurden im August 1992 Geflüchtete und ehemalige vietnamesische
Vertragsarbeiter:innen
von einem Bild Film VVNzeitweise aus tausend Menschen bestehenden Mob angegriffen. Die Polizei schritt kaum ein. Vorausgegangen war dem Pogrom eine politische und mediale Kampagne gegen Geflüchtete und zur Verschärfung des Asylrechts. In Folge der Ereignisse wurde das Asylrecht quasi abgeschafft. Das Pogrom, dessen Bilder um die Welt gingen, war und ist kein Einzelfall und steht beispielhaft für das Zusammenwirken von rechter Straßengewalt, rassistischer Hetze,
strukturellem Rassismus und Antiziganismus. Ein britisches Filmteam dokumentierte das Pogrom. Es war dabei, als die vietnamesischen Familien in Todesangst aus dem brennenden Haus auf die Dächer flüchteten. Acht Monate recherchierten die Filmemacher danach die Hintergründe der rassistischen Ausschreitungen. Sie führten Interviews mit den Opfern, verharmlosenden Politikern, teilnahmslosen Polizisten, stolzen Nazis, begeisterten Bürgern und paralysierten Linken.

 

IL Kneipe im Centro Soziale
(Sternstraße 2,20357 Hamburg)
11.08.2022 (Donnerstag) 19:00 - 22:00
Mobilisierungsveranstaltung für das Gedenken
an die Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen

Im August 1992 werden im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen über drei Tage hinweg Geflüchtete und ehemalige Vertragsarbeiter:innen angegriffen. Das brennende Sonnenblumenhaus ist bis heute ein Symbol rechter Gewalt. Aber nicht nur hier und nicht nur 1992 werden unzählige Menschen durch rechte und rassistische Gewalt verletzt, getötet und traumatisiert.

Rostock-Lichtenhagen war und ist kein Einzelfall – bis heute gehen rechte Gewalt auf der Straße und strukturelle Diskriminierung Hand in Hand.
Zum 30. Jahrestag organisiert ein Rostocker Bündnis eine überregionale Demonstration unter dem Motto „Damals wie heute – Erinnern heißt verändern!“.

"Dem Pogrom in Lichtenhagen vorausgegangen ist eine jahrelange Kampagne zur Verschärfung des Asylrechts durch konservative Parteien. Im Nachgang des Ereignisses gab es für Asylsuchende keinen besseren Schutz, sondern Abschiebungen und Lagerunterbringung. Die Asylgesetzverschärfungen trafen wie die rassistische Debatte im Vorfeld besonders Rom:nja. Die betroffenen ehemaligen „Vertragsarbeiter:innen“ führten wie viele ihrer ehemaligen Kolleg:innen jahrelange Kämpfe um ihr Bleiberecht.“ (aus dem Aufruf zur Demonstration)

Wir wollen mit einem kurzen Vortrag an das Pogrom erinnern. Im Anschluss wird es informellen Austausch bei Getränken geben, ihr könnt auch Bustickets für die gemeinsame Fahrt aus Hamburg zur Großdemo in Rostock am 27.08. kaufen.

Kneipenabend mit Vortrag im Centro Sociale, 11.08.22, 19:30 Uhr, Sternstraße 2, Hamburg

Moblisationveranstaltung mit Film

Rote Flora Donnertag, 11. August. Einlass 17.30 Uhr beginn 18 Uhr

 

Anifatreff Rote Flora

Freitag, 12. August Einlass 19 Uhr beginn 20 Uhr

Der Antiziganismus der "sauberen Deutschen" - Die Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen im August 1992 waren vorallem.....

 

Hamburger Mobilisierungsveranstaltung:
Mittwoch, 17. August um 19 Uhr
im Gewerkschaftshaus, Besenbinderhof 60, Raum St. Georg

• Das Pogrom in Rostock-Lichtenhagen: Was ist damals passiert?
• Film: Wer Gewalt sät ..., Von Brandstiftern und Biedermännern, WDR 28.01.1993
• Die Auswirkungen bis heute, denn rassistische Gewalt und
  institutioneller Rassismus gehen Hand in Hand.
• Widerstand damals und heute
• Erinnern heißt verändern: Demos und Aktionen anlässlich des Gedenken
veranstaltet von der VERDI-Jugend und dem Hamburger Bündnis gegen Rechts

Kundgebung vor dem Erstaufnahmelager Nostorf-Horst
21. August, 14 Uhr

Gemeinsame Anreise aus Hamburg mit PKWs,
12 Uhr Bahnhof Sternschanze

Das Aufnahmelager Nostorf-Horst, das zeitweise auch aus Hamburg belegt wurde, steht als stummes Mahnmal etwa 180 km entfernt von Lichtenhagen am Rande Mecklenburg - Vorpommerns. Es existiert als Nachfolgeeinrichtung der ZASt in Lichtenhagen bis heute und wurde bewusst aus dem Blick der Öffentlichkeit verbannt. Unter dem Motto „Gedenken heißt verändern“ rufen wir anlässlich der 30. Jahrestage des Pogroms in Erinnerung: Die Auswirkungen des Pogroms bestehen bis heute, in Gesetzen und Institutionen.

In Horst protestieren seit mehr als 20 Jahren Bewohner:innen und Unterstützer:innen gegen die Bedingungen im Lager Als "AnkER-ähnliche Einrichtung" steht Horst zudem für die Asylgesetzverschärfungen der großen Koalition und die europäische Abschottungspolitik.

Rassistische Gewalt und institutioneller Rassismus gehen Hand in Hand, leider bis heute. Unsere Forderungen gehen daher weit über kommunalpolitische Anliegen rund um das Gedenken der Hansestadt Rostock an das Pogrom in Lichtenhagen hinaus:

Bewegungsfreiheit für alle!                                      Alle Lager schließen!
Rassistische Gesetze abschaffen!                          Abschiebungen stoppen!

Großdemo am 27. August 2022
 14 Uhr – Rostock-Lichtenhagen

Gemeinsame Busanreise aus Hamburg:
9Uhr 30 Bahnhof Sternschanze Busparkplatz
Busfahrkarten leider ausverkauft!

Busfahrkarten gibt es in der Buchhandlung im Schanzenviertel, der Büchergilde Gutenberg im Gewerkschaftshaus, dem Schwarzmarkt, der VVN und im Infoladen Wilhelmsburg. Um es allen Menschen zu ermöglichen mit nach Rostock zu fahren, staffeln wir den Fahrpreis von 5 bis 35 Euro und bitten alle Mitfahrer*innen um solidarische Selbsteinschätzung.

Plakat zum Runterladen & Selbstausdrucken

Weitere Infos findet ihr auch auf der Homepage: Gedenken an das Pogrom. Lichtenhagen 1992.

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Unsere früheren Aktivitäten findet Ihr im Archiv