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Solidarisch gegen Rechte Hetze
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Noch nicht einmal Aufklärung, Gedenken an Süleyman Taşköprü

Der Verfassungsschutz (VS) hat beschlossen die Junge Alternative (JA), die Jugendorganisation der AfD zum Verdachtsfall bezüglich rechtsextremistischer Bestrebungen zu machen und darf diese jetzt mit geheimdienstlichen Mitteln überwachen. Auch wenn wir als „Hamburger Bündnis gegen Rechts“, nicht erst seit dem Komplettversagen der Geheimdienste in der Aufklärung des neonazistischen NSU-Komplexes, für eine Abschaffung des VS eintreten und stattdessen auf die zivilgesellschaftliche und politische Bekämpfung der extremen Rechten setzen, wollen wir die interessierte Öffentlichkeit gerne darüber informieren, wer sich hinter der JA Hamburg verbirgt.

Laut eigenen Angaben verfügt die JA bundesweit über 1.900 Mitglieder (Stand 6/2018), in Hamburg dürften es allerdings wenige Dutzend sein, bei einer Gesamt-Mitgliederzahl der Hamburger Partei von ca. 550. Seit die ehemalige Vizechefin der JA Hamburg, Delphine Thiermann, Partei und Jugendorganisation Ende 2017 aus wahrscheinlich privaten Gründen verlassen hat, sind die Aktivitäten der JA deutlich zurückgegangen. Thiermann war das weibliche Aushängeschild der JA sowie der AfD, für die sie auch zum Bundestag kandidierte. Mit dem Image einer aktiven, eloquenten Jurastudentin gelang es Thiermann einige Aufmerksamkeit zu erringen. Auch die Körperverletzung an einem Polizisten konnten ihre Beliebtheit in der Partei wenig trüben.

Ein weiterer Grund für die inzwischen geringe öffentliche und virtuelle Präsenz der JA Hamburg, dürfte mit antifaschistischer Aufklärung und Gegenwehr in der Stadt zu erklären sein. So veröffentlichten das Rechercheportal EXIF und ZEIT-online Beiträge über Kontakte der neofaschistischen Identitären und Personen aus der JA sowie der AfD aus Hamburg. Diese (ehemaligen) Kontakte wird wahrscheinlich auch der Geheimdienst jetzt noch mal stärker ins Visier nehmen.

Der aktuelle Vorsitzende der JA-Hamburg ist Krzysztof Walczak, gleichzeitig im Bundesvorstand der JA, der für ein Abtreibungsrecht nach polnischen Maßstäben warb und mit dem Kampf für „Hochkultur“ und „Nationalstolz“ gegen „Multi-Kulti-Mischmasch“ eintritt. Sexuelle Vielfalt ist für ihn ein „Kampfbegriff der Linken.“
In eine ähnliches Horn bläst sein aktueller Vize Marco Schulz. In einem TV-Beitrag äußerte er sich gegen die gesetzliche Ahndung der Diskriminierung aufgrund von sexueller Identität und behauptete dadurch drohe die Legalisierung von Pädophilie und Sodomie. Und trotz gesetzlicher Zwangsberatung bei Abtreibungen, behauptete er dieser schwerwiegende Entschluss von betroffenen Frauen würde wahrgenommen wie „über eine rote Ampel zu gehen“. Im Landesvorstand 2017 war mit David D. noch eine Person, die gerne mit Schusswaffe posiert und 2016 ein Philipp T., Student aus einer schlagenden Verbindung. 
Entsprechende Milieus aus rechten Korporierten, Militaristen, Identitären und eher akademisch geprägten völkischen Jugendlichen dürfte die JA immer noch ansprechen.
Neben schon erwähnten Kämpfen gegen Gendermainstreaming und Feminismus, wird auf der Facebookseite natürlich immer wieder rassistisch konnotierte Hetze verbreitet, wie wir es auch von der Erwachsenenorganisation kennen. Gerne verbrämt als angeblichen Kampf gegen Kriminalität von Eingewanderten oder Muslimen; und natürlich der Kampf gegen alles Linke, allen voran die Rote Flora. Was die JA-Hamburg dabei unter „Extremismus“ versteht ist fast schon absurd: Im September 2018 forderte sie die Beobachtung des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier.

Hamburger Bündnis gegen Rechts

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