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Veranstaltungsankündigung: Rechtsrock – männliche Subkultur? |
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Thursday, 21. February 2013 |
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Rosa Luxemburg Stiftung Musik spielt eine wichtige Rolle in der rechten Szene – sowohl auf organisatorischer und finanzieller als auch auf identitätsstiftender Ebene. Und sie ist männerdominiert, Selbstinszenierungen von harten Kerlen und rechten Kämpfern bestimmen Auftreten, Denken und Handeln. Doch eine Reduzierung der Szene auf diesen Aspekt greift zu kurz. Der anstehende Prozess gegen das NSU-Mitglied Beate Zschäpe am 17. April 2013 in München zeigt erneut, dass die Rolle der Frau in der extremen Rechten bei weitem nicht mehr auf häusliche Arbeit und Kindererziehung beschränkt ist. Jan Raabe (Themenschwerpunkt extreme Rechte und militanter Neonazismus, Herausgeber des Buches „RechtsRock. Eine Einführung“) und Frauke Büttner (Themenschwerpunkt u.a. Frauen und Rechtsextremismus) gehen der Frage nach, inwiefern sich geschlechtliche Rollenbilder verschoben haben.
Diese Veranstaltung ist Teil des Projekts, bei dem die Dokumentation „Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“ am 22. und 23.3. vorgeführt wird. Der Film zeigt die Erkenntnisse des Journalisten Thomas Kuban, der über mehrere Jahre in der Rechtsrockszene verdeckt recherchiert hat. Er legt die Organisationsstrukturen und Inhalte dieser Szene, aber auch den Umgang der Behörden mit selbiger in anschaulicher Art und Weise offen. Beim anschließenden Gespräch wird Produzent und Regisseur Peter Ohlendorf zugegen sein. weiterlesen |
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Angehörige von NSU-Opfer sagen Treffen mit Gauck ab |
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Tuesday, 19. February 2013 |
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Hamburger Abendblatt, Christian Unger Hamburg. Noch Ende des vergangenen Jahres hatte Bundespräsident Joachim Gauck ein Treffen mit den Angehörigen der NSU-Opfer und der Türkischen Gemeinde in Deutschland abgelehnt. Er wolle erst ein Gespräch mit Politikern des Untersuchungsausschusses Anfang Februar abwarten, begründete damals das Bundespräsidialamt die Absage. Für heute nun hat Gauck die Familien der mutmaßlich von der rechtsterroristischen Terrorzelle NSU Ermordeten ins Schloss Bellevue zu einem Mittagessen eingeladen. In einer vertraulichen Runde will der Bundespräsident seine Unterstützung und Solidarität zeigen. Rund 70 Menschen sollen nach Angaben des Bundespräsidialamtes für etwa zwei Stunden in Bellevue zusammenkommen. weiterlesen |
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Randale am 1. Mai - Neonazi muss zahlen |
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Sunday, 17. February 2013 |
SHZ, von gudo Der Vorfall liegt bald zwei Jahre zurück - doch einigen Beteiligten steckt er immer noch in den Knochen. Am 1. Mai 2011 stürmte eine Horde von 40 bis 50 zum Teil vermummten Männern die Gewerkschaftskundgebung zum 1. Mai vor dem Husumer Speicher, bevor sie überhaupt begonnen hatte. Die schwarz gekleideten Angreifer - Mitglieder der NPD und freien Kameradschaften aus Schleswig-Holstein und Hamburg, wie sich später herausstellte - fackelten nicht lange. Sie zerstörten Info-Stände, warfen Stühle ins Hafenbecken und schlugen einen Gewerkschafter krankenhausreif. Dieser trat gestern als Nebenkläger wegen Körperverletzung vor dem Flensburger Landgericht auf. Die Staatsanwaltschaft hatte darüber hinaus Anklage wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz erhoben. weiter |
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So wüteten NS-Richter an der Heimatfront |
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Sunday, 17. February 2013 |
www.ndr.de von Katja Gundlach Hamburger Untersuchungsgefängnis am 11. September 1944: Die Guillotine kracht nach unten, der 27-jährige Herbert Burmeister ist enthauptet. Ein Richter hatte ihn zuvor wegen Fahnenflucht zum Tode verurteilt. Und das gleich viermal. Ein weiteres unmenschliches Urteil der NS-Militärjustiz zeigt auch der Fall Kurt Elvers. Er wird erschossen, weil ein Kommilitone mitbekommt, wie er das Scheitern des Attentats auf Hitler bedauert. Schicksale wie diese zeigt eine Ausstellung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. "Wir haben die härtesten Urteile ausgewählt, um die Kernidee darzustellen, wie diese Justiz funktioniert hat. Außerdem ist es eine Mischung zwischen historischer Aufarbeitung und dem Gedenken an die Verfolgten", erzählt Historiker Magnus Koch. weiter |
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Bruder von NSU getötet: Ein Schmerz, der nie vergeht |
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Sunday, 17. February 2013 |
Hamburger Abendblatt, Christian Unger Die Schwester des Hamburger NSU-Opfers erzählt im Brief an den Bundespräsidenten von der Zeit nach dem Mord. Gaucks Einladung lehnt sie ab. Am 11. November 2011 klingelt Aysen Tasköprüs Telefon. Ein Arbeitskollege ruft sie an, er ist aufgeregt. "Aysen, mach sofort den Fernseher an!" Doch noch kommt sie nicht dazu. Wieder klingelt es, diesmal ist ein Beamter der Kriminalpolizei dran. Er hatte in dem Mord an Aysens Bruder Süleyman Tasköprü ermittelt. Und er sagt der Schwester, dass sich die Mörder ihres Bruders umgebracht hätten. Es ist der Tag, an dem sie auch erfährt, dass ihre Großmutter in der Türkei gestorben ist. "Ich habe in dieser Nacht nicht geschlafen, ich musste mich ständig übergeben. Am nächsten Tag hätte ich Frühdienst gehabt, aber ich konnte nicht zur Arbeit gehen. Das Telefon klingelte ununterbrochen, Presse und Fernsehen wollten Interviews." Aber Aysen Tasköprü wollte nur ihre Ruhe. So schreibt sie über den Tag, an dem die rechtsterroristische Gruppe des selbst ernannten "Nationalsozialistischen Untergrunds" aufflog. Am 11. November veröffentlichte die Bundesanwaltschaft eine kurze Mitteilung, in sprödem Amtsdeutsch. Doch die Nachricht schlug mit schrecklicher Wucht ein: Der Polizistenmord von Heilbronn und die über Jahre hinweg verübten Morde an acht türkischen und einem griechischen Ladenbesitzer - all das soll auf das Konto derselben rechtsextremistischen Täter gegangen sein. Weiterlesen |
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Im Kessel von Dresden |
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Sunday, 17. February 2013 |
addn.me Am Mittwoch scheiterten die Nazis in Dresden erneut kläglich bei ihrem Versuch, durch die Innenstadt zu marschieren, um an die Bombardierungen der Stadt im Februar 1945 zu erinnern. Währen in der Stadt eine Menschenkette mit fast 10.000 Menschen einem Aufruf der Stadt gefolgt waren, um an die Ereignisse vor 68 Jahren zu erinnern, blockierten zur gleichen Zeit mehrere tausend Menschen den Dresdner Hauptbahnhof und verhinderten die Anreise von wenigen hundert Nazis, die zuvor mit dem Zug angereist waren. Auch der Aufmarsch von etwa 300 Nazis aus Mecklenburg-Vorpommern und dem Berliner Raum scheiterte nach nicht einmal zwei Kilometern ebenfalls an einer bunt gemischten Blockade, an der sich auch Teile der Menschenkette beteiligten. Die Polizei verhielt sich an diesem Tag wie schon im vergangenen Jahr abgesehen von einigen unnötigen Pfeffersprayeinsätzen für sächsische Verhältnisse äußerst zurückhaltend. Weiterlesen |
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Ein Deserteursdenkmal für Hamburg: Es geht voran |
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Saturday, 16. February 2013 |
von Lothar Zieske
Die vielfältigen Bemühungen des Hamburger „Bündnisses für ein Deserteursdenkmal“ haben in der Zwischenzeit zu einigen Erfolgen geführt. Der größte besteht darin, dass die Bürgerschaft im Juni 2012 einstimmig beschloss, dass ein solches Denkmal (aller Wahrscheinlichkeit nach) am Ort des „Kriegsklotzes“ entstehen und dass zu diesem Zweck ein Beirat gebildet werden solle. In Zusammenhang mit dessen Tätigkeit konnte am 25.Januar im Rathaus eine Ausstellung „Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz – Die Wehrmachtsgerichtsbarkeit in Hamburg“ eröffnet werden.
Die Reden, die bei dieser Gelegenheit gehalten wurden, waren keine Festreden im üblichen Sinne; dafür war das Thema der Ausstellung zu verstörend. So sollen im Folgenden auch nur diese Aspekte betrachtet werden. |
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Um kurz nach 10 Uhr kam der rettende Anruf |
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Tuesday, 12. February 2013 |
Hamburger Abendblatt v. 8. Feb., Nico Binde und Hanna-Lotte Mikutei Ayodele Medaiyese und Melania Sarkissian erhalten ein Bleiberecht. Härtefallkommission gegen die Abschiebung der Schüler. Hamburg. Es gibt Tage, an denen ein Anruf das Leben verändert. An denen das Klingeln eines Telefons mehr ist als Geräusch. An denen nichts sehnsüchtiger erwartet wird als die Stimme am anderen Ende der Leitung. Für Melania Sarkissian und Ayodele Medaiyese, zwei abschiebebedrohte junge Hamburger, war gestern so ein Tag. Melania, 18 Jahre alte Schülerin der Winterhuder Heinrich-Hertz-Schule, wartet mit ihrer Schwester Anna, 13, seit fast einem Jahr auf eine Entscheidung über ihren ungeklärten Aufenthaltsstatus. Dem gebürtigen Nigerianer Ayodele, 18 Jahre alter Elftklässler der Wilhelmsburger Nelson-Mandela-Schule und Fußballtalent des HSV, geht es nicht besser. Auch er soll abgeschoben werden. Über beide Fälle hatte das Abendblatt berichtet. Am Morgen nun sollte die Härtefallkommission über ein Bleiberecht entscheiden. Ein einstimmiges Votum der fünf Mitglieder war nötig, nur ein Veto hätte den Traum von einer Zukunft in Deutschland platzen lassen. Weiterlesen |
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Lübeck: Racheakt ausgeschlossen |
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Tuesday, 12. February 2013 |
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TAZ, ANDREAS SPEIT Eine Prellung an der Schulter zog er sich zu: Vor seinem Wohnhaus wurde Ende vergangenen Jahres Jörn Lemke, der NPD-Vorsitzende des Kreisverbandes Lübeck-Holstein, von Unbekannten attackiert. Wie jetzt bekannt wurde, hat die Staatsanwaltschaft Lübeck einen 20-Jährigen wegen Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung angeklagt. Dass es sich bei dem Überfall um einen "Racheakt aus der rechten Szene" gehandelt haben könnte, hätten die Ermittlungen nicht bestätigt, so Oberstaatsanwalt Ralf Peter Anders. Am 18. November 2012 hatten zwei Vermummte Lemke, der auch Sprecher des NPD-Landesverbandes Schleswig-Holstein ist, angegriffen, einer schlug mit einem Knüppel auf Lemkes Oberkörper. Der nun Beschuldigte soll mit laufendem Motor im Auto nahe dem Haus auf die beiden anderen gewartet haben. Zu möglichen Tätern und einem etwaigen Tathintergrund wollten die Ermittler damals nichts sagen. "Dies ist mit der Staatsanwaltschaft so auch abgesprochen", sagte ein Sprecher der Polizei - auch als der angebliche Fahrer des Fluchtfahrzeugs den Behörden schon bekannt war. weiterlesen |
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Hindenburg bei SPD recht beliebt |
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Monday, 11. February 2013 |
taz-nord, Petra Schellen Der Bezirk Nord wird wohl für die Umbenennung der Hindenburgstraße stimmen. Eine Kommission des SPD-Senats bevorzugt dagegen „historische Kontinuität“. Dieser Mann war ein Mythos. Einer, der selbst eher mittelmäßig war, aber eifrig an der eigenen Legende und der der „Volksgemeinschaft“ bastelte, ohne sie herstellen zu können. Denn das erforderte Brutalität und die überließ er Hitler: Vor 80 Jahren – am 30. 1. 1933 – hat Hindenburg Hitler zum Reichskanzler ernannt und die Dekonstruktion des Mythos vom verfassungstreuen Demokraten hat der Stuttgarter Historiker Wolfram Pyta in seiner Hindenburg-Biographie besorgt. Und eben weil sich die Machtergreifung der Nazis jährt, haben die Grünen des Bezirks Hamburg-Nord einen Antrag auf Umbenennung der Hindenburgstraße gestellt: „Antidemokraten können in einer demokratisch verfassten Gesellschaft nicht als Vorbild dienen“, sagt Michael Werner-Boelz, Vorsitzender der Grünen-Bezirksfraktion Nord. „Ein Straßenname ist eine Ehrfurchts-Bezeugung und das ist nicht mehr zeitgemäß“, sagt Dora Heyenn, Chefin der Linksfraktion im Rathaus, die den Antrag wie SPD und FDP unterstützt. Weiterlesen |
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