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Erinnerung, Gerechtigkeit, Aufklärung, Konsequenzen!
Unsere Solidarität von Hamburg nach Hanau
Die Kundgebung zum Gedenken an die Opfer der rasstischen Morde von Hanau und in Solidarität mit Anghörigen und Überlebenden:
 
19. Februar 2022, um 13:00 Uhr auf dem Bert-Kaempfert-Platz (U/S-Barmbek)
 
Am 19. Februar 2020 wurden in Hanau neun junge Menschen aus rassistischen Gründen erschossen. Der Täter aus der Nachbarschaft hat sich vor den Augen der Sicherheitsbehörden auf seine Tat vorbereitet wie es bereits der Täter von Halle, der dort ein Blutbad in der Synagoge anrichten wollte, und der Mörder von Walter Lübcke in Kassel tun konnten.
 
Die Prozesse und Urteile gegen die Mörder des NSU, von Halle und Kassel haben noch einmal deutlich gemacht: Die Tragweite rechten Terrors wird nach wie vor verharmlost durch die immer wiederholte These von „Einzeltätern“, die die Rolle ihrer gemeinsamen Ideologie vom „großen Austausch“ und angeblicher weißer Überlegenheit ebenso ausblendet wie die rechte Vernetzung auch in der digitalen Welt.
Zwei Jahre nach Hanau: kein Vergeben, kein Vergessen – gemeinsam gegen Rassismus!
 
Das Massaker von Hanau steht in einer langen Reihe rassistischer Morde in Deutschland und deren lückenhafter Aufklärung. Welche Rolle spielen dabei rechte Netzwerke in der Polizei und anderen Behörden? Unerträglich sind anhaltende rassistische Hetze und Ausgrenzungsstrategien der AfD, aber auch nicht endende Debatten über Themen wie „mangelnde Integration“ und „Leitkultur“. Durch beides fühlen sich potentielle Attentäter in ihren Auffassungen bestätigt und zur Tat ermutigt.     
 
Die Angehörigen der Mordopfer von Hanau kommen, genau wie viele andere durch rassistische Gewalttaten traumatisierte Menschen, nicht zur Ruhe. Aktuell sprechen sie im Untersuchungsausschuss des Hessischen Landtags über das Versagen und die Respektlosigkeit der Behörden, über deren mangelnden Aufklärungswillen und Schutz - über den "Normalzustand von institutionellem Rassismus".
Auch zwei Jahre  nach dem Anschlag gibt es viele Fragen, keine Antworten, keine Konsequenzen. Die Angehörigen und Überlebenden fordern Erinnerung, Gerechtigkeit, Aufklärung und Konsequenzen! Dazu gehört die Forderung nach dem Rücktritt des hessischen Innenministers Beuth. Warme Worte von oben haben die Angehörigen satt:
„Wir brauchen Taten statt Worte. Wir können nicht auf den nächsten Anschlag warten!“ hieß der eindringliche Appell aus Hanau an die Öffentlichkeit, an alle Antifaschist*innen. Daran wollen wir zum Jahrestag des Massakers erinnern und unsere Solidarität demonstrieren.
Die Forderungen der Angehörigen aus Hanau sind auch unsere!
Um dem rechten Terror ein Ende zu setzen, um Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus wirksam entgegenzutreten, dürfen wir es nicht bei Fassungslosigkeit und Trauer belassen. Wir unterstützen die Selbstorganisierung der Betroffenen und stehen an ihrer Seite. Der Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus ist untrennbar verbunden mit der Solidarität im gemeinsamen Kampf für soziale Gerechtigkeit und Teilhabe, gegen strukturelle Diskriminierung bei der Wohnungs- und Arbeitssuche, gegen rassistische Beleidigungen, Polzeigewalt, Racial Profiling und rechte Diskurse aller Art.
 
Die Toten von Hanau und Halle, der versuchte Mord an Ahmet I., der Mord an Walter Lübcke, die Opfer des NSU, die Morddrohungen gegen Politiker*innen, die Drohungen des NSU 2.0 gegen bekannte Aktivistinnen, die Ignoranz gegen das Sterben von tausenden Geflüchteten im Mittelmeer [und an EU-Ausgrenzen] – das alles zeigt uns, wie notwendig der gemeinsame Kampf gegen Faschismus und Rassismus ist.
 

Unterstützer*innen des Aufrufes:

AG Flucht im Bündnis Solidarische Stadt HH
Aufstehen gegen Rassismus Hamburg
AStA Uni Hamburg
Assoziation A
Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland
Barmbeker Initiative gegen Rechts

Black Community Coalition
Brakula
Buchhandlung im Schanzenviertel
Bündnis 90 Die Grünen LV Hamburg
Cafe Knallhart
DIDF Hamburg
DIDF-Jugend Hamburg
Die Linke LV Hamburg
Die Urbane - Eine Hip-Hop Partei, LV Hamburg
Dolle Deerns, Verein zur Unterstützung feministischer Mädchenarbeit

Fanladen St. Pauli
Farnaz Shahabad Badr, Koordinatorin für interkulturelle Erziehung Emil Krause Schule
FC St. Pauli Abteilung Marathon
Flüchtlingsrat Hamburg
Freundeskreis im Gedenken an die rassistischen Brandanschläge von Mölln, 1992
GJ Hamburg
Gemeinsam Organisieren
GWA St. Pauli
HausDrei
Interventionistische Linke
Internationaler Jugendverein Hamburg
ISO-Hamburg
Jolly Roger / Ballkult e.V.
Jugendrat Hamburg
Migrantifa Hamburg
Mut! Theater
Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân
Omas gegen Rechts - Hamburg
Poliklinik Veddel, Hamburg
Projekt Revolutionäre Perspektive
Ramazan Avcı Initiative
Romani Kafava

Schura Hamburg
SC Sternschanze
Streikbündnis 8. Mai
Suicycle
Ultrà St. Pauli
vdää*-Reginalgruppe Hamburg
VVN-BdA Hamburg
Welcome to Barmbek


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