Misch Dich ein! AGR Aktiventreff
jeden 2. und 4. Dienstag, 19 Uhr, Raum Kubus, Centro Sociale, Sternstr. 2, 20357 HH
Erfolg: Der Naziladen in der Fuhle muss zum 31.01.2018 schließen
27.01.2018 Barmbek sagt Tschüss zu Thor Steinar! große Kundgebung in der Nähe des Ladens, 11-13 Uhr

Am 22. und 23. April will die AfD ihren Bundesparteitag im Kölner Hotel Maritim abhalten. Der Ort ist nicht zufällig gewählt: Köln ist spätestens seit den sexualisierten Übergriffen an Silvester 2015/16 und deren rassistischer Deutung zum beliebten Schauplatz für völkische Mobilisierungen geworden. Die AfD bietet sich nun, nach dem Scheitern der Pro-Parteien, als politische Klammer für Mob und Elite an. Dagegen stellt sich seit Anfang des Jahres auf Initiative des Bündnisses „Köln gegen Rechts“ eine große Kampagne auf: Viele Gruppen bereiten sich darauf vor, der AfD den Bundesparteitag zu vermiesen und sich ihr aktiv entgegen zu stellen. Die AfD ist treibende Kraft im aktuellen gesellschaftlichen Rechtsruck geworden – ob mit Interviews, Talkshow-Auftritten, Äußerungen in sozialen Netzwerken oder Reden bei PEGIDA.

Die antifaschistische Kampagne Solidarität statt Hetze ruft daher für den Samstagvormittag zu Blockaden auf. Darüber hinaus wird es vielfältige Aktionen, Demonstrationen, Kundgebungen geben. Zum Beispiel eine Frauen*kette um das Maritim-Hotel. Im Anschluss an die Blockaden soll es eine große antirassistische und antifaschistische Demonstration geben.

Aus Hamburg wird es eine gemeinsame Busanreise zu den verschiedenen Aktionen am Samstag den 22. April geben.

Aktuelle Infos bekommt ihr bei den Infoveranstaltungen und im Folgenden:

Termine:
Infoveranstaltung:
Dienstag, 18.04. Centro Sociale / 19 Uhr

Tickets:
Gibt es in der Buchhandlung im Schanzenviertel und im St. Pauli Fanladen.

Was passiert alles am 22. April?
Wieso blockieren? Zivilen Ungehorsam können wir alle!
Aktuelle News aus Köln
Wer mobilisiert alles nach Köln?
Solidarität statt Hetze
Nationalismus ist keine Alternative! NRW
Aufstehen gegen Rassismus Hamburg und Hamburger Bündnis gegen Recht
Linksjugend [’solid] – nrw
Feministischer Protest gegen den Bundesparteitag der AfD in Köln

Nachfragen zur Busanreise:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Kommt mit uns nach Köln!
Tickets für die gemeinsame Busanreise nach Köln gegen den Bundesparteitag der AfD liegen im Schanzenbuchladen und im St. Pauli Fanladen. Schnell hin und Tickets sichern!

"Es ist Zeit für einen Aufschrei
von uns allen. Einen unüberhörbaren, lauten Aufschrei, der bis in den letzten Winkel dieses Landes und der ganzen Welt widerhallt“, fordert die Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano und erklärt: „Wehret den Anfängen ist längst überholt! Wir sind mittendrin.“

In dem Moment, als Björn Höcke eine „erinnerungspolitische 180 Grad Wende“ forderte und das Holocaustdenkmal in Berlin als „Denkmal der Schande“ bezeichnete, wurde erneut deutlich, wie weit wir schon mittendrin sind. Mittendrin in einer gefährlichen Entwicklung, in der die Grenzen des Sagbaren immer weiter verschoben werden sollen und die Gewalt gegen Geflüchtete, MigrantInnen, Muslime, Homosexuelle, Linke und Liberale weiter eskaliert.

Als Frauke Petry die Deutschen aufforderte, mehr Kinder zu bekommen, „um das Überleben des eigenen Volkes sicherzustellen“, wurde offenbar, dass ihr Familienkonzept kein Platz für vielfältige Lebensentwürfe hat sondern die Familie als Keimzelle der „Volksgemeinschaft“ gedacht ist.

Als Alexander Gauland gegen den Fußballspieler Boateng hetzte, wurde offenbar, welche rassistische Geisteshaltung in der AfD vertreten wird. Die AfD ist die Partei, die rassistische Vorurteile, die schon lange an den Stammtischen kursierten, nun endgültig mehrheitsfähig machen will.

Als Beatrix von Storch auf Twitter den „Schießbefehl“ verkündete, wussten wir, dass sie und alle ihre Parteimitglieder die geistigen Brandstifter für alle diejenigen sind ist, die Flüchtlinge und ihre Unterkünfte angreifen.

In dem Moment, als Frauke Petry im Interview sagte, an brutalen Rentenkürzungen und einer Verlängerung der Lebensarbeitszeit führe kein Weg vorbei, hat sich gezeigt, dass die AfD keine soziale Partei ist. Sie steht eindeutig auf der Seite der Besserverdienenden.

Und der Moment, in dem es der AfD gelingt, in den Bundestag einzuziehen, wird derjenige sein, an dem zum ersten Mal nach Ende des 2. Weltkrieges eine Partei mit wahrnehmbaren faschistischen Tendenzen und dem festen Willen, diese Republik auf rechts zu drehen, auf Bundesebene Einfluss nehmen kann.

Machen wir uns nichts vor: Die AfD will uns in eine Zeit katapultieren, in der Frauen wieder am Herd bleiben müssen, in der soziale Errungenschaften abgeschafft sind und in der jedes Land Europas wieder sein eigenes nationalistisches Süppchen kocht. Sie will eine Republik, in der Menschenrechte ausgehebelt werden und in der nicht nur die Grenzen dicht sind, sondern auch Grenzen zwischen den Menschen gezogen werden. Sie will zurück in eine Zeit, in der „völkisch ein ganz normaler Begriff ist“ und in der das Verfolgen einer ganzen Religionsgruppe gesellschaftliche Praxis wird. Sie treibt die Verrohung und Spaltung der Gesellschaft voran, um diese Ziele zu erreichen.

Doch wir, die wir gegen die AfD aufstehen, erkennen, dass in diesen Zeiten der Krise Solidarität die einzige Alternative sein kann.

Es ist Zeit für einen Aufschrei! Er muss laut und deutlich sein. Er muss entschlossen und solidarisch sein. Und er muss aufzeigen, dass wir die Vielen sind, die für eine Gesellschaft ohne Konkurrenz und Hass stehen. Wir sind diejenigen, die keine Grenzen kennen und für die Bewegungsfreiheit für alle ein Menschenrecht ist. Uns kann keiner erzählen, dass unsere Freunde plötzlich unsere Feinde sein sollen, weil wir unterschiedliche Religionen haben oder eine unterschiedliche Hautfarbe. Wir wollen uns nicht verwerten lassen und uns nicht gegenseitig ausstechen müssen.

Am Samstag, den 22. April 2017 will die AfD in Köln ihren Nominierungsparteitag abhalten. Sie will sich aufstellen und bereit machen für einen Wahlkampf, der von rassistischer Hetze und rechter Demagogie geprägt sein wird. Lasst uns dies zum Anlass nehmen, diesen Aufschrei gemeinsam auf die Straße zu tragen.

Unser Aufschrei heißt: Es reicht! Er heißt: Unsere Solidarität gegen euren Hass!
Er heißt: Für das gute Leben für alle!

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Unsere früheren Aktivitäten findet Ihr im Archiv