Kein Platz für Nazis in Hamburg - nicht in den Parlamenten, nicht im Stadtteil, nicht im Betrieb

Aktuelle Meldungen


Hinterhältige Naziangriffe in Boizenburg PDF Drucken
Sonntag, 2. November 2008

Roter Herbst (Indymedia 1.11.2008)

In der Nacht von Freitag auf Samstag kam es im Zuge einer Geburtstagsfeier in einer Gartenlaube in Boizenburg zu feigen Angriffen seitens der ansässigen Nazis auf die Lokalität selber und einen Genossen.

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Freiheit für Nazischläger PDF Drucken
Mittwoch, 29. Oktober 2008
von erk

Am 21. Oktober wurden drei junge Neonazis in einem Berufungsprozess vor dem Landgericht Hamburg zu Haftstrafen zwischen neun und zwölf Monaten verurteilt, zwei wurden allerdings zur Bewährung ausgesetzt. Sie hatten im Mai 2007 einen Ghanaer aus rassistischen Motiven verprügelt und durch die Straßen von Barmbek gehetzt. Die Täter hatten sich vermummt, einer war mit sog. Quarzhandschuhen ausgerüstet und der Angriff erfolgte ohne Vorwarnung oder vorausgehende Provokationen. Das Opfer konnte zunächst unter Todesangst fliehen. Nachdem - trotz Hilferufen und befahrener Straßen - niemand dem Ghanaer zu Hilfe kam, konnte später ein mutiger Nachbar den jüngsten Täter, Johannes Duda (19), festhalten. Die anderen wurden später von der Polizei gestellt.

Schon im ersten Prozess vor dem Amtsgericht St. Georg, kam jetzt heraus, dass wohl alle aus der organisierten Neonaziszene kommen. Neben Rechtsanwalt Esche aus Hamburg, übernahmen mit Klaus Kunze (Ex-REP) und Wolfram Narath (Ex-Kader der verbotenen Wiking-Jugend) zwei einschlägig bekannte Nazi-Anwälte die Verteidigung. Bei Narath gab es während des Berufungsprozesses eine Hausdurchsuchung im Rahmen der bundesweiten Razzien gegen die „Heimattreue Deutsche Jugend“. Die Polizei soll bei Narath ein Geheimarchiv sichergestellt haben, welches belegt, dass die HDJ Nachfolgeorganisation der Wiking-Jugend ist.

Auch die Angeklagten selbst waren in der Vergangenheit schon auffällig geworden. Gymnasiast Duda hatte an Nazi-Schulungen teilgenommen und kommt aus der neofaschistischen „Pennalen Burschenschaft Chattia Friedberg zu Hamburg. “ Zum Tatzeitpunkt war er Mitglied der NPD, im Sommer 2007 wurde er als Schatzmeister der NPD im Kreisverband Eimsbüttel angegeben.

Oliver Ölschlägel (26) soll kurz nach der rassistischen Hetzjagd für Hakenkreuz-Schmierereien in Barmbek verantwortlich gewesen sein. Die Bildzeitung präsentierte sein Foto als Täter – allerdings mit der falschen Anschuldigung als linker G8-Gegner!

In der ersten Instanz wurden alle Neonazis zu Haftstrafen ohne Bewährung verurteilt.

Bei Ölschlägel wurde die Berufung jetzt nicht zugelassen, er bekam unter Einbeziehung einer weiteren Straftat ein Jahr ohne Bewährung wegen gefährlicher Körperverletzung. Duda und Philip Christian Stötzel (25) kamen mit 9 bzw. 11 Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung fast ungeschoren davon.
 
Urteil: Niederlage für Thor Steinar PDF Drucken
Mittwoch, 29. Oktober 2008
Weitere Artikel:
Volksstimme, "Oberlandesgericht: „Narvik“ muss Grüne Zitadelle räumen“

Mut gegen Rechte Gewalt: "Ganz Magdeburg gewinnt"


Ein rechter Kündigungsgrund

taz, von Andreas Speit


Während die Nordbank Entschädigungszahlungen an den Mieter des "Thor-Steinar"-Ladens abstreitet, entscheidet in Naumburg das OLG, dass ein weiterer Laden geschlossen werden muss

Strahlend stand Uwe Meusel im Bekleidungsladen "Brevik". Lächelnd reichte er die Thor-Steinar-Bekleidung den Kunden. Dass wenigen Stunden später am vergangenen Samstag die Türen des Ladens in der HSH-Nordbank-Passage mitten in der Hamburger Innenstadt für immer schließen würden, verstimmte ihn nicht. Wahrscheinlich, weil der Geschäftsmann finanziell entschädigt wurde. Zu früh scheint sich hier die Bank auf einen Deal eingelassen zu haben. "Nein", betont indes Christian Buchholz, Sprecher der HSH Nordbank.

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Der Weg der Deportationszüge PDF Drucken
Dienstag, 28. Oktober 2008
Der Hannoversche Bahnhof am Lohseplatz in der Hafencity soll an Judenverfolgung erinnern

taz

Mit einer Gedenkstätte am ehemaligen Hannoverschen Bahnhof will die Stadt Hamburg an die Judenverfolgung im Nationalsozialismus erinnern. Das Rahmenkonzept, das am Montagabend vorgestellt wurde, sieht eine Einbeziehung des Lohseplatzes (ehemaliger Bahnhofsvorplatz) in der jetzigen Hafencity und der authentischen Relikte des ehemaligen Bahnsteigs 2 und der Gleisverläufe im denkmalgeschützten Bereich vor.

"Mit der Gedenkstätte soll der konkrete Ort ins Bewusstsein gerückt werden, von dem aus mehr als 7.000 Menschen in den Tod geschickt wurden", sagte Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos). Mindestens 7.112 Menschen wurden zwischen 1940 und 1945 vom Hannoverschen Bahnhof aus in Ghettos und Vernichtungslager deportiert, nur wenige haben überlebt. Hier
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siehe auch Welt-online 3.11.08: Erinnerung-an-NS-Opfer-in-der-Hafencity
 
Abschied ohne Tränen PDF Drucken
Montag, 27. Oktober 2008

weitere Artikel: Jungle World, 30.10.08, Auszug der Wüchstenfüchse

300 Demonstranten feiern die Schließung des Thor-Steinar-Ladens in der HSH Nordbank-Passage. Sie fordern das Geldinstitut auf offenzulegen, wie viel Geld für die Vertragsauflösung geflossen ist

taz, von Uta Gensichen

Bei einer Kundgebung vor der HSH Nordbank-Passage am Gerhart-Hauptmann-Platz haben am Sonnabend rund 300 Menschen die bevorstehende Schließung des Thor-Steinar-Ladens "Brevik" begrüßt. Das umstrittene Bekleidungsgeschäft verlässt zum 31. Oktober die Einkaufsmeile in der Innenstadt. Wochenlang hatten Gegner der unter Rechtsextremen beliebten Kleidungsmarke vor dem Gebäude demonstriert, um den Betreiber der Passage zur Auflösung des Mietverhältnisses zu bewegen.

Trotz dieses Erfolges verlangt das Hamburger Bündnis gegen Rechts weitere Schritte der HSH Nordbank. "Bewegung kostet Geld", sagte Birgit Wulf am Sonnabend über die vergangenen Aktionen. Deshalb forderte sie von dem Geldinstitut, an die "antifaschistische Bewegung" den gleichen Betrag zu zahlen, wie ihn die Betreiber des Thor-Steinar-Geschäftes für die Vertragsauflösung bekommen hätten.
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HSH Nordbank – freikaufen geht nicht! PDF Drucken
Sonntag, 26. Oktober 2008

Pressemitteilung der Antifaschistischen Gruppe [a2] Hamburg vom 25.10.08

HSH Nordbank – freikaufen geht nicht!

Wir begrüßen die Schließung des „Thor Steinar“ Geschäftes „Brevik“ in der Hamburger Innenstadt.

Die Art und Weise wie es zur Schließung des „Thor Steinar“-Ladengeschäfts in der Shoppingpassage der HSH-Nordbank gekommen ist, hinterlässt aber mehr, als nur einen faden Beigeschmack. Wir fordern die HSH Nordbank auf, die Vorgänge um die Auflösung des Mietverhältnisses mit der Firma „Protex“ offen zu legen und transparent zu machen!
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HSH Nordbank bedauert NPD-Konto PDF Drucken
Freitag, 24. Oktober 2008

Andreas Speit (taz) 

Nach der Einigung über die Auflösung des Mietverhältnisses des Ladens "Brevik" will die HSH Nordbank nun ein Konto der NPD loswerden. Dieses wird auf Flyern mit fremdenfeindlichen Parolen als Spendenkonto angegeben.
Einen Rechtsstreit hat die HSH Nordbank gerade erst verhindern können: Außergerichtlich einigte sie sich, das Mietverhältnis für ein Geschäft mit der, in der rechtsextremen Szene beliebten Bekleidungsmarke Thor Steinar in ihrer Hamburger Innenstadt-Passage aufzulösen. Jetzt aber muss sich die Bank auf weitere Streitigkeiten mit der NPD einstellen: Die rechtsextreme Partei ist Kundin der Nordbank. "Wir wollen die Beziehungen beenden", versichert Banksprecherin Gesine Dähn: "Schon die Eröffnung des Kontos hatten wir nicht gewollt."
In den vergangenen Wochen hatte die NPD in verschieden Stadtteilen der Hansestadt Infostände aufgestellt und Flugblätter gegen die steigenden Belastungen für die "einfachen Leute" verteilt. Um Protesten auszuweichen hatte der Landesverband um den Vorsitzenden Jürgen Rieger mit seinen rund 140 Mitgliedern die Aktionen nicht öffentlich angekündigt.

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NPD hat Spendenkonto bei der HSH Nordbank PDF Drucken
Donnerstag, 23. Oktober 2008
Hamburger Morgenpost, von Renate Pinzke

Ärger mit NPD-Konto
Die Rechten sind Kunde bei der Bank / Sprecherin: "Wir machen das nicht freiwillig"

Die HSH Nordbank hat wieder Ärger mit den Rechten. Nachdem der Nazi-Klamotten-Laden "Brevik" in der HSH Nordbank Passage eröffnen konnte und nach massiven Protesten wieder schließen muss (MOPO berichtete), sieht sich die Bank jetzt Vorwürfen ausgesetzt, weil die NPD ihr Spendenkonto dort führt. Auf hetzerischen Werbeflyern ("Schöner Leben ohne Überfremdung") gibt der Hamburger Landesverband der rechten Partei seine Bankverbindung bei der HSH an. Eine unangenehme Angelegenheit.

Die HSH möchte nicht mit Inhalten wie "bis ein Ausländerkind großgezogen ist, verschlingt die zumeist fruchtlose Integration bis zu 240000 Euro" oder "deutsche Kinder müssen in extra Schulklassen unterrichtet werden, wenn sie in der Minderheit sind" in Verbindung gebracht werden. Sätze, die im NPD-Flyer stehen, der aktuell in Stadtteilen wie Lurup oder Jenfeld in die Briefkästen gestopft wird. Doch die Sachlage ist für die HSH kompliziert. "Wir können den Unmut verstehen. Aber wir führen das Konto nicht freiwillig", sagt HSH-Sprecherin Gesine Dähn. Das NPD-Konto sei ein Überbleibsel aus Landesbank-Zeiten. Aufgrund des sogenannten Parteienprivilegs sei man damals verpflichtet gewesen, das Konto einzurichten. Doch nach der Fusion und der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft im Jahr 2005 habe die HSH sofort alle rechtlichen Mittel wahrgenommen, um die NPD als Kunden loszuwerden. Hier weiterlesen
 
Verkauf von Nazikleidung in Bergedorf nach Protesten gestoppt PDF Drucken
Mittwoch, 22. Oktober 2008
 Presseerklärung des Antifaschistischen Bündnis Bergedorf vom 18.10.2008 zu "Celtic Tattoo"

In den letzten Wochen ist die HSH Nordbank Passage in der Hamburger Innenstadt häufiger in die Medien geraten, als ihr lieb war. Die Firma „Protex“ mietete sich in der Passage ein Ladengeschäft um dort nach eigenen Aussagen Sport- und Freizeitbekleidung zu verkaufen. Nicht erwähnt hatte die Firma „Protex“, dass es sich bei den von ihnen angebotenen Kleidungsstücken um Kleidung der Marke „Thor Steinar“ handelt.

Die Bekleidungsmarke „Thor Steinar“ wird in Neonazi-Kreisen produziert und verkauft. Sie gilt in ihren Kreisen als Edelmarke und nutzt völkische Symbole mit NS-Bezug. Dies führte zu täglichen großen antifaschistischen Protesten in der Innenstadt.
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Ladenschluss für Thor Steinar PDF Drucken
Dienstag, 21. Oktober 2008
Stern-online, von Manuela Pfohl

Er hatte nur einen Monat geöffnet, der Thor-Steinar-Laden in Hamburg. Wie in der Hansestadt rührt sich bundesweit Widerstand gegen die Etablierung einer Marke, die Rechten als Erkennungsmarke ihrer Ideologie gilt. Heute wird in Naumburg der Fall des umstrittenen Thor-Steinar-Ladens in Magdeburg verhandelt. Hier weiterlesen
 
Thoralf Staud: Nazi-Chic ist keine harmlose Folklore PDF Drucken
Dienstag, 21. Oktober 2008
Deutschlandradio 20.10.08
Thoralf Staud im Gespräch mit Andreas Müller

Für den Journalisten Thoralf Staud ist der Kampf gegen Läden der Modemarke Thor Steinar ein erster Anfang in der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus. Die Debatte über Rechtsextremismus in Deutschland leide darunter, dass viel zu sehr vereinfacht werde. Wenn man sich nun intensiver mit den Bekleidungsstilen der Nazis auseinandersetze, bekäme die Mehrheitsgesellschaft vielleicht auch mit, das ein rechtsextremer Dresscode in manchen Gegenden schon als normal gelte.Andreas Müller: Viel Geld lässt sich mit der Mode für die Rechten verdienen, einer Mode, die mit Nazi, aber auch altgermanischen Symbolen spielt. Am Telefon begrüße ich nun den Journalisten Thoralf Staud, einem Kenner der rechtsextremen Szene. Schönen guten Morgen, Herr Staud! Hier weiterlesen
 
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