Kein Platz für Nazis in Hamburg - nicht in den Parlamenten, nicht im Stadtteil, nicht im Betrieb

„Neue Rechte“ in Deutschland : Identitäre Bewegung: Die Hipster der neuen rechten Szene
Schleswig-Holstein-Zeitung, Josefine Rosse 

Schwerin | Sie wollen modern sein, cool, anders und treten auf als geschlossene Einheit mit einer gemeinsamen Identität. Und damit es alle mitbekommen, setzen sie sich aufs Brandenburger Tor, hängen Plakate an Büros gängiger Parteien (zum Beispiel in Hamburg und Berlin) oder sprengen Radio-Sendungen. Die Identitäre Bewegung Deutschland (IB) erlebt derzeit ihren großen Aufschwung. Dabei nutzen die „neuen Rechten“ linke Aktionsformen. Vorne mit dabei: Gesichter aus Mecklenburg-Vorpommern.
Die völkisch geprägte „Identitäre Bewegung“ verzeichnet wachsenden Zulauf und will insbesondere junge Menschen ansprechen. Die Identitären sind in nicht nur in  Deutschland, sondern auch anderen EU-Ländern wie Österreich und Frankreich sehr aktiv. Sie propagieren den Kampf gegen den „Großen Austausch“. Sie sehen in der Zuwanderung die Gefahr der Auflösung von Europas historisch gewachsenen Völkern. 
Führende Mitglieder der IB haben im Oktober in Rostock den Verein „Heimwärts“ gegründet. „Einflussnahme auf die öffentliche Meinung und Willensbildung“ steht als Vereinszweck in der Satzung. Als Anschrift wurde die Privatadresse von Daniel Fiß hinterlegt, zweiter Sprecher der Identitären Bewegung Deutschland. Fiß bestreitet eine Verbindung von „Heimwärts“ zur IB. „Der Verein wurde von Einzelpersonen gegründet. Bisher gibt es nur eine Satzung und ein Bankkonto.“ Gerüchte, dass die Vereinsgründung ein Mittel sei, um den Weg für eine Bundeszentrale der IB an der Ostsee zu ebnen, bestätigt Fiß nicht. „Wir suchen nach Objekten im Norden, fokussieren uns dabei aber nicht auf die Hansestadt .“

 
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