Stiftung in Hamburg: Ganz neutral für die AfD
taz, von Andreas Speit

Eine gemeinnützige Stiftung macht Veranstaltungen mit AfDlern, will aber angeblich nur über Inhalte diskutieren. Nun prüft die Stiftungsaufsicht.

HAMBURG taz | Waldemar-Fred Anton ist als Stifter an der Elbe äußert agil. Für seine gemeinnützige „Gisela und Dr. Fred Anton Stiftung“ finden sich gleich zwei Namen im Internet: „Stiftung Alkoholprävention“ und „Dr. Anton Stiftung für politische Bildung“. Für letztere wird auf der Website versichert: „Die Stiftung ist überparteilich und um Neutralität bemüht.“ In den kommenden Monaten organisiert sie gleich mehrere Veranstaltungen. Die Referenten: ausschließlich von der AfD. Nun hat die Stiftungsaufsicht eine Überprüfung eingeleitet. Das hat der Senat der Linksfraktion geantwortet.

In einer kleinen Anfrage hatte die Linksfraktion nach der Neutralität der Stiftung gefragt und wollte auch wissen, unter welchem Label eine mögliche Spende verwendet werde: Ob Geld für die „Stiftung Alkoholprävention“ womöglich auch in die Arbeit der „Dr. Anton Stiftung für politische Bildung“ fließe und damit das Auftreten von AfD-Politikern gefördert wird.

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