AfD-Watch Hamburg geht online…
Informationspool zur kritischen Auseinandersetzung mit der Hamburger AfD
+++ Mahnwache am Stadthaus +++ jeden Freitag von 17.00 – 18.00 Uhr Stadthausbrücke / Ecke Neuer Wall +++
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Rechte Hetze tötet! Geistige Brandstifter benennen und bekämpfen!
Kein Schlussstrich! Veranstaltungsreihe
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Noch nicht einmal Aufklärung, Gedenken an Süleyman Taşköprü

Das „Hamburger Bündnis gegen Rechts“ ruft auf zur:

***KUNDGEBUNG auf dem RATHAUSMARKT***
GEGEN DEN BESUCH VON
ALEXANDER GAULAND UND DIE AFD
DONNERSTAG 9.3.2017 um 19.30 UHR

Alle engagierten Menschen sind aufgefordert,
sich daran zu beteiligen:

Am Donnerstag will AfD-Bundesvorstandsmitglied Alexander Gauland nach Hamburg kommen. Wir haben noch seine rassistische Hetze gegen Fußballprofi Boateng im Ohr und rufen zu einer lautstarken Protestkundgebung gegen die AfD und ihre rechten Hetzer auf.

„Es ist Zeit für einen Aufschrei von uns allen. Einen unüberhörbaren, lauten Aufschrei, der bis in den letzten Winkel dieses Landes und der ganzen Welt widerhallt“, fordert die Ausschwitz-Überlebende Esther Bejarano und erklärt:
„Wehret den Anfängen ist längst überholt! Wir sind mittendrin.“

In dem Moment, als Björn Höcke eine „erinnerungspolitische 180 Grad Wende“ forderte und das Holocaustdenkmal in Berlin als „Denkmal der Schande“ bezeichnete, wurde erneut deutlich, wie weit wir schon mittendrin sind. Mittendrin in einer gefährlichen Entwicklung, in der die Grenzen des Sagbaren immer weiter verschoben werden sollen und die Gewalt gegen Geflüchtete, MigrantInnen, Muslime, Homosexuelle, Linke und Liberale weiter eskaliert.

Als Frauke Petry die Deutschen aufforderte, mehr Kinder zu bekommen, „um das Überleben des eigenen Volkes sicherzustellen“, wurde offenbar, dass ihr Familienkonzept kein Platz für vielfältige Lebensentwürfe hat sondern die Familie als Keimzelle der „Volksgemeinschaft“ gedacht ist.

Als Alexander Gauland gegen den Fußballspieler Boateng hetzte, wurde offenbar, welche rassistische Geisteshaltung in der AfD vertreten wird. Die AfD ist die Partei, die rassistische Vorurteile, die schon lange an den Stammtischen kursierten, nun endgültig mehrheitsfähig machen will.

Als Beatrix von Storch auf Twitter den „Schießbefehl“ verkündete, wussten wir, dass sie und alle ihre Parteimitglieder die geistigen Brandstifter für alle diejenigen sind ist, die Flüchtlinge und ihre Unterkünfte angreifen.

In dem Moment, als Frauke Petry im Interview sagte, an brutalen Rentenkürzungen und einer Verlängerung der Lebensarbeitszeit führe kein Weg vorbei, hat sich gezeigt, dass die AfD keine soziale Partei ist. Sie steht eindeutig auf der Seite der Besserverdienenden.

Und der Moment, in dem es der AfD gelingt, in den Bundestag einzuziehen, wird derjenige sein, an dem zum ersten Mal nach Ende des 2. Weltkrieges eine Partei mit wahrnehmbaren faschistischen Tendenzen und dem festen Willen, diese Republik auf rechts zu drehen, auf Bundesebene Einfluss nehmen kann.

Machen wir uns nichts vor: Die AfD will uns in eine Zeit katapultieren, in der Frauen wieder am Herd bleiben müssen, in der soziale Errungenschaften abgeschafft sind und in der jedes Land Europas wieder sein eigenes nationalistisches Süppchen kocht. Sie will eine Republik, in der Menschenrechte ausgehebelt werden und in der nicht nur die Grenzen dicht sind, sondern auch Grenzen zwischen den Menschen gezogen werden. Sie will zurück in eine Zeit, in der „völkisch ein ganz normaler Begriff ist“ und in der das Verfolgen einer ganzen Religionsgruppe gesellschaftliche Praxis wird. Sie treibt die Verrohung und Spaltung der Gesellschaft voran, um diese Ziele zu erreichen. Doch wir, die wir gegen die AfD aufstehen, erkennen, dass in diesen Zeiten der Krise Solidarität die einzige Alternative sein kann.

Es ist Zeit für einen Aufschrei! Er muss laut und deutlich sein. Er muss entschlossen und solidarisch sein. Und er muss aufzeigen, dass wir die Vielen sind, die für eine Gesellschaft ohne Konkurrenz und Hass stehen. Wir sind diejenigen, die keine Grenzen kennen und für die Bewegungsfreiheit für alle ein Menschenrecht ist. Uns kann keiner erzählen, dass unsere Freunde plötzlich unsere Feinde sein sollen, weil wir unterschiedliche Religionen haben oder eine unterschiedliche Hautfarbe. Wir wollen uns nicht verwerten lassen und uns nicht gegenseitig ausstechen müssen.

Am Donnerstag, den 9. März 2017 findet im Hamburger Rathaus eine Veranstaltung der AfD Fraktion statt. Redner dieser Veranstaltung ist Alexander Gauland, der sich dort zum Thema „Deutschland und Europa im Umbruch“ äußern soll. Dort soll wieder ein Europa des Nationalismus gefordert werden, ein Europa der Grenzen und Zäune, ein Europa der Konkurrenz und des Hasses zwischen Nationen und Menschen.

Lasst uns dies zum Anlass nehmen, diesen Aufschrei gemeinsam am 9.3. um 19:30 zur Kundgebung auf dem Rathausmarkt zu tragen. Unser Aufschrei heißt:
Es reicht! Er heißt: Unsere Solidarität gegen euren Hass!
Er heißt: Für das gute Leben für alle!

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