Erinnerung, Gerechtigkeit, Aufklärung, Konsequenzen!
Mahnwache: Wir machen weiter! +++ Freitags 17 - 18 Uhr +++ Stadthausbrücke / Ecke Neuer Wall +++
GERADE JETZT: Erinnern für Gegenwart und Zukunft

Demonstration zum Gedenken an die Opfer der rassistischen Morde von Hanau und gegen den rechten Terror!

Am 19. Februar 2023 um 13 Uhr auf dem Wilhelmsburger Platz, Veddel
#saytheirnames: Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin.

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Mobimaterial:       Sharepic       Flyer_Vorderseite       Flyer_Text        Plakat

Aufruf:

Am 19. Februar 2020 wurden in Hanau neun junge Menschen aus rassistischen Gründen erschossen. Der Täter aus der Nachbarschaft hat sich vor den Augen der Sicherheitsbehörden auf seine Tat vorbereitet wie es bereits der Täter von Halle, der dort ein Blutbad in der Synagoge anrichten wollte, und der Mörder von Walter Lübcke in Kassel tun konnten.

Die Prozesse und Urteile gegen die Mörder des NSU, von Halle und Kassel haben noch einmal deutlich gemacht: Das Ausmaß rechten Terrors wird nach wie vor verharmlost durch die immer wiederholte These von „Einzeltätern", die die Rolle ihrer gemeinsamen Ideologie vom „großen Austausch" und angeblicher weißer Überlegenheit ebenso ausblendet wie die rechte Vernetzung in der digitalen Welt.

Drei Jahre nach Hanau: kein Vergeben, kein Vergessen – gemeinsam gegen Rassismus und Faschismus!

Das Massaker von Hanau steht in einer langen Reihe rassistischer Morde in Deutschland und deren lückenhafter Aufklärung. Welche Rolle spielen dabei rechte Netzwerke in der Polizei und anderen Behörden? Unerträglich sind anhaltende rassistische Hetze und Ausgrenzungsstrategien der AfD, aber auch nicht endende Debatten über Themen wie „mangelnde Integration", „Parallelgesellschaften" und „Leitkultur". Durch beides fühlen sich potentielle Attentäter in ihren Auffassungen bestätigt und zur Tat ermutigt.

Auch drei Jahre nach dem Anschlag gibt es viele Fragen, keine Antworten, keine Konsequenzen. Die Angehörigen und Überlebenden fordern Erinnerung, Gerechtigkeit, Aufklärung und Konsequenzen! Warme Worte von oben haben die Angehörigen satt: „Wir brauchen Taten statt Worte. Wir können nicht auf den nächsten Anschlag warten!" hieß der eindringliche Appell aus Hanau an die Öffentlichkeit. Daran wollen wir zum Jahrestag des Massakers erinnern und unsere Solidarität demonstrieren. Denn nicht zuletzt hat auch die Veröffentlichung des Geheimberichts des hessischen Verfassungsschutzes gezeigt: staatliche Strukturen sind im Kampf gegen rechte Strukturen oft nicht nur untätig – ihre Tätigkeit steht der Aufklärung z.B. des NSU-Komplexes entgegen.

Die Forderungen der Angehörigen aus Hanau sind auch unsere!

Um dem rechten Terror ein Ende zu setzen, um Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus wirksam entgegenzutreten, dürfen wir es nicht bei Fassungslosigkeit und Trauer belassen. Wir unterstützen die Selbstorganisierung der Betroffenen und stehen an ihrer Seite. Der Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus ist untrennbar verbunden mit der Solidarität im gemeinsamen Kampf für soziale Gerechtigkeit und Teilhabe, gegen strukturelle Diskriminierung bei der Wohnungs- und Arbeitssuche, gegen rassistische Beleidigungen, Polzeigewalt, Racial Profiling und rechte Diskurse aller Art.

Die Toten von Hanau und Halle, der versuchte Mord an Ahmet I., der Mord an Walter Lübcke, die Opfer des NSU, die Morddrohungen gegen Politiker*innen, die Drohungen des NSU 2.0 gegen bekannte Aktivistinnen, die Ignoranz gegen das Sterben von tausenden Geflüchteten im Mittelmeer [und an EU-Ausgrenzen] – das alles zeigt uns, wie notwendig der gemeinsame Kampf gegen Faschismus und Rassismus ist.

Für Aufklärung und Konsequenzen müssen wir selbst kämpfen: Schließen wir uns zusammen gegen diejenigen, die uns spalten möchten!

Unterstützer*innen des Aufrufs:

AG Flucht der Solidarischen Stadt HH
Antifa Pinneberg - Antifaschistische Initiative Kreis Pinneberg
Assoziation A
Aufstehen gegen Rassismus Hamburg

Barmbeker Ini gegen Rechts
Bergedorfer Bündnis gegen Rechts
CCC Hansestadt Hamburg E.V.
DIDIF
DKP Hamburg
dock europe e.V. Internationales Bildungszentrum
Fachvorstand Erziehung, Bildung und Soziale Arbeit ver.di Hamburg
FC St. Pauli Abteilung Marathon
Feministischen Organisierung „Gemeinsam Kämpfen für Selbstbestimmung und demokratische Autonomie“
Flüchtlingsrat Hamburg e.V.
GEW Hamburg
Hamburger Frauenrat Rojbîn
Hamburger Pirat*innen, Piratenpartei Hamburg
Initiative „Billstedt und Mümmelmannsberg sind bunt“
Initiative Dessauer Ufer
Initiative zum Gedenken an Ramazan Avcı
Interventionistische Linke Hamburg
Jolly Roger / Ballkult e.V.
Juso Hochschulgruppe der Uni Hamburg
Kinderladen Maimouna e.V.
KON-MED Konföderation der Gemeinschaften Kurdistans in Deutschland
LabourNet Germany
Migrantifa
"Netzwerk Erinnerungsarbeit" vom HSV
Omas gegen Rechts Hamburg - alle 5 Gruppen
OGR- Bergedorf
Recht auf Stadt Hamburg
Roter Stern Kickers 05 e.V., Ahrensburg
Ver.di AntiRa
Viertelzimmer, Münzviertel vernetzt e.V.
VVN-BdA Hamburg

Anke Ehlers aus Hamburg-Steilshoop
Beatrix Lorenz

Benjamin van Bebber
Birgit Michalke
D.A Fee, 22144 Hamburg
Deniz Celik, Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft
Detlef Hartmann, Mitglied der Partei "Die LINKE"
Doris und Dieter Winkler
Eva Rodriguez Navia, Musikerin
Gabriele Hatscher
Gisela Gelhaar
Günter Knichel
Günter Michalke
Ingrid Wentzek
Jasna Relling
Jülide Sünter, Hamburg
Karen Polzin
Kuddel aus Barmbek
Marko D. Knudsen- Landesintegrationsbeirat - Bildungsverein der Roma zu Hamburg e.V. / RomaNation.org / Europäisches Zentrum zu Antiziganismus
Marco Hosemann
Norbert Hackbusch, Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, Wahlkreis 03 Altona
Rachid Messaoudi
Robert Brack
Rolf Becker
Sabine Hofrichter
Sabine Muhl, Bezirksabgeordnete Linksfraktion Wandsbek
Stefan Lorenzen
Theda Ohling
Theo Bruns, Assoziation A
Timm Kunstreich
U. Dziobek

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Wir haben heute vor dem Rathaus die Grünen, die im Rathaus ihren Neujahrsempfang gaben, mit Transparent und Schildern, die die vom NSU Ermordeten zeigen, daran erinnert, dass es über 22 Jahre nach dem Mord an Süleyman Taşköprü und elf Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU immer noch keine Aufklärung über den NSU-Komplex in Hamburg gibt. Dabei hatten die Grünen vor über einem Jahr mit deutlicher Mehrheit auf einer Mitgliederversammlung beschlossen, einen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) zu rechten Netzwerken in Hamburg auf den Weg zu bringen. Doch bis heute ist nichts passiert.

Die Angehörigen des ermordeten Süleyman Taşköprü haben die Forderung immer wieder erhoben. Bis heute. Das Recht auf Aufklärung verjährt nicht. Je länger die Aufklärung ausbleibt, desto schwieriger wird sie zu leisten. Deshalb: PUA jetzt!

Hier findet ihr unseren Flyer                                      Hier unsere Pressemitteilung

Bild PUA jetzt

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Am 20.11.22  - Möllner Rede im Exil

 

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Am 23.11.22 - offenes Gedenken in Mölln
 
Ein wird ein Bus aus Hamburg zum offenen Gedenken an den mörderischen Brandanschlag in Mölln von vor 30 Jahren fahren.
 
Treffen Dammtor (Parkplatz bei der Tankstelle Moorweide)am 23.11., um 13.40 Uhr. Rückfahrt aus Mölln 19.00 Uhr
(Busfahrt gegen Spende und ohne Anmeldung)
 
 
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Die Erinnerung zu erkämpfen – an die, die fehlen, an das Geschehene, an das Vergessene, an das Verschwiegene, an die Ursachen und die Folgen, an das Davor und das Danach. Diese Forderungen sind nach wie vor aktuell. Dieses Erkämpfen ist nach wie vor wichtig. Diese Erinnerung ist nach wie vor kostbar.
anıları canlı tutma mücadelesi ~ reclaim and remember ~ das erinnern erkämpfen
Was bedeutet es, zu gedenken? Was bedeutet Solidarität? Was bedeutet es, solidarisch zu gedenken? Was bedeutet es, die Betroffenenperspektive in den Vordergrund zu rücken? Wie sehen selbstgestaltete, selbstbestimmte, sichtbare, solidarische und empowernde Gedenkpraxen aus? Diese Auseinandersetzungen führen die Familien Arslan und Yılmaz seit 30 Jahren.reclaim and remember
Die Erinnerung zu erkämpfen – an die, die fehlen, an das Geschehene, an das Vergessene, an das Verschwiegene, an die Ursachen und die Folgen, an das Davor und das Danach. Diese Forderungen sind nach wie vor aktuell. Dieses Erkämpfen ist nach wie vor wichtig. Diese Erinnerung ist nach wie vor kostbar.
anıları canlı tutma mücadelesi ~ reclaim and remember ~ das erinnern erkämpfen
Was bedeutet es, zu gedenken? Was bedeutet Solidarität? Was bedeutet es, solidarisch zu gedenken? Was bedeutet es, die Betroffenenperspektive in den Vordergrund zu rücken? Wie sehen selbstgestaltete, selbstbestimmte, sichtbare, solidarische und empowernde Gedenkpraxen aus? Diese Auseinandersetzungen führen die Familien Arslan und Yılmaz seit 30 Jahren.
HINTERGRUND
Das Haus der Familie Arslan wurde am 23.11.1992 von neofaschistischen Tätern mit Molotow-Cocktails angezündet. Bei dem Anschlag wurden die 10jährige Yeliz Arslan, die 14jährige Ayşe Yılmaz und die 51jährige Bahide Arslan ermordet. Weitere Familienmitglieder wurden teilweise sehr schwer verletzt. Zuvor hatten die Neonazis bereits einen Brandanschlag auf die Ratzeburger Straße 13 verübt, wo ebenfalls Menschen türkischer Herkunft wohnten. Neun von ihnen erlitten schwere Verletzungen.
Die Angehörigen und Überlebenden des Anschlags setzen sich seit 30 Jahren für ein selbstbestimmtes Gedenken von Betroffenen und Überlebenden rechter Gewalt ein. Sie gestalten die Möllner Rede im Exil und den Gedenktag am 23. November, sie unterstützen andere Betroffene rechter Gewalt in ihrem selbstgewählten Gedenken, sie organisieren Bildungsveranstaltungen und Zeitzeug*innengespräche und sie erzählen ihre Geschichten. Und darin sind sie nicht alleine. Betroffene rechter Gewalt rücken ihre Perspektiven in ihren Vielstimmigkeiten in den Vordergrund. Sie richten den Blick auf die, die wir verloren haben und die, die verletzt wurden. Sie vernetzen sich und schaffen vielfältige Orte der Verbundenheit in unseren Verletzlichkeiten. Auch der Gedenktag und die Möllner Rede im Exil sollen solche Orte der Verbundenheit sein.
 
Im Exil war die Rede bisher in Hamburg, Lüneburg, Bremen, Köln, Berlin, Frankfurt am

Demo am 05.11.2022 in Wandsbek
Wo: Schimmelmann-Mausoleum, gegenüber U1 Wandsbeker Markt
Wann: Samstag, den 05.11.22 ab 14 Uhr

Enttarnt: Die neofaschistische Hamburger Burschenschaft Germania (HB!G) hat ein neues Domizil, zu dem wir demonstrieren werden. Jahrzehntelanger Protest und zuletzt eine erfolgreiche Klage der ehemaligen Nachbarschaft führten vor gut einem Jahr zum Auszug aus der Sierichstr. 23. Wir wollen nun die neue Nachbarschaft informieren, wer da in einer Wandsbeker Wohnstraße residiert. Die Germania ist immer noch die wichtigste Adresse der Neuen Rechten in Hamburg. In ihrem Haus hielten regelmäßig intellektuelle Nazis Vorträge, dort fanden Wehrsportübungen mit den Identitären statt und sie ist gut vernetzt. Früher bestanden
Doppelmitgliedschaften mit Republikanern, NPD und IB, heute mit der AfD. Einer ihrer Alten Herren sitzt sogar für die Partei im Bundestag. Mit ihrem geplanten Norddeutschen Heimatabend am 19. November meldet sie sich nach bisher eher im Vorborgenen durchgeführte Mensur-Veranstaltungen auch öffentlich zurück. Ein Grund mehr für uns sie zu besuchen!

Außerdem wollen wir die Gelegenheit nutzen, wenn wir schon einmal in Wandsbek sind, auf die fragwürdige Gedenkkultur Hamburgs in puncto koloniale Verbrechen aufmerksam zu machen. In Wandsbek steht immer noch das Schimmelmann-Mausoleum. Schimmelmann wurde durch das Halten von Sklaven sowie durch den Handel mit Sklaven zu einer der reichsten Menschen Europas.

Seid dabei, wenn wir die rechtsextreme Burschenschaft besuchen. Direkt vor ihrer Tür wird es eine Zwischenkundgebung geben mit interessanten Redebeiträgen. Außerdem haben wir für euch einen musikalischen Beitrag zum Thema Kolonialismus und Schimmelmann im Gepäck.

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Unsere früheren Aktivitäten findet Ihr im Archiv