Kein Platz für Nazis in Hamburg - nicht in den Parlamenten, nicht im Stadtteil, nicht im Betrieb

Pressemitteilung von Aufstehen gegen Rassismus Hamburg (AgR), 05.02.2017

„Aufstehen gegen Rassismus“ protestiert gegen AfD-Veranstaltung
 
Am Dienstag, den 07.02. referiert der AfD-Fraktionsvorsitzende Jörn Kruse im Hamburg-Haus in Eimsbüttel zum Thema öffentlich-rechtliche Medien. Das Bündnis Aufstehen gegen Rassismus Hamburg ruft deshalb am selben Tag um 18:00 Uhr zu einer Kundgebung vor dem Haus auf. Wir wollen entschlossen zeigen, dass mit der AfD keine normale Partei, sondern ein rassistischer, nationalistischer und frauenverachtender Akteur die politische Bühne betreten hat. Außerdem fordern wir das Hamburg-Haus dazu auf, der AfD keine Räume zur Verfügung zu stellen und die weiteren Veranstaltungen der politischen Stiftung abzusagen. Laura Becker von AgR dazu: „Wir werden lautstark und mit Vielen zum Ausdruck bringen, dass in Hamburg kein Platz für rechte Hetze und reaktionäres Gedankengut ist und dass wir den Wolf im demokratischen Schafspelz längst erkannt haben.“

Trotz offensichtlich extrem rechten Positionen in der AfD, versucht die Partei sich der Öffentlichkeit weiterhin als demokratisch zu verkaufen. Während auf Bundesebene unter anderem Björn Höcke den Anstoß zur Relativierung des Holocausts gibt, zeigt auch der Umgang der Hamburger AfD mit ihrem ehemaligen Fraktionsmitglied Ludwig Flocken, dem Funktionär der Schill-Partei Dirk Nockemann oder dem Burschenschaftler Alexander Wolf, dass die Hamburger AfD längst zu einer attraktiven Heimat des rechten und extrem rechten Spektrums geworden ist. „Wer die AfD als eine Partei wie jede andere behandelt, begeht einen schwerwiegenden Fehler. Denn wo die AfD auftritt, verbreitet sie menschenverachtendes Gedankengut und macht es salonfähig“, sagt Laura Becker vom Bündnis.
 
Das Bündnis Aufstehen gegen Rassismus hat sich mit dem Ziel gegründet, der AfD die längst überfällige politische Niederlage beizubringen. Dazu  betreibt es antirassistische Bildungsarbeit, veranstaltet Kundgebungen und ermutigt die Zivilgesellschaft, gegen menschenverachtendes Denken und Handeln aktiv zu werden. Den ersten Online-Aufruf hatten im Frühjahr 2016 über 10.000 Menschen unterzeichnet. Seitdem haben sich viele Aktive in verschiedenen Regionen zusammengefunden, um lokal gegen die AfD und den gesellschaftlichen Rechtsruck vorzugehen. Auch in Hamburg hat sich das Bündnis mit einer Regionalgruppe konstituiert und wird den bevorstehenden AfD-Wahlkampf in der Hansestadt und bundesweit offensiv und lautstark begleiten. 
 
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