Kein Platz für Nazis in Hamburg - nicht in den Parlamenten, nicht im Stadtteil, nicht im Betrieb

Aktuelle Meldungen


Nationalsozialismus: "Die Stadt strich den Gewinn ein" PDF Drucken
Mittwoch, 19. Oktober 2016
Die Zeit

Wie Hamburg sich nach dem Krieg mit Nazivermögen bereicherte: Ein Gespräch mit dem Historiker Marc-Simon Lengowski.
Jahrelang hat Marc-Simon Lengowski recherchiert: Was passierte nach dem Krieg mit dem Vermögen der Nazis? Lengowskis Forschungen zeigen erstmals, wie die Stadt Hamburg noch Jahre nach Kriegsende den Opfern eine Entschädigung vorenthielt. Die entsprechenden Verfahren wurden teilweise von denselben Leuten geleitet, die für die Enteignungen verantwortlich gewesen waren.

DIE ZEIT: Herr Lengowski, im Mai 1945 lag Hamburg in Trümmern. Der Krieg war vorbei, die Briten hatten die Stadt übernommen, suchten nach Naziverbrechern und dem Vermögen der NSDAP. Was wurde aus dem Geld?

Marc-Simon Lengowski: Die Alliierten haben überall nach Bankkonten und Besitz der NSDAP gefahndet, in Hamburg und dem Rest des Landes. Soldaten und zivile Mitarbeiter sind zu Bürgermeistern gegangen und haben Auskunft über Immobilienbesitz verlangt, sie haben die Konten der NS-Organisationen sperren lassen. Wichtig ist: Die Alliierten wollten den Besitz der Nationalsozialisten nicht für sich. Sie wollten vor allem verhindern, dass Faschisten an das Geld kommen, um damit einen Partisanenkampf zu finanzieren oder rechtsradikale politische Arbeit.

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PM: Burschenschaft Germania - Werbung aus dem Führer-Hauptquartier PDF Drucken
Dienstag, 18. Oktober 2016

Pressemitteilung des Hamburger Bündnis gegen Rechts 

Zum jetzt beginnenden Wintersemester suchen Hamburger Studentenverbindungen wieder nach Mitgliedern und ködern mit billigem Wohnraum in manchmal schmucken Villen. Auch die völkische „Hamburger Burschenschaft Germania“ sucht auf Facebook mit der Anzeige „Deutsch? Männlich? Student? Zimmer frei in Hamburg“ nach „charakterstarken Persönlichkeiten“ die für Volk und Heimat eintreten. Was bei Facebook noch altbacken und konservativ daher kommt, wird in rechtsextremistischen Kreisen mit eindeutigem Bezug zum Nationalsozialismus beworben. Dem „Hamburger Bündnis gegen Rechts“ wurde eine Werbepostkarte der Germania zugespielt auf der es heißt: “Kontrastprogramm - Student sein - Eintreten“. Illustriert ist das Ganze mit der Abbildung einer nackten Jünglings-Statue mit Schwert. Nur gut Informierte, wie eben völkische Burschenschafter und Neofaschisten, werden um den Hintergrund der Statue wissen. Sie heißt „Die Wehrmacht“ und war eine monumentale Plastik von Arno Breker, Hitlers Lieblingsbildhauers. Sie wurde zusammen mit der Monumentalfigur „Die Partei“ im Ehrenhof der 1939 eingeweihten Neuen Reichskanzlei aufgestellt. Also im Zentrum des nationalsozialistischen Verbrecherstaats, in dem Hitler auch sein saalartiges Arbeitszimmer hatte.

Es ist unwahrscheinlich, dass die Germania ohne Wissen um diese Hintergründe diese Werbekarte produzierte. Erstens gibt es in ihren Reihen mindestens einen Historiker, welcher en masse geschichtsrevisionistische Artikel veröffentlicht und auch sonst bildet man sich in der Sierichstraße viel auf historische Bildung ein. Zweitens fällt die Germania immer wieder durch ns-apologetische Bezüge auf. Erst letztes Jahr berief man sich auf einen der wichtigsten Juristen der frühen NS-Bewegung, Walter Luetgebrune, einen Bezug, welchen auch der Hamburger Verfassungsschutz ausdrücklich würdigte. Man gedenkt bei der Germania dem ehemaligen Freikorpskämpfer und Ritterkreuzträger der Wehrmacht Karl Mauss oder dem österreichischen Antisemiten und Hitler-Vorbild Georg Heinrich Ritter von Schönerer. Und schon 2007 präsentierte die Germania in ihrem Haus eine „Kleine Deutsche Kunstausstellung, bestehend ausschließlich aus Werken von NS-Künstlern. Der Name war denn auch eine Anlehnung an die alljährliche „Große Deutsche Kunstausstellung“ im Dritten Reich. http://www.taz.de/!357569/
Dass die schlagenden Studenten mit Nazi-Kunst in rechten Kreisen werben ist nur konsequent. Skandalös ist jedoch, dass auch der Wohnraum im Germanenhaus immer noch als gemeinnützig gilt und Spenden der Alten Herren über zwei so genannte Hausvereine  von der Steuer abgesetzt werden können. Schließlich werden so indirekt nicht nur Wohn- und Veranstaltungsräume für intellektuelle Rechtsextremisten staatlich finanziert, sondern es ist auch unverständlich warum Wohnraum gefördert wird, welcher nur einem Bruchteil der Studierenden zur Verfügung steht. Im Falle der Germania nur Männern, die Wehrdienst geleistet haben und deutsch sind – und das heißt in der Sierichstraße immer noch „deutscher Abstammung.“

Hamburger Bündnis gegen Rechts   

 

 

 

 

 
Preiswürdiger Antifaschismus PDF Drucken
Mittwoch, 12. Oktober 2016

Zeit online,

Julius Hirsch wurde 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert und dort ermordet. Er war siebenmaliger Nationalspieler. Seit 2005 vergibt der DFB einen Preis, benannt nach dem Spieler, für herausragendes Engagement gegen Diskriminierung. Am Montag erhielt ihn der Fanladen des FC St. Pauli für eine Trikotaktion beim Heimspiel gegen RB Leipzig. Das Profiteam vom Kiez hatte anstatt des Hauptsponsor-Logos den Schriftzug "Kein Fußball den Faschisten" anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages auf der Brust getragen. 

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PM: Rassist Ludwig Flocken weiterhin in AfD gut integriert PDF Drucken
Mittwoch, 12. Oktober 2016
Gegenüber den Medien hatte die Hamburger AfD Anfang April behauptet auch
ein Parteiausschlussverfahren gegen den Rechtsaußen Dr. Ludwig Flocken
anzustrengen, nachdem er wegen rassistischer Äußerungen dem Image der
Fraktion zu sehr geschadet hatte und diese verließ. Inzwischen zeigt
sich, dass diese Ankündigung wohl nur taktischer Natur war. Flocken
nimmt weiterhin am Parteileben teil.
Zuletzt feierte der Bergedorfer Arzt am 3. Oktober zusammen mit der
Partei, darunter viele Funktionäre, in Wilhelmburg eine Party auf dem
Gelände ihrer Geschäftsstelle. Wie Bilder zeigen unterhielt sich Flocken
dort angeregt mit seinen Kameraden, darunter dem Vorstandsmitglied Jens
Eckleben. Auch ehemalige Fraktionskollegen von Flocken wie Fraktions-
und Parteichef Bernd Baumann, Dirk Nockemann und Joachim Krömer sowie
Nicole Jordan aus dem Landesvorstand sind auf den Bildern zu sehen.
Abgrenzung sieht anders aus.
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Mölln / Eberswalde: Opfer wollen einbezogen werden PDF Drucken
Dienstag, 11. Oktober 2016

Märkische Online Zeitung

Eberswalde (maw) Neonazis legen im November 1992 in der schleswig-holsteinischen Kleinstadt Mölln im Haus der türkischen Familie Arslan einen verheerenden Brand. Drei Familienmitglieder kommen dabei ums Leben. Fast 20 Jahre später erscheint der Dokumentarfilm "Nach dem Brand" der Berliner Filmemacherin und Autorin Malou Berlin, die die Familie Arslan zuvor vier Jahre lang in ihrer Trauerbewältigung begleitet hatte.

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Die Kriegserklärung der Identitären PDF Drucken
Montag, 10. Oktober 2016

n-tv, Gudula Hörr

Tief hängen die Wolken über dem See, dann erscheint eine junge Frau mit langem blonden Haar auf einem Narzissenfeld. Die Musik dröhnt und treibt, dazwischen verkündet eine Stimme: "Eure multikulturelle Gesellschaft bedeutet für uns nur Hass und Gewalt", "der germanische Geist ist der Geist der Freiheit". Und weiter: "Das ist kein einfaches Manifest, das ist eine Kriegserklärung."

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Rassistische Gewalt: "Die Opfer werden im Stich gelassen" PDF Drucken
Sonntag, 9. Oktober 2016

Deutschlandfunk, Alexander Bosch im Gespräch Sarah Zerback

Amnesty International sieht in Deutschland Anzeichen für einen institutionellen Rassismus. Die Opfer rassistischer Gewalt würden nur schlecht geschützt, sagte Referent Alexander Bosch im DLF. Der Staat versage bei der Aufgabe, diese Form von Gewalt zu erkennen - und nicht nur dem rechtsextremen Milieu, sondern auch der Mitte der Gesellschaft zuzuordnen.

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Messerangriff in Farmen PDF Drucken
Mittwoch, 5. Oktober 2016

 Verfasst von: Antifa 22309. Verfasst am: 05.10.2016

Am Abend des dritten Oktobers ereignete sich gegen 21:10 in der August-Krogmann-Straße im Hamburger Stadtteil Farmsen ein brutaler Angriff auf eine Gruppe von drei Personen. Die Gruppe Geflüchteter bewegte sich von einem Imbiss in der August-Krogmann-Straße in Richtung der Unterkunft für Geflüchtete, die sich in der gleichen Straße befindet. Nach ca. 80 Metern gerieten die drei mit einem jungen Mann in einen Streit.

 

 

Dieser junge Mann stach nach einem kurzen Wortgefecht auf die beiden Brüder (18 Jahre und 25 Jahre) ein. Während der Ältere nur leichte Verletzungen von den Stichen davon trug, wurde der Jüngere mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Lebensgefährtin des 25 Jährigen musste wegen eines Schocks ambulant behandelt werden. Nach einer Not-Operation ist der 18 Jährige laut Presseberichten außer Lebensgefahr.

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AfD-Propaganda: Neben Flüchtlingen und Linken geraten zunehmend Lesben und Schwule ins Visier PDF Drucken
Donnerstag, 29. September 2016

JungeWelt, Lenny Reimann

Die AfD verstärkt ihre Stimmungsmache gegen die Gleichstellung von Lesben und Schwulen mit Heterosexuellen. Gleich mehrere Protagonisten der Partei sind dabei, gegen eine gleichberechtigte Darstellung unterschiedlicher Lebensweisen im Schulunterricht mobil zu machen. In Hessen, wo die Landesregierung behutsam den Sexualkundeunterricht modernisieren will, pöbeln die Rechten gemeinsam mit christlichen Fundamentalisten, »besorgten Eltern« und anderen Ewiggestrigen gegen diese Pläne.

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Radiobündnis für Deutschen Radiopreis nominiert PDF Drucken
Donnerstag, 29. September 2016

NDR.de

Das Hamburger Radiobündnis gegen Fremdenhass ist für den Deutschen Radiopreis als "Beste Programmaktion" nominiert. Acht Radiosender in Hamburg taten sich im Herbst 2015 spontan zusammen, um ein Zeichen für Toleranz und Mitmenschlichkeit und gegen Fremdenhass zu setzen. Anlass war die "Demo der Patrioten", ein Aufmarsch von Neonazis, Hooligans und Rassisten am 12. September 2015 in Hamburg.

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Umtriebig und umstritten: Architekt Cäsar Pinnau PDF Drucken
Donnerstag, 29. September 2016

NDR.de, Dirk Hempel

Der Hamburger Cäsar Pinnau (1906-1988) war einer der erfolgreichsten deutschen Architekten der Nachkriegszeit. Er entwarf Villen und Jachten für die Reichen und Mächtigen, baute Zentralen und Fabrikgebäude für Weltkonzerne und gestaltete Schiffe wie die "Cap San Diego". Mehr als 400 Projekte hat er mit seinem Planungsbüro betrieben.

Trotzdem ist er bis heute weitgehend unbekannt. Denn er bevorzugte den traditionellen, klassizistischen Stil, war kein Vertreter der in Fachkreisen lange hoch geschätzten Moderne. Vor allem aber arbeitete er in der Zeit des Nationalsozialismus für die Spitzen des Regimes. Von seiner Verstrickung hat er sich jedoch nie distanziert. Deshalb gilt Pinnau bis heute als umstritten, wurde sein Werk in der Fachgeschichte weitgehend ignoriert. Jetzt zeigt eine Ausstellung im Altonaer Museum in Hamburg seine Arbeiten.

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